Bamberg

FC Sand kommt zum Derby

Der FC Eintracht Bamberg tritt gegen den Nachbarrivalen erneut mit einer zusammengewürfelten Truppe an.
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Trotz des frühen 0:1-Rückstands, bei dem Torwart Thomas Nawrat (M.) den Kopfball des Großbardorfers Joe Etzel (l.) aus kurzer Distanz nicht parieren konnte, warf die FCE-Truppe die Flinte nicht ins Korn, sondern schlug eindrucksvoll zurück. Foto: sportpress
Trotz des frühen 0:1-Rückstands, bei dem Torwart Thomas Nawrat (M.) den Kopfball des Großbardorfers Joe Etzel (l.) aus kurzer Distanz nicht parieren konnte, warf die FCE-Truppe die Flinte nicht ins Korn, sondern schlug eindrucksvoll zurück. Foto: sportpress
Im zweiten Spiel nach Einreichen des Insolvenzantrags steht für den FC Eintracht Bamberg 2010 in der Fußball-Bayernliga mit dem Heimspiel gegen den FC Sand am Freitag um 19 Uhr im Fuchs-Park-Stadion ein Derby und Nachbarduell auf dem Programm. Beide Mannschaften haben 29 Punkte auf ihrem Konto, wobei die Gäste um Trainer Bernd Eigner, der nach dieser Spielzeit zum SC Eltersdorf wechseln wird, zwei Partien mehr absolviert haben.

Nach der Winterpause mussten die Unterfranken lediglich eine Niederlage hinnehmen (0:1 gegen Eltersdorf). Zwei Remis und zwei Siege, zuletzt gegen den TSV Aubstadt fuhren sie ein. Mit Florian Pickel, Sven Wieczorek und Dinis Ribeiro treffen die Bamberger auf alte Bekannte, die alle drei zu den Toptorschützen der Sander zählen. Das Hinspiel entschied der FCS in einer zerfahrenen Begegnung durch ein Eigentor der Bamberger mit 1:0 für sich.


Die Bamberger, die den Spielbetrieb bis zum Saisonende aufrecht erhalten wollen, sahen zuletzt "eine tadellose Leistung" in der Partie gegen den Tabellenführer aus Großbardorf - wie Teammanager Karlheinz Hümmer konstatierte. Ähnlich beurteilte dies auch FCE-Trainer Petr Skarabela, der sich entschieden hat, die Mannschaft weiterhin zu coachen. "Das Spiel letzte Woche hat Mut gemacht, die Leistung war gut, auch wenn die Mannschaft zusammengewürfelt war mit Spielern aus der ersten und zweiten Mannschaft und der A-Jugend. Ich weiß allerdings nicht, ob das immer so ist. Und: Großbardorf hat uns sicherlich unterschätzt. Das werden andere Mannschaften nicht tun."

Ein Problem ergibt sich allerdings bei der Aufstellung: Die zweite Mannschaft spielte am Donnerstag, und "die soll aufsteigen, das wollen alle im Verein", so der Coach. Das heißt aber: Skarabela könnte zwar drei, vier Leute von der "Zweiten" auflaufen lassen, diese aber dürften aufgrund der obligatorischen Zehn-Tage-Sperre dann nächste Woche in ihrem nächsten Kreisklassensspiel nicht auflaufen. Eine Möglichkeit wäre, diese Spieler gegen den FC Sand nur in der zweiten Halbzeit zu bringen, dann wären sie nicht gesperrt.

Zur Verfügung stehen dem Trainer voraussichtlich diejenigen Akteure, die zuletzt beim überraschenden 3:3 gegen den TSV Großbardorf angetreten sind. Fehlen wird wohl Mirza Mekic, der wahrscheinlich nicht mehr für den Verein aktiv sein wird, ein Fragezeichen steht hinter Daniel Schäffler. "Wir wollen die Saison vernünftig zu Ende bringen und dass sich die Mannschaft nach außen gut darstellt und präsentiert", meint Skarabela. Mit Blick auf Sand lässt er verlauten: "Wir werden versuchen, es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen und wollen ein gutes Ergebnis erzielen."

Der FCE-Trainer hat mit seinem Verbleib bis Saisonende ein Zeichen gesetzt, das vielleicht auch etwas bei den unschlüssigen Spielern bewirkt. Doch sind die vergangenen Wochen nicht spurlos an Skarabela vorbeigegangen. "Mein Akku war leer, ich war richtig down. Nach dem Spiel am letzten Samstag - von dem ich angenommen habe, es wäre mein letztes - dachte ich, es wäre schade um die Jungs, die noch da sind. Ich habe jetzt ein besseres Gefühl und bin mehr positiv eingestellt. Meine Frau hat gesagt, alle sind abgehauen, wenn du jetzt auch noch abhaust, dann verlierst du dein Gesicht!"

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