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Fan-Randale in Ingolstadt fordert die Polizei

Zu Fan-Ausschreitungen ist es am Freitagabend gekommen - vor und nach der Partie in der Fußball-Regionalliga Bayern zwischen dem FC Ingolstadt II und dem FC Eintracht Bamberg 2010 (1:0).
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Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa
Zu Fan-Ausschreitungen ist es am Freitagabend gekommen - vor und nach der Partie in der Fußball-Regionalliga Bayern zwischen dem FC Ingolstadt II und dem FC Eintracht Bamberg 2010 (1:0). Aber nicht im Tuja-Stadion, in dem die "Violetten" ihre erste Niederlage in dieser Runde kassierten, wie die Polizei mitteilte.

Sie sprach in ihrem Bericht von "einigen Sicherheitsstörungen". Bereits bei der Ankunft der rund 30 Bamberger Fans am Hauptbahnhof hätten unbekannte Täter pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. In der Folge seien vor Spielbeginn an einem Kassenhäuschen 40 Eintrittskarten für das Fußballspiel entwendet worden. "Der stark alkoholisierte 23-jährige Oberfranke wurde festgenommen und zur Unterbindung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen", hieß es im Ingolstadter Polizeibericht.

Nachdem das Fußballspiel weitestgehend störungsfrei verlaufen war, "hatten die Einsatzkräfte nach dem Abpfiff alle Hände voll zu tun." Im Treppenabgang des Hauptbahnhofes trat laut Bericht der Polizei ein 23-jähriger Bamberger unvermittelt in den Rücken eines Polizeibeamten und drohte ihm mit einer abgeschlagenen Glasflasche. Ein zur Hilfe kommender Kollege zog sich bei der Festnahme ebenfalls leichte Verletzungen zu, da ihm der Täter zwei Finger verdrehte. Beide Beamte seien dienstfähig geblieben.

Den 23-Jährigen erwartet ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Bedrohung. Vor der Regionalliga-Partie lagen der Polizei keine Erkenntnisse vor, dass es zu Ausschreitungen kommen könnte.

Der FCE-Vorsitzende Mathias Zeck äußerte sich gestern bestürzt: "Es kann nicht sein, dass durch solche Vorfälle ein ganzer Verein in Verruf gerät, zumal nicht einmal unsere Fans beteiligt waren. Es war so, dass sich im Vorfeld des Spiels auf dem Weg nach Ingolstadt vier oder fünf Nürnberger Fans unserer Gruppe angeschlossen haben, die offensichtlich kein Interesse am Spiel hatten. Deshalb habe ich persönlich nach Rücksprache mit unseren Fans die Ingolstädter Polizei angefordert, um im Stadion keine Zwischenfälle zu riskieren. Leider gelang es aber nicht, die Gruppen zu trennen. Wir haben uns auch schon schriftlich beim FC Ingolstadt für den Zwischenfall an der Kasse entschuldigt und werden gegen den Täter ein bundesweites Stadionverbot erwirken. Ich habe bereits letzte Woche in dieser Sache vier Verbote mit Polizei und Stadt ausgesprochen. Es scheint so, dass ein gewisser Mob den FCE als Podium nutzen will, um Ärger zu machen. Wir werden aber alle möglichen Schritte unternehmen, um dies in Griff zu bekommen! Allerdings wird dies ein schwieriger Weg, wie man auch bei anderen Vereinen sieht."

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