Gut möglich also, dass es in der Meisterschaftsendrunde der 2. Damen-Basketball-Liga Süd zum Aufeinandertreffen der beiden bestplatzierten Hauptrundenmannschaften kommt. Während der Zweite der regulären Saison bereits vorlegte und seine Serie gegen Jahn München glatt mit 2:0 für sich entschied, stehen dem Titelverteidiger allerdings noch mindestens 40 intensive Play-off-Minuten bis zum Erreichen der Finalspiele bevor.
Aus Sicht der Bambergerinnen und ihrer treuen Fangemeinde dann im Idealfall mit ähnlichem Ausgang wie in Heidelberg, wo die Gastgeberinnen von Beginn an die nach der bitteren 43:63-Auftaktniederlage angestaute Wut der DJK-Damen zu spüren bekamen. Basierend auf bissiger und konsequenter Verteidigung, erspielte sich die Mannschaft von Trainer Steffen Dauer früh eine Führung (10:2), die sie im gesamten Spielverlauf nicht ein einziges Mal aus der Hand geben sollte.
Eine kritische Phase hatten die Bambergerinnen zu überstehen, nachdem es ihnen im dritten Durchgang nicht gelungen war, das Spiel bei 14 Zählern Vorsprung (41:27) endgültig zu öffnen. In eindrucksvoller Atmosphäre im Institut für Sport und Sportwissenschaften verkürzten die "BasCats" zu Beginn des Schlussviertels auf 46:51 und stellten damit nicht nur die Nerven der mehr als 30 lautstarken DJK-Anhänger auf die Probe. Mit fünf Punkten in Serie brachen Jessica Miller und Topscorerin Monet Johnson jedoch endgültig die Gegenwehr der Heidelbergerinnen. "Wir haben mit unserer aggressiven Defensive den Grundstein gelegt, den Ball gut bewegt und uns deutlich verbessert präsentiert", verteilte Trainer Dauer ein kollektives Lob.

Zwei Verletzte


Die Freude über den Sieg und den daraus resultierenden 1:1-Ausgleich in der Serie trübte allerdings das verletzungsbedingte Ausscheiden zweier Spielerinnen. Zwei Minuten vor dem Ende musste Jessica Miller, die einmal mehr die Willensstärke des Titelverteidigers verkörperte, mit blutender Nase vom Feld. Sie war von ihrer Gegenspielerin in deren Wurfbewegung im Gesicht getroffen worden. Womöglich noch schlimmer erwischte es zuvor bereits Lisa Stößel, die sich im Positionskampf um den Rebound unglücklich das Knie verdrehte. Aufschluss über die Schwere beider Verletzungen werden erst die medizinischen Untersuchungen heute geben.
Die Entscheidung im Kampf um den Finaleinzug fällt am kommenden Samstag ab 15 Uhr in der Stauffenberg-Halle. "Wir freuen uns, dass der Heimvorteil wieder in Bamberg ist. Jetzt müssen wir den Erfolg in Heidelberg aber mit einem weiteren Sieg vergolden. Das sind die Spiele, die unsere Sportart so attraktiv machen, und wir sind natürlich heiß auf die entscheidende Partie in eigener Halle mit der Unterstützung unserer Fans im Rücken", blickt DJK-Trainer Dauer voraus.
USC Heidelberg: Flaherty (19), Benavente (17), Adrion (8), Meusel (5), Heller (4), Oehler (1), Stage (1), A. Hofmann, E. Hofmann, Koch, Veith
DJK Don Bosco Bamberg: Johnson (24), Leach (15), Miller (13), Oberpaul (5), S. Zeis (5), Gröger (3), Gut (2), Hirmke (1), Beck, Hartmann, Stößel