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Fabien Causeur ist der neue Dirigent von Brose Bamberg

Der deutsche Meister hat einen Nachfolger für Brad Wanamaker gefunden. Der Franzose Fabien Causeur erhält einen Zweijahresvertrag.
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Fabien Causeur (r), hier mit Geschäftsführer Rolf Beyer, ist nach Narcisse Ewodo erst der zweite französische Profi, der das Bamberger Trikot trägt. Foto: privat
Fabien Causeur (r), hier mit Geschäftsführer Rolf Beyer, ist nach Narcisse Ewodo erst der zweite französische Profi, der das Bamberger Trikot trägt. Foto: privat
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Fabien Causeur tritt bei Brose Bamberg in große Fußstapfen: Der französische Nationalspieler soll beim achtmaligen deutschen Basketballmeister Brad Wanamaker ersetzen. Am Dienstag unterschrieb der Nachfolger des in die Türkei abgewanderten wertvollsten Bundesliga-Spieler der vergangenen Saison einen Zweijahresvertrag.

Der 29 Jahre alte und 1,95 Meter große Causeur kommt vom spanischen Euroleague-Teilnehmer Laboral Kutxa Vitoria Gasteiz.

"Wir wollen unsere Spielphilosophie erweitern. Dafür ist Fabien ein wichtiger Baustein. Er ist groß und hat einen außerordentlichen Basketball-IQ. Ich bin mir sicher, er hebt uns aufs nächste Level", meint Trainer Andrea Trinchieri über seinen neuen Spielgestalter, der reichlich internationale Erfahrung mitbringt. 93 Euroleague-Einsätze hat Causeur bereits zu Buche stehen: vier mit Cholet Basket (mit dem französischen Club feierte er 2012 das nationale Double) und 89 für die Basken, für die er in den vergangenen vier Jahren auf Korbjagd ging.

Mit Vitoria erreichte der Franzose in der vergangenen Saison das Euroleague-Final-Four. Bei der 77:88-Halbfinalniederlage gegen Fenerbahce Istanbul stand er aber nur drei Minuten auf dem Parkett. Eine Rückenverletzung hatte den Mannschaftskapitän von Vitoria zuvor sechs Wochen lang außer Gefecht gesetzt. Die Blessur kostete den Nationalspieler auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio. Vier Jahre zuvor war er noch im französischen Olympia-Team von London gestanden. Da Causeur den medizinischen Check am Montag in Bamberg bestand, scheint er nun wieder fit zu sein.


Causeur: "Freue mich auf ein neues Land"

"Brose hat in der letzten Saison eine hervorragende Rolle gespielt, ist zudem erneut Meister in der Bundesliga geworden. Es ist für mich eine große Herausforderung und Chance, in so einem Team spielen zu dürfen. Ich freue mich auf eine neue Liga, ein neues Land und kann es kaum erwarten, dass es bald losgeht", sagte Causeur, der seine Profikarriere vor zehn Jahren bei STB Le Havre begonnen hat.

In der vergangenen Saison stand der Aufbauspieler für Vitoria im Schnitt 26 Minuten auf dem Feld, erzielte dabei neun Punkte und verteilte 2,6 Assists. In der Euroleague kam er auf 10,3 Punkte bei einer starken Dreierquote von 39,5 Prozent. Aufgrund seiner Physis kann er aber auch den Korb attackieren.

Mit Brose Bamberg geht Causeur in seine sechste Euroleague-Saison in Folge. "Ich will dem Team helfen, dass es besser abschneidet als letztes Jahr. Das bedeutet, ich will die Meisterschaft holen und in der Euroleague gemeinsam mit den Jungs den nächsten Schritt machen", meinte der Franzose, der in der vergangenen Saison beim 90:64-Euroleague-Heimsieg von Vitoria über die Bamberger vier Punkte beisteuerte. Im Rückspiel, das die Brose Baskets zum Abschluss der Top-16-Runde mit 89:69 gewannen, war er verletzungsbedingt nicht mit von der Partie.

Mit der Verpflichtung von Causeur sind die Personalplanungen fast abgeschlossen. Brose Bamberg ist jetzt nur noch auf der Suche nach einer weiteren Verstärkung für die großen Positionen. Dabei sieht sich der Verein jedoch nicht unter Zeitdruck.


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