Strullendorf
Fussball

Der FC Strullendorf kratzt noch die Kurve

Die Strullendorfer wollen nach einer durchwachsenen Landesliga-Saison durchstarten.
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Viele Jahre beim FC Eintracht Bamberg, zuletzt bei der SpVgg Jahn Forchheim und jetzt beim FC Strullendorf: René Finnemann (unser Bild) spielt nun beim Landesligisten mit seinem Bruder Marcel zusammen und ist Co-Trainer an der Seite von Chefcoach Mario Herrmannsdörfer. Foto: sportpress
Viele Jahre beim FC Eintracht Bamberg, zuletzt bei der SpVgg Jahn Forchheim und jetzt beim FC Strullendorf: René Finnemann (unser Bild) spielt nun beim Landesligisten mit seinem Bruder Marcel zusammen und ist Co-Trainer an der Seite von Chefcoach Mario Herrmannsdörfer. Foto: sportpress
Die Saison 2012/13 in der Fußball-Landesliga Nordwest war zum Großteil nicht immer einfach für den FC Strullendorf, auch wenn am Ende der Klasenerhalt auf Rang 11 mit 41 Punkten und 46:58 Toren stand. Zu Beginn der Serie, da alle Spieler noch am Bord waren, hat das Team gezeigt, dass es im Vorderfeld der Tabelle mitspielen kann. Am elften Spieltag stand die FCS-Truppe auf Rang 3 mit 22 Zählern.

Dann jedoch ging es rapide abwärts. Die Gründe waren vorrangig personeller Natur. "In den neun folgenden Partien konnten wir lediglich noch drei Pluspunkte einfahren. Die kurzfristigen Abgänge von Mikitow und Güngör machten uns zu schaffen. Somit fehlte uns ein absoluter Top-Stürmer, wie ihn eigentlich jede Landesligamannschaft in ihren Reihen hat. Mit etwas mehr Glück hätten wir das eine oder andere Spiel gewinnen können, doch blieb leider der Torerfolg aus, so dass wir einige Partien unglücklich verloren", bickt FCS-Schriftführer Richard Rödel zurück.

Zudem habe sich Verletzungspech breitgemacht. Mit Ostritz, Schütz und Niemann fehlten in den letzten Partien vor der Winterpause drei weitere Stammkräfte. Rödel: "Dennoch versuchten wir diese Ausfälle im Rahmen unserer Möglichkeiten zu kompensieren. In der lang herbeigesehnten Winterpause versuchten wir dann personell nachzurüsten." Mit den Verpflichtungen von Keeper Mühl friedel, Pfister, Schwinn, Obike und Gann blickten die Strullendorfer zuversichtlich auf die Rückrunde. Diese Zuversicht bestätigte sich gleich im ersten Heimspiel der Frühjahrsrunde mit einem 1:0 gegen Bergrheinfeld und einem Auswärtserfolg in Frammersbach. Doch setzte sich dieser Trend nicht fort. Der Schriftführer sagt: "Wir ließen wichtige Punkte liegen wie zum Beispiel gegen den Tabellenletzten aus Oberhaid, als wir nicht über ein Unentschieden hinauskamen." Kurz danach stand dem FCS auch Keeper Horcher nicht mehr zur Verfügung. Zudem mussten die Strullendorfer auf Routinier Marco Müller und "Jungspund" Spiegel verzichten, die sich beide schwere Verletzungen zuzogen und längere Zeit ausfielen.

Es folgten drei Niederlagen am Stück, worauf die Vereinsführung den Entschluss fasste, Trainer Gerd Schimmer freizustellen. "Dies war eine unerfreuliche und zugleich schwere Entscheidung, denn er hatte ja in den letzten Jahren viel für den FCS bewirkt", so Rödel. "Sie war aber richtig, denn wir vermissten den richtigen Zug innerhalb der Truppe. Es hatte sich einfach zuviel abgeschliffen und so waren wir alle pessimistisch in Bezug auf die weiteren Begegnungen." Ein neuer Mann sollte wieder Schwung in die FCS-Truppe bringen. Trainer Mario Herrmannsdörfer holte einen Punkt zu Hause gegen die FT Schweinfurt und war mit 2:1 siegreich beim Konkurrenten Lengfeld. "Leider konnten wir diesen positven Schwung nicht für die weiteren Partien nutzen und verloren die darauffolgenden Spiele", sagt Rödel.

Besonders zu schaffen machte dem FCS die Heimpleite gegen Augsfeld. Hinzu kamen erneut Personalsorgen, sodass der neue Trainer verstärkt auf Reservespieler setzten musste. Diese brachten sich mit vollem Einsatz ein und versuchten der Mannschaft so gut es ging zu helfen. Doch blieb der Erfolg zunächst noch aus. Das Heimspiel gegen Neustadt/Aisch begann vielversprechend mit einer 1:0-Führung. Rödel hadert: "Anschließend verpassten wir die Führung weiter auszubauen. Die größte Chance war ein Foulelfmeter, den wir jedoch nicht zum 2:0 verwandelten. Stattdessen gelang Neustadt der 1:1-Ausgleich. Fortan wirkten wir sehr verunsichert, was zum 1:2 Rückstand führte. Schließlich gelang uns in Unterzahl, da Stumpf mit Rot vom Feld verwiesen worden war, doch noch das verdiente 2:2 kurz vor Schluss. Durch die verlorenen Punkte im Spiel gegen Neustadt waren für uns die beiden letzten Partien von großer Bedeutung."

Im ersten von zwei Endspielen traten die Strullendorfer beim Absteiger in Unterspiesheim an. "Vom Anpfiff an wurde der unbedingte Siegeswille der Mannschaft deutlich", freut sich Rödel. "Wir gingen nach knapp einer Minute mit 1:0 in Führung und erhöhten wenig später sogar auf 2:0. In der zweiten Hälfte konnten wir erneut nachlegen und fuhren somit einen nie gefährdeten 4:0-Sieg ein." Da alle anderen Mitkonkurrenten Punkte ließen, war der Klassenerhalt gesichert. Im letzten Heimspiel gegen Karlburg zeigte der FCS beim 2:2 nochmals eine gute Leistung. Rödel: "Besonders in punkto Einsatzwillen und mannschaftlicher Geschlossenheit zeigten wir gerade in den richtungweisenden Partien eine sehr gute Leistung, auf der aufgebaut werden kann."
Wegen der widrigen Umstände grenzt der Klassenerhalt für das FC-Urgestein Rödel "schon fast an ein Wunder". Doch die Mannschaft zeigte Moral, behielt in den entscheidenden Spielen die Nerven und konnte sich somit verdient eine weitere Saison in der Landesliga sichern. Rödel: "Wir haben die Serie analysiert. Es wird künftig einiges in Bezug auf die Zusammenstellung und Führung der Mannschaft anders laufen." Entsprechede Weichen wurden schon mit der Verpflichtung der Trainer Mario Herrmannsdörfer und René Finnemann gestellt.

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