Hollfeld

Es bleibt spannend bei den Fußballern des ASV Hollfeld

Nach dem Abstieg will der ASV Hollfeld durchstarten und in der Bezirksliga eine schlagkräftige Mannschaft stellen.
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Viele Erfolge erlebten die eingefleischten Fans des ASV Hollfeld in den letzten Jahren, in den letzten zwei Runden weniger. Nun hoffen sie wieder auf mehr Siege. Foto: sportpress
Viele Erfolge erlebten die eingefleischten Fans des ASV Hollfeld in den letzten Jahren, in den letzten zwei Runden weniger. Nun hoffen sie wieder auf mehr Siege. Foto: sportpress
"Beim ASV Hollfeld wird es niemals langweilig." So begann der Saisonrückblick im vergangenen Jahr. Diese Textpassage hatte in der Saison 2014/15 der Fußball-Landesliga Nordost unverändert Bestand. Wieder ging eine durchwachsene Saison zu Ende und abermals gab es wenig zu feiern bei den "Rot-Schwarzen". Nach dem Abstieg aus der Bayernliga wurde der ASV auch in der Landesliga durchgereicht. Ein weiteres Mal war das Team aus der Fränkischen Schweiz nahezu chancenlos und zierte schließlich abgeschlagen das Tabellenende. Zudem musste während der Saison auch noch die zweite Mannschaft abgemeldet werden.
Mittlerweile befindet sich der Verein wirtschaftlich wieder in ruhigerem Gewässer, nachdem die zwei kommissarischen Vorstände, allen voran der übergangsweise für die Finanzen zuständige Norbert Helfer, für Ordnung gesorgt haben. Sportlich dagegen lief wenig rund im abgelaufenen Spieljahr. Drei Trainer gaben ihr Bestes.
Gestartet ist man mit Michael Taschner, für den nach dem 14. Spieltag und einem Unentschieden, das den neunten Punkt brachte, Schluss war. Ihn löste bis zur Winterpause Torwarttrainer Thomas Bornschlegel ab. Ihm gelang es, in sieben Spielen vier Punkte einzufahren. Das war ein Zähler mehr, als anschließend Michael Schreiber im neuen Jahr in 13 Spielen erreichte. Auch die Neuzugänge im Winter brachten nicht die erwünschten Impulse. Schwindende Zuschauerzahlen waren die Folge.
Erschwerend kam im Frühjahr hinzu, dass Spielleiter Philipp Schmidt wegen Wechsel des Studienortes sein Amt niederlegte und der sportliche Inte rimsvorstand Jürgen Fürst sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen musste. So gab es plötzlich keinen Ansprechpartner mehr für die Spieler, weil Norbert Helfer anderweitig genug zu tun hatte. Wieder kamen Gerüchte über einen Mannschaftsrückzug sowie Vereinsauflösung und den - zumindest sportlichen - Exodus auf. Während andere Vereine ihre Fühler intensiv nach den ASV-Spielern ausstreckten und attraktive Angebote unterbreiteten, kam von Hollfelder Seite lange wenig bis nichts. Der Verein war wie gelähmt.
Erst die Wahlen jüngst brachten wieder Hoffnung in den größten Hollfelder Verein, sodass die Vereinsgeschichte nach 115 Jahren fortgeschrieben werden kann. Hans-Peter Härtl, der Sohn des in diesem Jahr verstorbenen Ehrenvorsitzenden Hans Härtl, erhielt das Vertrauen der Mitglieder und wurde am 10. Juni zum neuen Ersten Vorsitzenden gewählt. Die Aufgabe des zweiten Vorstandes, der für den sportlichen Bereich verantwortlich zeichnet, übernahm Jürgen Krauß. Zusammen mit dem nimmermüden Thomas Bornschlegel und dem Vereinspräsidenten Konrad Keilholz laufen derzeit intensive Anstrengungen, ein schlagkräftiges Bezirksligateam zusammenzustellen. Hier setzte Härtl in seiner ersten Ansprache als neuer Vorstand gleich an. "Jetzt sind vom Kopf her die notwendigen Voraussetzungen geschaffen. Ich hoffe, dass die Spieler, die ihr Wort gegeben haben, dazu stehen und unserem Verein treu bleiben."
Er blickt auf sicher nicht einfache Monate voraus. "In meiner Amtszeit wird es keine Spielerverträge und großen Zahlungen mehr geben", gab Härtl klar zu verstehen und erntete dafür sehr viel Applaus. Sicher ist, dass der ASV mit einer extrem jungen Mannschaft in die Bezirksliga startet und das Ziel nur Klassenerhalt lauten kann. Auch ein weiterer Abstieg wäre kein Beinbruch, wenn es gelingt, eine grundsätzlich vernünftige Basis zu schaffen. Vielleicht gibt es nach gut zweieinhalb ernüchternden Jahren auch wieder positive sportliche Überraschungen. Dies wäre der neuen, motivierten Führungsriege jedenfalls zu gönnen, sodass der Impuls des jüngsten Neustarts wieder in ein vielfältiges und munteres Vereinsleben mündet. "Es ist euer Verein und ihr seid nun alle gefordert, Verantwortung zu übernehmen", sagte Härtl. "Das Miteinander und der Spaß am Sport müssen wieder mehr in den Mittelpunkt rücken."

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