Laden...
Baunach
Basketball

Die Baunach Young Pikes werden in der neuen Saison wohl noch jünger

Das Baunacher Pro-A-Team blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Nach den Abgängen der Asse Thiemann und Obst läuft die Suche nach neuen Talenten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Johannes Thiemann (hinten) und Andi Obst (mit Ball) führen die U22-Rangliste der ProA mit 15,3 bzw. 11,8 Punkten im Schnitt an. Auf diese beiden Leistungsträger müssen die Baunacher in der nächsten Saison aber verzichten.Foto: sportpress
Johannes Thiemann (hinten) und Andi Obst (mit Ball) führen die U22-Rangliste der ProA mit 15,3 bzw. 11,8 Punkten im Schnitt an. Auf diese beiden Leistungsträger müssen die Baunacher in der nächsten Saison aber verzichten.Foto: sportpress
Ganz am Ende einer alles in allem erfolgreichen Saison musste das jüngste Team der 2. Basketball-Liga ProA seiner Unerfahrenheit doch noch Tribut zollen. Am letzten Hauptrundenspieltag kostete den Baunach Young Pikes die knappe 74:78-Heimniederlage gegen Paderborn die Play-off-Teilnahme. "Natürlich waren wir im ersten Moment enttäuscht, weil wir diese Chance auf dem Silbertablett serviert bekommen haben. Aber mit ein bisschen Abstand können wir stolz sein auf das, was wir erreicht haben", meint Trainer Fabian Villmeter rückblickend.


Heimstark

19,7 Jahre betrug das Durchschnittsalter der Baunacher Talentschmiede, die im Gegensatz zur Konkurrenz ganz auf den Nachwuchs setzte. Und die "jungen Wilden" zahlten das Vertrauen mit Leistung zurück. Vor allem in der Graf-Stauffenberg-Halle trumpften sie einige Male auf. Fünf der späteren acht Play-off-Teilnehmer mussten die altehrwürdige "Blaue" als Verlierer verlassen. "Die Heimstärke war unsere Versicherung", erklärt Villmeter. Der Baunacher Trainer und sein Stab wollen sich aber nicht an Siegen messen lassen. Angetreten mit dem Anspruch, junge Talente in verantwortliche Rollen zu bringen, hat der Trainer im Lauf dieser Saison "eine positive Entwicklung" gesehen. Als Beispiele nannte er Tibor Taras und Arnoldas Kulboka. "Beide haben wir im Defensivverhalten so hingekriegt, dass wir sie zum Schluss ohne Bedenken für 20 bis 25 Minuten aufs Feld schicken konnten", so Villmeter. Und als Team hätten seine Schützlinge im Januar einen Sprung nach vorne gemacht, als es endlich gelang, auch auswärts gegen Mannschaften zu gewinnen, "die mit uns auf Augenhöhe waren".

Der 35-Jährige, der zu Saisonbeginn Ivan Pavic ablöste und für das gesamte Nachwuchskonzept der Brose Baskets verantwortlich ist, hat sein erstes Jahr in Bamberg nach eigenen Angaben genossen: "Die Basketball-Euphorie, die hier herrscht, sucht ihresgleichen. Ich habe mich hier schnell sehr, sehr wohl gefühlt. Und wir haben bereits einige Prozesse angeschoben, die wir in den nächsten Jahren fortsetzen wollen." Dazu zählt auch in Zukunft, Anlauf- und Ausbildungsstelle für Basketball-Talente aus ganz Europa zu sein.


Nikolic hat Sprung geschafft

Mit dem 21 Jahre alten Slowenen Aleksej Nikolic hat bereits in dieser Saison ein Spieler der Young Pikes den Sprung in den Bundesliga-Kader der Brose Baskets geschafft. Im Sommer wird sich entscheiden, ob ihm Andi Obst folgt. Als weitere Abgänge bei den Baunachern stehen zudem bereits Johannes Thiemann, der vor einem Wechsel zu einem Bundesligisten steht, und Jordan Dumars fest. Dino Dizdarevic, Malik Müller, Tibor Taras, Matthias Fichtner, Felix Edwardsson, Nicolas Wolf, Leon Kratzer und Arnoldas Kulboka bleiben bei den Young Pikes, wobei Kratzer und Kulboka in der Vorbereitung auf die neue Saison eine Chance bei den Brose Baskets erhalten sollen. Offen ist die Zukunft von Daniel Schmidt, Moritz Sanders, Marc Kunz und Daniel Keppeler.


Noch keine Neuzugänge

Neuzugänge stehen noch keine fest. "Wir haben Kontakte, einige Kandidaten waren auch schon hier und haben sich umgeschaut. Wir wollen die Lücken wieder mit Talent auffüllen und sind weit davon entfernt, US-Profis zu holen. Es kann durchaus sein, dass unser Team noch jünger wird und wir uns zu Beginn der neuen Saison in der mittlerweile doch recht professionellen 2. Liga schwer tun. Aber das ist durchaus kalkuliert", sagt Villmeter.

Die Baunacher tragen dieses Konzept voll mit. "Wir sehen uns als Ausbildungszentrum, dafür steht ja schon das ,young' in unserem Namen. Mit einem Bundesligateam und einem ProA-Team an einem Standort haben wir mittlerweile ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland", betont Jochen Hirmke. Der langjährige Baunacher Abteilungsleiter freut sich zudem, dass die Zusammenarbeit mit den Brose Baskets "von Jahr zu Jahr besser wird. Auch für uns ist es immer ein Erfolg, wenn einer unserer Spieler im Bamberger Bundesliga-Kader auftaucht."