Bamberg
Basketball-Bundesliga

Play-offs: Brose Baskets treffen im Viertelfinale auf Würzburg

Die Brose Baskets besiegen die Eisbären Bremerhaven mit 92:77 und bereiten sich nun auf das Play-off-Viertelfinale gegen die s.Oliver Baskets Würzburg vor.
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Brad Wanamaker (mit Ball) im Zusammenspiel mit Elias Harris - wenn die Bamberger ernst machten, hatten die Gäste aus Bremerhaven nichts zu bestellen. Foto: sportpress
Brad Wanamaker (mit Ball) im Zusammenspiel mit Elias Harris - wenn die Bamberger ernst machten, hatten die Gäste aus Bremerhaven nichts zu bestellen. Foto: sportpress
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Bambergs Erfolgstrainer Andrea Trinchieri stellte nach dem 92:77-Arbeitssieg im letzten Hauptrundenspiel, in dem er seine Leistungsträger Nicolo Melli und Nikos Zisis schonte, gegen die Eisbären Bremerhaven nüchtern fest: "Die normale Runde ist vorbei, jetzt konzentrieren wir uns auf die Play-offs." Aber seine Jungs waren gedanklich ohnehin schon eine Woche weiter. Der 17. Sieg im 17. Bundesliga-Heimspiel der Saison war zwar nie in Gefahr, doch über weite Strecken ließen die Bamberger in dieser bedeutungslosen Partie nach sieben kräfteraubenden Monaten mit zahllosen englischen Wochen verständlicherweise die Konzentration vermissen.

Interessanter als die Aktionen auf dem Parkett waren da schon die Ergebnisse aus den anderen Hallen. Als die Partie in Bamberg bereits 15 Minuten zu Ende war, stand dann auch endlich fest, wer der Viertelfinal-Gegner der Brose Baskets sein wird. Ab nächsten Sonntag (20.30 Uhr) stehen sich Bamberg und Würzburg in maximal fünf Frankenderbys gegenüber. Dass die Unterfranken den achten Platz doch noch festhalten konnten, hing am seidenen Faden, denn die Gießen 46ers gaben sich erst nach Verlängerung in Berlin geschlagen und haben am Ende ebenso wie die s.Oliver Baskets, die in Göttingen die dritte Niederlage in Folge kassierten, 34:34 Punkte auf dem Konto. Den direkten Vergleich entschied die Mannschaft von Trainer Doug Spradley mit einem einzigen Punkt für sich.

Die Eisbären Bremerhaven, die ohne eigenes Zutun seit Freitagabend den Klassenerhalt sicher hatten, wollten sich nach der Packung zuletzt daheim gegen Oldenburg versöhnlich aus einer verkorksten Saison verabschieden. Und das gelang ihnen auch über weite Strecken. Vor allem Bundesliga-Topwerfer Kyle Fogg (27 Punkte) sorgte immer wieder dafür, dass die deutlichen Führungen der Gastgeber (33:23, 41:27, 60:49) schrumpften - nach 29 Minuten waren die Eisbären bis auf 60:62 dran.


Daniel Theis in Topform

Dann machten aber vor allem Daniel Theis und Brad Wanamaker ernst, sodass nach 35 Minuten wieder ein 78:68-Vorsprung zu Buche stand, den der haushohe Favorit sicher über die Zeit brachte.
"Wir sind froh, dass wir nach dem Ende der Hauptrunde auf Platz 1 stehen. Unser Ziel ist die Meisterschaft, egal, wer der Gegner sein wird", betonte Daniel Theis, der am Sonntag mit 16 Punkten und 5 Rebounds seine starken Leistungen der letzten Wochen bestätigte.

"Wir starten nun ein neues Kapitel in der Saison, das uns eine höhere Intensität abverlangen wird. Wir freuen uns auf die Spiele gegen den Nachbarn aus Würzburg, denn da werden die Hallen sicher voll sein", blickte Trinchieri auf das Viertelfinale voraus.


FC Bayern Mümnchen nur auf dem vierten Platz

Ein Ausrufezeichen vor Beginn der Play-offs setzten die EWE Baskets Oldenburg, die Bayern München mit 88:84 bezwangen und sich damit den zweiten Tabellenplatz sicherten. Die Bayern müssen sich dagegen mit Rang vier begnügen, gehen aber immerhin einem Viertelfinal-Duell mit Erzrivale Alba Berlin aus dem Weg. Die Berliner mühten sich zu einem Sieg gegen Gießen, konnten aber wieder nicht überzeugen. Sollten die Münchner ihr Viertelfinalduell gegen die MHP Riesen Ludwigsburg für sich entscheiden, käme es bereits im Halbfinale zum Duell mit den Brose Baskets - wenn die sich gegen Würzburg durchsetzen.

Damit kommt es in den am kommenden Wochenende beginnenden Play-offs zu folgenden Duellen: Titelverteidiger Bamberg trifft auf Würzburg, der Tabellenzweite Oldenburg bekommt es mit ratiopharm Ulm zu tun. Außerdem spielen die Fraport Skyliners Frankfurt und Alba Berlin sowie Vizemeister Bayern München und die MHP Riesen Ludwigsburg gegeneinander.


Der Mitteldeutsche BC ist der zweite Absteiger

Der Mitteldeutsche BC steigt als zweiter Club aus der Basketball-Bundesliga ab. Das Team aus Weißenfels gewann am letzten Spieltag gegen Medi Bayreuth zwar mit 89:77. Der Erfolg reichte für den MBC aber nicht zur Rettung, weil die BG Göttingen am Sonntag parallel ihr Heimspiel gegen die s.Oliver Baskets Würzburg mit 85:78 gewann. Die Crailsheim Merlins standen bereits zuvor als erster Absteiger fest. Den letzten Play-off-Platz sicherte sich Würzburg trotz der Niederlage in Göttingen, weil die Gießen 46ers bei Alba Berlin mit 81:91 nach Verlängerung verloren.

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Die Statistik

Brose Baskets Bamberg - Eisbär. Bremerhaven 92:77
(27:20, 22:19, 17:21, 26:17)
Bamberg Theis (16 Punkte/2 Dreier), Wanamaker (15/1), Harris (12), Miller (10/2), Heckmann (10), Nikolic (9), Staiger (9/3), Strelnieks (7/1), Radosevic (4), Obst, Idbihi
Bremerhaven Fogg (27/2), Austin (12), Sihota (11/3), Smith (10/1), Williams (6/1), Gordon (6), Bleck (5/1), Zwiener, Curry, Freese
SR Panther, Neubecker, Fröhlich
Zuschauer 6800 ausverkauft
Gesamtwurfquote Bamberg 63 Prozent (32 Treffer/51 Versuche), Bremerhaven 39 (24/62)
Dreierquote Bamberg 45 Prozent (9/20), Bremerhaven 29 (8/28)
Freiwurfquote Bamberg 80 Prozent (19/24), Bremerhaven 88 (21/24)
Rebounds Bamberg 31 (27 defensiv/4 offensiv), Bremerhaven 29 (18/11)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 3/18, Bremerhaven 5/15
Assists Bamberg 22/ Bremerhaven 12
Fouls Bamberg 25 /Bremerhaven 26
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