Bamberg
2. Damen-Basketball-Liga Süd

DJK Brose dreht nach der Pause auf

Trotz schwachen Starts bezwangen die Bambergerinnen den ASC Theresianum Mainz mit 70:55.
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DJK-Trainer Ulf Schabacker gibt seinen Spielerinnen in einer Auszeit Anweisungen. Fotos: sportpress
DJK-Trainer Ulf Schabacker gibt seinen Spielerinnen in einer Auszeit Anweisungen. Fotos: sportpress
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Vier Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde in der 2. Damen-Basketball-Liga Süd haben die Damen der DJK Brose Bamberg Tatsachen geschaffen: Durch ihren 70:55 (33:26)-Heimerfolg über den ASC Theresianum Mainz lösten sie am Samstag vor 320 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle als erste Mannschaft das Play-off-Ticket und verteidigten gleichzeitig die Tabellenführung. Das entscheidende Duell im Rennen um die Pole Position wird wohl das Gipfeltreffen mit Grüner Stern Keltern in zwei Wochen.

Ein erstes Viertel wie gegen Mainz werden sich die Bambergerinnen dann nicht erlauben können, wenn sie den Kampf um die Spitzenposition und damit den Heimvorteil in den Play-offs für sich entscheiden wollen. Ein Zwischenresultat von 8:19 aus Sicht der Gastgeberinnen nach zehn Minuten war die Folge passiven Abwehrverhaltens, fehlender Intensität und eines zu sorglosen Umgangs mit dem Ball.

"Praktisch nicht anwesend"

"Es war zu sehen, dass uns die Teameinheiten in der zurückliegenden Trainingswoche ein wenig gefehlt haben, eine Entschuldigung für unseren unkonzentrierten Start ist das allerdings nicht. Zehn Ballverluste im ersten Abschnitt sind für einen Tabellenführer eine Katastrophe. Wir haben in der Verteidigung alles zugelassen und waren praktisch nicht anwesend", fand DJK-Cheftrainer Ulf Schabacker klare Worte für das Auftreten seiner Schützlinge in der Anfangsphase. Defensiv präsentierten sich Jessica Miller & Co. fortan deutlich stabiler und zwangen den Gegner zu Ballverlusten oder schwierigen Würfen, offensiv ließ sich der Knoten hingegen nur langsam lösen. So musste sich das Publikum bis 70 Sekunden vor der Pause gedulden, ehe es nach Nadjeschda Ilmbergers Treffer zum 28:26 die erste Führung der Brose-Damen bejubeln durfte.

"Richtige Antworten gefunden"

"Wir haben uns in der Kabine vorgenommen, die erste Hälfte hinter uns zu lassen, aggressiv rauszugehen und es mehr zu wollen als die Mainzerinnen. Sie haben sehr robust dagegen gehalten und unsere Aussetzer genutzt, um nicht den Anschluss zu verlieren. In den entscheidenden Situationen haben wir aber die richtigen Antworten gefunden", bilanzierte Kathrin Gut, die drei Wochen nach ihrem Wechsel aktiv auf das Parkett der Graf-Stauffenberg-Halle zurückkehrte und sechs Zähler markierte.

Zweimal kamen die Gäste aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt den Bambergerinnen im Laufe des dritten Durchgangs gefährlich nahe, doch weder das 36:34 in der 24. noch das 43:40 in der 28. Minute brachte den Ligaprimus nachhaltig aus dem Konzept. Im Gegenteil: Mara Münder sorgte mit Beginn des Schlussviertels erstmals für eine zweistellige Differenz (55:44) und führte ihr Team damit auf die Siegerstraße. Am Ende war es neben einer klaren Reboundüberlegenheit (48:28) vor allem die individuelle Qualität, die die insgesamt 24 Ballverluste auffing und der DJK Brose den 17. Saisonerfolg bescherte.

Zwei Auswärtsspiele in Folge stehen nun für die Bamberger Zweitliga-Damen auf dem Programm: Ehe es am 8. März zum Spitzenspiel bei Grüner Stern Keltern kommt, ist man am 2. März um 17.30 Uhr beim TSV Viernheim zu Gast. Das letzte Heimspiel der Hauptrunde findet dann am Samstag, 14. März, um 15 Uhr in der Graf-Stauffenberg-Halle statt. Das Duell mit den BasCats aus Heidelberg wird einen weiteren Vorgeschmack auf die Meisterrunde bieten.
DJK Brose Bamberg: Thorman (13), Sokman (13), Miller (12), Ilmberger (8), K. Gut (6), Zeis (6), Gröger (5), Lohneiß (5), Münder (2), Beck, A. Gut, Schrüfer / ASC Theresianum Mainz: Koch (15), Mortier (14), Neufurth (9), Aue (8), Jandova (6), Feil (3), Datz, Dötsch/ SR: Aydin /Aksit / Zuschauer: 320



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