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FCE Bamberg Bilanz Hinrunde: Kampf gegen den Abstieg im Frühjahr

In der Regionalliga Bayern ist der FC Eintracht Bamberg im Abstiegskampf gefordert. Zugänge sind nicht ausgeschlossen.
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Vorsitzender Mathias Zeck (r.) und Trainer Petr Skarabela sind in Sachen Klassenerhalt optimistisch, genauso wie der Sportliche Leiter Adi Leicht.  Foto: sportpress
Vorsitzender Mathias Zeck (r.) und Trainer Petr Skarabela sind in Sachen Klassenerhalt optimistisch, genauso wie der Sportliche Leiter Adi Leicht. Foto: sportpress
Die Regionalliga Bayern hat den Spielbetrieb eingestellt, die Partien des FC Eintracht Bamberg 2010 gegen den SV Heimstetten und beim FC Memmingen wurden witterungsbedingt abgesagt. So finden sich FCE-Fußballer zur Winterpause mit 24 Punkten auf dem 18. Tabellenrang punktgleich mit Schleuderplatz-Inhaber FC Augsburg II wieder, was einem direkten Abstiegsplatz entspricht. Das heißt: kräftig punkten in der Frühjahrsrunde, um den Klassenerhalt zu schaffen.

In 22 Begegnungen holte die Elf von Trainer Petr Skarabela sechs Siege bei ebenso vielen Remis und zehn Niederlagen - geschuldet auch der langen Durststrecke von neun Spielen ohne Sieg zwischen Anfang August und Mitte September. Drei Zähler beträgt der Abstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz, den Viktoria Aschaffenburg innehat. Während die Bamberger vor eigenem Publikum im Volkspark über weite Strecken überzeugten, so wenig gelang ihnen dies auf fremden Plätzen. Zu Hause stehen 16 Zähler zu Buche, resultierend aus vier Erfolgen und vier Unentschieden. Lediglich zweimal musste man als Verlierer vom Feld.

Auswärts hingegen erspielte sich die Mannschaft magere acht Zähler und konnte in zwölf Partien nur zwei Dreier und zwei Remis bei acht Pleiten einfahren. Eine Baustelle, an der es zu arbeiten gilt. "Es ist klar, wir überwintern auf einem Abstiegsplatz und das ist nicht erfreulich. Wir dürfen dabei keine Augenwischerei betreiben, wie in etwa, dass wir ein Spiel weniger haben. Auf uns wartet eine sehr harte Aufgabe - der direkte Klassenerhalt. Sicherlich kann man dabei das Verletzungspech nicht außen vor lassen und in die Bilanz mit einbeziehen. Wir haben lange Zeit die schlechteste Abwehr der Liga gestellt. Und: Wir belegen den letzten Platz in der Fairplay-Tabelle. Beides muss sich verbessern", resümiert der Vereinsvorsitzende Mathias Zeck.

Ähnlich urteilt auch Coach und Ex-Profi Skarabela: "Die Mannschaft hat in der Saison überwiegend gut gespielt, ganz klar. Aber sie hat auch Fehler gemacht, zum Teil waren diese unnötig. Hier werden Co-Trainer Christian Dausel und ich die Hebel ansetzen. Wichtig ist vor allem, dass wir am Defensivverhalten arbeiten, mit gutem Abwehrverhalten steht und fällt alles. Wir haben bisher 42 Gegentore bekommen, das sind zu viele. Und das tut mir als ehemaligen Verteidiger besonders weh.

Wobei auch klar ist: Abwehrarbeit ist nicht nur Sache der Verteidiger, da gehören auch die anderen Mannschaftsteile samt Torwart dazu." Dennoch ist beiden Verantwortlichen nicht bange. "Ich bin von der Qualität der Mannschaft überzeugt. Aber wir dürfen nicht den Fehler machen und sagen: Wir haben oder hatten viele Verletzte und ein Spiel weniger, das holen wir auf. Das wäre Quatsch. Der Stand heute ist - und das müssen wir uns vor Augen führen - wir stehen auf einem Abstiegsplatz und das ist zu wenig. Wir haben die Situation sorgfältig mit den Trainern analysiert - das ist auch etwas, was uns bisher ausgezeichnet hat. Über die gesamte Serie haben wir ruhig und sachlich gearbeitet. Das werden wir beibehalten - Panikaktionen sind ausgeschlossen. Bei anderen Vereinen herrscht mehr Unruhe. Wir wollen die Ruhe bewahren und auf der anderen Seite nicht blind sein", so Zeck.

Dennoch bestehe die Möglichkeit, dass sich der Verein personell verstärkt - wobei der Abgang von Torjäger Peter Heyer schmerze: "Ich weiß, dass viele Fans noch ein oder am besten zwei Stürmer wollen, aber a, müssen wir diesen bekommen, und b, bezahlen können. Wir sind hier auf dem Weg, Gespräche werden geführt", zeigt sich Zeck optimistisch. Erfreut zeigt er sich auch von der Entwicklung der Zuschauerzahlen: "Sogar unter Weglassen der 4830 Zuschauer beim Spiel gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München konnten wir im Schnitt 830 Besucher im Stadion begrüßen. Dies ist ein enormer Anstieg gegenüber den Vorjahren. Dauerhaft wollen wir aber 1000 Zuschauer im Schnitt in der Regionalliga ins Stadion holen." Und diese werden nach der Pause auf einen bestens vorbereiteten FC Eintracht treffen.

Das Vorbereitungsprogramm für die Rest-Rückrunde steht. Am 15. Januar starten die Bamberger mit der ersten Trainingseinheit im neuen Jahr. Bis zum ersten Punktspiel am 23. Februar gegen den FC Ingolstadt II (14 Uhr, Fuchs-Park-Stadion) absolviert die Mannschaft um Kapitän Florian Pickel insgesamt 18 Einheiten, hinzu kommt ein dreitägiges Trainingslager in Bad Brambach (25. bis 27. Januar). Integriert in die Vorbereitung sind - neben der Teilnahme am Hallenturnier des SV Memmelsdorf am 12. Januar 2013 - auch sieben Testspiele.

Trainer Skarabela sagt: "Das Trainingspensum an sich unterscheidet sich vom Umfang her wenig von der laufenden Saison. Aber die Vorbereitungsspiele haben es in sich, mit teilweise zwei Spielen innerhalb von 24 Stunden. Da sind die Jungs gefordert. Aber die Mannschaft hat einen guten Charakter, alle ziehen voll mit. Das gefällt mir sehr gut, ich bin stolz auf die Jungs. Drum ist mir hier nicht bange." Zumal eine ordentliche Vorbereitung nicht schadet: "Das März-Programm ist mörderisch, da entscheidet sich, wo der Zug hingeht. Aber: Wir haben fünf Heimspiele und abgesehen vom Spiel gegen Buchbach haben wir uns zu Hause immer gut präsentiert", so Zeck. Großes Lob zollte der Sportliche Leiter Adi Leicht der Regionalligamannschaft: "Es macht Spaß, den Jungs zuzusehen. Aber auch die Trainer leisten sehr gute Arbeit. Ich bin mir sicher, dass wir, wenn wir im neuen Jahr nicht mehr das Verletzungspech haben wie bisher, den Klassenerhalt schaffen werden."
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