Frensdorf
Frauenfußball

Frensdorferinnen werfen im Pokal Bayernligisten Fürth aus dem Rennen

Die Frensdorferinnen ziehen mit dem 4:2-Erfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth erstmals in der Vereinsgeschichte ins Achtelfinale des Verbandspokals ein.
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Annalena Lauger (l.) spitzelt der Fürtherin Christina Maier das Leder vom Fuß. Foto: anpfiff.info
Annalena Lauger (l.) spitzelt der Fürtherin Christina Maier das Leder vom Fuß. Foto: anpfiff.info
Vor einer bei hochsommerlichen Temperaturen beeindruckenden Kulisse von rund 90 Zuschauern schafften die Frensdorfer Landesliga-Fußballerinnen eine faustdicke Überraschung und wiesen das ambitionierte Bayernliga-Team der SpVgg Greuther Fürth mit 4:2 (3:1) in die Schranken.
Den besseren Start erwischten zwar die Kleeblätter, doch SVF-Torhüterin Endres machte nach drei Minuten eine 100-prozentige Torchance von Kapitänin Walter zunichte. Davon scheinbar wachgerüttelt, besannen sich die SVF-Damen auf ihr Spiel. Während Lechner zunächst den Ball am Pfosten vorbei setzte, war es in der 7. Min. Müller, die nach schönem Zuspiel von Lauger das 1:0 ganz abgeklärt markierte.
Von da an drängte die Mannschaft von Hubert Richter weiter auf das Fürther Tor. In der 23. Min.
beförderten die Fürtherinnen bei ihren Abwehrversuchen einen der vielen gefährlichen Eckbälle von Spangel geradewegs ins eigene Tor. Nach einer halben Stunde war es wiederum Spangel, die nach feinem Zuspiel von Müller die Nerven behielt und das Leder im Kasten von Greuther Fürth zum umjubelten 3:0 unterbrachte.
Die sichtlich geschockten Fürtherinnen besannen sich in der Folge mehr und mehr auf ihre Stärken und kamen zu sehenswerten Aktionen in der Frensdorfer Hälfte. Ein Freistoß in der 39. Min. verfehlte das Gehäuse von Endres noch deutlich, während eine mustergültige Flanke von Vornehm in der 41. Min. auf dem Kopf von Schmidt landete und schließlich zum ersehnten 1:3-Anschlusstreffer führte.
In der zweiten Hälfte waren es wieder die Fürtherinnen, die die ersten Akzente setzten. Die eingewechselte Maier tauchte nach einem Abwehrfehler frei vor Endres auf und schob in der 49. Min. zum 3:2 ein. Die Heimelf zeigte sich davon unbeeindruckt und bemühte sich, den Gegner vom Tor wegzuhalten.


Friedel mit tollem Kontertor

Schließlich war es in der 58. Min. Friedel, die gegen die weit aufgerückte Fürther Abwehr von der Mittellinie uneinholbar zum Tempodribbling ansetzte und der gegnerischen Torhüterin beim 4:2 keine Chance ließ. Spätestens zu diesem Zeitpunkt kochte der Failsberg endgültig.
Die Bayernligistinnen nutzten in der Folge ihr komplettes Wechselkontingent, um die Wende herbeizuführen. Ab und an spielten sie sich gefällig bis zum Strafraum, blieben jedoch im Abschluss zu harmlos und ungenau. Frensdorf versuchte bei entlastenden Gegenangriffen seinerseits den Gegner in der eigenen Hälfte zu beschäftigen und auf Fehler zu lauern; so vergaben Tauber und Müller in der Folge noch gute Torchancen.
Die Frauen des SV Frensdorf zogen den klassenhöheren Fürtherinnen auch aufgrund einer besseren Chancenverwertung den Zahn und stehen erstmals in der Vereinsgeschichte im Achtelfinale des Verbandspokals.
"Ich hatte dort drei Jahre eine richtig geile Zeit. Heute bin ich aber einfach megastolz auf unsere Mannschaft, die toll gekämpft und sich nicht zuletzt dank einer guten Chancenverwertung den Sieg auch verdient hat", so SVF-Torhüterin Christine Endres, die die vergangenen drei Jahre das Fürther Tor gehütet hatte. sd
SV Frensdorf: Endres - Schmitt-Stanciu (46. Tauber), Daun, Janousch, Gack (54. Friedel) - Spangel, Lauger, Geyer, Gath - Lechner (56. Elshani), Müller - Nagengast, Reichold
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