Laden...
Bamberg
Fussball

Es soll wieder Ruhe einkehren in Wildensorg

Bei der DJK Bamberg ist nach dem Bayernliga-Abstieg Konsolidierung angesagt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der kampfstarke, ausdauernde und schnelle Felix Strobler (hier im Duell mit dem Bamberger und Schweinfurter Torjäger Peter Heyer) bleibt der DJK Don Bosco erhalten. Foto: sportpress
Der kampfstarke, ausdauernde und schnelle Felix Strobler (hier im Duell mit dem Bamberger und Schweinfurter Torjäger Peter Heyer) bleibt der DJK Don Bosco erhalten. Foto: sportpress
Ein einziger Treffer hat der DJK Don Bosco Bamberg nach 34 Spielen gefehlt, um sich über die Relegation die Chance zu erhalten, doch noch den Klassenerhalt in der Fußball-Bayernliga Nord zu schaffen. Punktgleich waren die Wildensorger mit dem FC Trogen, es entschied der direkte Vergleich, und der ging mit 3:2 (3:0 und 2:0 in den jeweiligen Heimspielen) an Trogen.
Mit 26 Punkten aus der Winterpause herausgekommen, war für die DJK Don Bosco Bamberg bei noch ausstehenden 15 Spielen alles in punkto Klassenerhalt drin. Es begann für die Schützlinge von Trainer Heiner Dumpert sehr gut. Mit dem FC Trogen wurde ein Mitkonkurrent um den Verbleib in der Bayernliga Nord mit 2:0 bezwungen. Wie sich am Ende aber herausstellen sollte, war dieser Sieg um mindestens ein Tor zu wenig.
Dann aber ging es steil bergab mit den Mannen aus Wildensorg. Fünf Niederlagen in Serie, und die DJK war stark abstiegsgefährdet.
Der Paukenschlag kam dann vor der Partie gegen die DJK Ammerthal. Die Vereinsführung der DJK Bamberg sah sich zum Handeln gezwungen und das schwächste Glied, der Trainer, musste gehen. Heiner Dumpert als Ex-Profi sah dies gelassen und konnte es ein Stück weit sogar nachvollziehen: "So ist halt das Geschäft."
Es folgte bei den Bambergern kein Schnellschuss in Richtung neuer Coach, was ein Beleg sein kann, dass im Vorfeld nicht schon mit anderen Trainerkandidaten gesprochen worden war. Co- und Torwarttrainer Georg Hoydem wurde das Vertrauen ausgesprochen, den Karren noch aus dem Dreck zu ziehen. Sein Start war recht verheißungsvoll, denn die Niederlageserie konnte mit einem 2:2 gegen Ammerthal beendet werden. Auch die folgenden drei Partien verlor Don Bosco bei drei Punkteteilungen und einem "Dreier" nicht. Doch entscheidend waren dann die Spiele gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf, und die gingen daneben.
Beim ASV Hollfeld setzte es eine 0:1-Niederlage und gegen die SpVgg Selbitz kam die DJK zu Hause nicht über ein 1:1 hinaus. Sieben Zähler aus den letzten sieben Begegnungen waren einfach zu wenig. So entschied nach 34 Spieltagen ein einziges Tor. Die DJK Bamberg war mit dem FC Trogen punktgleich - mit dem bekannten Ausgang. Ein Entscheidungsspiel wäre vielleicht die sportlich bessere Lösung gewesen.
Als Tabellenzwölfter (!) der Landesliga Nord über die Relegation aufgestiegen, war es für die DJK Don Bosco Bamberg von Anfang an klar, dass der Verbleib in der neuen Bayernliga Nord sehr schwer werden würden. Denn mit Verstärkungen konnte die DJK nicht aufwarten. Die Bamberger waren aber durchaus konkurrenzfähig, spielten meist auch einen guten Offensivfußball. Was sich aber durch die gesamte Spielzeit wie ein roter Faden durchzog, war die mangelnde Chancenverwertung. Die Wildensorger Offensivleute waren sicher nicht die schlechtesten der Bayenliga, auch wenn es der Negativwert von nur 39 Toren vermuten lässt.
Die Weichen für die Saison 2013/14 in der Landesliga beim Absteiger waren mit Rolf Lamprecht als neuem Trainer gestellt. Eine neue Ära sollte in Wildensorg beginnen. Doch nichts scheint schnelllebiger als das Fußballgeschäft. Mit dem neuen Coach waren wohl eine ganze Anzahl von Akteuren nicht so recht einverstanden. Die Reißleine seitens des Vereins aber musste diesmal nicht gezogen werden. Lamprecht trat von seinem Vertrag zurück. Für ihn steht in der kommenden Saison mit Gerd Schimmer (zuvor FC Strullendorf) ebenfalls ein Routinier auf dem Platz als Trainer, wenn es gilt eine gute Landesliga-Saison hinzulegen.
Rainer Schmidt von der Abteilungsleitung der DJK Bamberg zieht Bilanz: "Wir sind mit viel Euphorie und sehr guten Ergebnissen in die Bayernliga-Saison gestartet. Das Ende war umso ernüchternder. Am vorletzten Spieltag stand die DJK das erste Mal auf einem Abstiegsplatz. Am Ende war es sehr knapp und es hat auch nur ein Tor gefehlt, um den rettenden Platz zu erreichen. Doch die Tabelle lügt nicht. Wir hatten genug Chancen, die benötigten Punkte einzufahren. Gegen Memmelsdorf, Hollfeld und Selbitz waren Siege durchaus möglich. Das ist uns nicht gelungen und so steht man am Ende unter dem Strich. Trotz guter Ausgangslage konnte das Saisonziel nicht erreicht werden. Dies ist schade. Der Zuschauerschnitt war für unsere Verhältnisse gut. Die Bayernliga ist und bleibt eine sehr attraktive, aber auch starke Liga. Für einen Abstieg gibt es immer viele Faktoren. Da müssen sich alle hinterfragen, Verantwortliche, Trainer und Spieler. Das Potenzial für den Klassenerhalt hatte die Mannschaft. Ein Abstieg ist meistens eine Zäsur, so auch bei uns. Nach der Niedergeschlagenheit gilt es nun auch wieder nach vorne zu schauen und wir versuchen eine möglichst starke Mannschaft zusammenzustellen, um die Herausforderungen in der Landesliga zu bestehen."
Zunächst gilt es für die DJK, mit ihrem Wunsch beim Bayerischen Fußball-Verband Gehör zu finden: Die Wildensorger kämpfen darum, zusammen mit den Nachbarn SV Pettstadt, FC Strullendorf und SpVgg Stegaurach in eine Landesliga-Gruppe eingeteilt zu werden.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren