Bamberg
Rugby

Festhalten ist ein Teil des Spiels

Der FC Eintracht Bamberg richtet am Samstag ein Qualifikationsturnier für die bayerische Meisterschaft aus.
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Im Sportpark Eintracht wird am Samstag nicht dem Fußball, sondern dem Rugby-Ei, hinterher gejagt, wenn die Bamberger Mannschaft im Qualifikationsturnier zur bayerischen Meisterschaft im Einsatz ist. Foto: privat
Im Sportpark Eintracht wird am Samstag nicht dem Fußball, sondern dem Rugby-Ei, hinterher gejagt, wenn die Bamberger Mannschaft im Qualifikationsturnier zur bayerischen Meisterschaft im Einsatz ist. Foto: privat
Kräftige Jungs, die sich gegenseitig auf den Boden werfen, irgendwann auf einem Haufen liegen, aus dem dann auf unerklärliche Weise ein Ball auftaucht, der dann aber ausschließlich nach hinten gepasst werden darf. So stellt man sich meist Rugby vor und hat dann vielleicht noch die neuseeländische Nationalmannschaft, die "All Blacks" mit ihrem furchterregenden Kriegstanz, dem "Haka", vor Augen. Doch ist Rugby weitaus mehr als das. Wer sich davon überzeugen will, dass Rugby ein taktischer, sehr fairer und athletischer Sport ist, der hat morgen in Bamberg die Möglichkeit sich davon zu überzeugen.

Turnierstart um 10 Uhr

Die SG Bamberg/Bayreuth richtet am Samstag das zweite Turnier der zweiten Runde der Qualifikationsphase für die bayerische Meisterschaft im Siebener-Rugby im Sportpark Eintracht (ehemaliges Gelände des SC 08) aus. Kick-off für das Eröffnungsspiel ist um 10 Uhr. Dafür hat sich die Spielgemeinschaft, die zur einen Hälfte aus der Rugbyabteilung des FC Eintracht Bamberg und zur anderen aus dem TV Bayreuth 1861 besteht, qualifiziert.

Nach einer Gruppenphase werden die weiteren Platzierungen und der spätere Sieger in einer K.o.-Phase ausgespielt. Je nach Endplatzierung werden dann Punkte vergeben, die zusammen mit den Punkten aus dem ersten Turnier in Ingolstadt für die Endrunde in München qualifizieren. Die vier bestplatzierten Teams ziehen ins Finalturnier ein. Im Gegensatz zum bekannteren 15er-Rugby wird das Sieberner lediglich mit sieben Feldspielern und fünf Auswechselspielern gespielt. Aufgrund der höheren Intensität ist die Spielzeit auf 14 Minuten beschränkt. Nach sieben Minuten gibt es eine kurze Halbzeitpause.

Nur Rückwärtspässe erlaubt

Das Spielfeld allerdings ist in beiden Varianten gleich und entspricht der Größe eines Fußballfeldes. Im Gegensatz zum Fußball aber darf der Ball lediglich rückwärts gepasst werden. Doch ist es auch im Rugby erlaubt, das Spielgerät nach vorne zu schießen. Das Ziel besteht darin, den Ball in einer Endzone, dem Malfeld, abzulegen und einen Try (Versuch) zu erzielen. Außerdem darf der Ball durch die vor dem Malfeld stehenden Torstangen geschossen werden. Für beide Varianten gibt es Punkte. Daran können die Spieler durch einen Tackle, das Umfassen eines Gegenspieler mit beiden Armen, gehindert werden. Nachdem der ballführende Spieler dann mit einem Knie den Boden berührt, muss er den Ball und der tackelnde Spieler seinen Gegner loslassen. Spieler dürfen nur von der Schulter abwärts getackelt werden. Ein Tackle auf Kopfhöhe führt zu einem Straftritt für den Gegner. Ebenso wie im Fußball wird das Spiel nur bei Regelverstößen oder bei einem Ausball unterbrochen.

Regionalliga-Meister am Start

Die erste aus vier Turnieren bestehende Runde schloss die SG Bamberg/Bayreuth als Erstplatzierter ab und qualifizierte sich für die nächste Phase. Während das Team in den ersten Turnieren noch auf Mannschaften aus den Verbandsligen Bayern traf, muss es sich nun auch mit Regionalligisten messen. Neben vier weiteren Teams ist mit dem Rugbyclub Regensburg 2000 auch der amtierende Meister der Regionalliga Bayern im 15er-Rugby vertreten.

In der ersten Turnierrunde immer unter den drei besten Mannschaften, machte sich die steigende Qualität des Rugby im ersten Turnier der zweiten Runde bereits bemerkbar. Schließlich belegte die SG Bamberg/Bayreuth nur den sechsten Platz in einem Teilnehmerfeld von acht Mannschaften. Bei dem nun folgenden zweiten und letzten Turnier der Serie müsste die SG allerdings eine sehr gute Platzierung belegen, um sich für die bayerische Meisterschaft in München zu qualifizieren. Beim Heimturnier will sich die Mannschaft allerdings von ihrer guten Seite präsentieren und an ihre bisherigen Erfolge in der Saison anknüpfen.

Noch Chance auf Aufstieg

Als frischgebackener Meister der Verbandsliga Bayern Nord im 15er-Rugby will die SG dem heimischen Publikum einen versöhnlichen Saisonabschied bieten. Die Rückrunde ungeschlagen beendet, wartet nach dem Turnier in Bamberg noch das Aufstiegsspiel gegen den Meister der Verbandsliga Bayern Süd, Allgäu Rugby Kempten, auf die Mannschaft und mit einem Sieg der Aufstieg in eine höhere Spielklasse. ys

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