Bamberg

Ganz nah dran an den Tischtennis-Assen

70 freiwillige Helfer wollen dafür sorgen, dass am Wochenende die Titelkämpfe in Bamberg reibungslos über die Bühne gehen.
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Die Basketball-Hochburg Brose Arena wird am Wochenende zum Tischtennis-Mekka. Foto: Matthias Hoch
Die Basketball-Hochburg Brose Arena wird am Wochenende zum Tischtennis-Mekka. Foto: Matthias Hoch
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Die Getränkespender sind gefüllt, die Handtücher liegen bereit, und auf der Tischtennis-Platte gibt's kein einziges Staubkörnchen mehr. Wenn sich die deutschen Tischtennis-Asse in der Brose Arena auf den Weg zur ersten Angabe machen, herrschen beste Bedingungen. Dafür hat Steffen Dittmann gesorgt. Der 63-jährige Frensdorfer ist Mitglied des Teams "Logistik und Courtservice". Und er weiß, was zu tun ist. Schließlich war er in selber Funktion schon in den Jahren 2011 und 2013 dabei, als Bamberg ebenfalls Austragungsort der "Deutschen" war. "Man ist ganz nah dran an den Stars und hat auch die Gelegenheit, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Mit Timo Boll habe ich schon einmal geplaudert, das ist ein ganz umgänglicher Typ", erzählt Dittmann.

Der Zahntechniker, der in seiner Freizeit selbst noch als aktiver Spieler für die zweite Herrenmannschaft des SV Pettstadt in der Kreisliga IV an der Platte steht, ist einer von 70 freiwilligen Helfern, die am Wochenende dazu beitragen wollen, dass die deutsche Meisterschaft in der Brose Arena zum dritten Mal reibungslos über die Bühne geht. Ohne die Volunteers geht bei dieser Großveranstaltung nicht viel, auch wenn der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) seine ganzes Ausrüstung nach Oberfranken mitbringt: Tischtennis-Platten, Netze, Bälle und den roten Kunststoffboden, der heute über dem Basketball-Parkett in der Brose Arena verlegt wird. "Die bringen sogar ihren eigenen Hallensprecher mit. Wir stellen nur den Videowürfel und die Hallentechnik zur Verfügung", erklärt Hallenchef Horst Feulner, für dessen Team der Umbau von der Basketball- in eine Tischtennis-Halle schon Routine ist.


Über das Internet beworben

Das erste Mal ist es dagegen für Nina Roizena, die wie Dittmann im Helferstab hinter den Kulissen tätig ist. "Ich habe früher als Spielerin für Moldawien Welt- und Europameisterschaften bestritten und weiß daher, was für einen Aufwand solch große Turniere bedeuten. Ich wollte wieder einmal so eine Atmosphäre erleben", erzählt Roizena. Da die deutsche Meisterschaft praktisch vor ihrer Haustür stattfindet und daher keine Fahrt- und Hotelkosten anfallen, hat sich die Bambergerin kurzerhand über das Internetportal des DTTB als Volunteer beworben.

Die 55-Jährige ist im Hostessendienst tätig und für die Betreuung von VIPs und Ehrengästen zuständig. Außerdem ist sie bei den Siegerehrungen im Einsatz. "Für mich ist das eine große Ehre. Ich freue mich dabei sein zu dürfen und habe jetzt schon Gänsehaut." Roizena hat sich für den Hostessendienst beworben, weil sie nach einem Bandscheibenvorfall körperlich nicht mehr so belastbar ist. Die Verletzung hat auch ihre eigene Karriere als Spielerin gebremst. Nachdem sie 2002 aus Moldawien nach Oberfranken gekommen war, hat sie für verschiedenen Vereine in der Region gespielt. In jüngster Zeit beschränkten sich ihre Einsätze aber auf einige wenige Turniere. Beim Post-SV Bamberg war sie zudem bis 2009 als Übungsleiterin tätig.


Trainingsanzug und T-Shirts

Wie Nina Roizena stellt sich auch Steffen Dittmann aus Liebe zum Tischtennissport am Wochenende zur Verfügung. "Ich mache das aus Spaß an der Freud", sagt der Frensdorfer. Für ihre Tätigkeit erhalten die Volunteers einen Trainingsanzug sowie zwei T-Shirts des Ausrüsters der deutschen Meisterschaft, Verpflegung während der Einsatzzeiten und eine Dauerkarte, die an Freunde oder Verwandte weitergegeben werden kann. Damit kommen diese aber bei weitem nicht so nah ran an die Stars wie Nina Roizena und Steffen Dittmann.
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