Bamberg
Basketball-Euroleague

Brose Baskets vom ZSKA-Express überrollt

Die Brose Baskets erwischen bei ZSKA Moskau zwar einen tollen Start, doch als das Starensemble aufdreht, geraten die Bamberger unter die Räder und verlieren am Ende deutlich mit 70:91.
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Kein Durchkommen gab's für die Bamberger. Hier wird Leon radosevic (mit Ball) von den hervorragend verteidigenden ZSKA-Spielern (v.l.) Kyle Hines, Victor Khryapa und Nikita Kurbanov gestoppt. Foto: dpa
Kein Durchkommen gab's für die Bamberger. Hier wird Leon radosevic (mit Ball) von den hervorragend verteidigenden ZSKA-Spielern (v.l.) Kyle Hines, Victor Khryapa und Nikita Kurbanov gestoppt. Foto: dpa
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Moskau bleibt ein schlechtes Pflaster für die Brose Baskets in der Euroleague. Eine Woche nach der 61:78-Niederlage bei Khimki Moskau musste sich der deutsche Meister am Donnerstagabend im dritten Auswärtsspiel in Folge auch beim Starensemble von ZSKA deutlich mit 70:91 (34:55) geschlagen geben. Der Armeesportclub, der sich auch schon in der Vorrunde zwei Mal gegen die Brose Baskets durchgesetzt hatte, feierte dank eines überragenden zweiten Viertels (30:11) im elften Vergleich mit den Bambergern den elften Sieg. Mit zwei Erfolgen und drei Niederlagen kann sich die Zwischenbilanz der Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri aber trotzdem sehen lassen, vor allem auch deshalb, weil die Brose Baskets bisher erst ein Heimspiel ausgetragen haben. Am Sonntag (17 Uhr) geht's in der Bundesliga mit dem Frankenderby in Würzburg weiter, bevor am nächsten Donnerstag der FC Barcelona in der Brose Arena seine Visitenkarte abgibt.


Schnelle 10:0-Führung

Die Brose Baskets erwischten in der nagelneuen Arena Megasport in Moskau einen Traumstart: Brad Wanamaker, Nikos Zisis und Darius Miller schossen in den ersten drei Minuten einen 10:0-Vorsprung heraus. Mit der Einwechslung von Milos Teodosic, der nach seiner Disqualifikation vor einer Woche in Vitoria mit einer Geldstrafe davongekommen war, wendete sich aber das Blatt: Der Serbe, Corry Higgins und Superstar Nando de Colo drehten jetzt auf, wobei die Bamberger kein Mittel fanden, die Penetration der ZSKA-Aufbauspieler zu stoppen. Elias Harris hielt zwar dagegen, doch 74 Sekunden vor Ende des ersten Viertels brachte Teodosic die Gastgeber erstmals in Front (23:21).


Moskau wie im Rausch

Zu Beginn des zweiten Abschnitts sorgte Youngster Patrick Heckmann mit sechs Punkten in Folge wieder für einen 29:27-Vorsprung des deutschen Meisters. In den folgenden neun Minuten überrollte der ZSKA-Express dann aber die Bamberger. Fünf Minuten blieb der Gast ohne Punkte, Moskau zog mit einem 21:2-Lauf auf 48:31 davon. De Colo (17 Punkte in der ersten Halbzeit) und seine Mitstreiter spielten sich in einen Rausch, während den Bambergern nach dem guten Start die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand.

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"Wir haben nach dem 10:0 aufgehört zu spielen, das war schrecklich. Jetzt haben wir noch 20 Minuten Zeit, uns Respekt zu erarbeiten", betonte Andrea Trinchieri vor dem Start in die zweite Halbzeit. Doch auch nach dem Seitenwechsel agierten seine Jungs mit wenig Selbstvertrauen. Den Spielern war anzumerken, dass die zwei Reisen nach Moskau innerhalb von einer Woche viel Kraft gekostet haben. Nach 25 Minuten führte ZSKA mit 64:36, bevor die nie aufsteckenden Bamberger bis zum Viertelende noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnten (50:73).

Auch im Schlussabschnitt verwalteten die Gastgeber ihren Vorsprung, ohne sich ein Bein auszureißen. Die längst entschiedene Partie plätscherte so dahin, weil beide Mannschaften versuchten, Kräfte zu sparen. Die Stars saßen draußen und die Trainer ließen die Talente ran.

Insgesamt reichten den Moskauern neun phänomenale Minuten im zweiten Viertel, um den Klassenunterschied deutlich zu machen. Jetzt ist es an Andrea Trinchieri, seinen Jungs bis zum Frankenderby am Sonntag wieder Selbstvertrauen zu vermitteln. Vor allem den zuletzt so starken Daniel Theis und Janis Strelnieks waren die Strapazen der letzten Woche deutlich anzumerken.


Die Statistik

ZSKA Moskau - Brose Baskets 91:70
(25:23, 30:11, 18:16, 18:20)

Moskau De Colo (19 Punkte/2 Dreier), Teodosic (14/2), Freeland (10), Hines (9), Kurbanov (9/1), Higgins (8), Vorontsevich (6/2), Khryapa (5), Jackson (3/1), Nichols (3/1), Fridzon (3), Kulagin (2)
Bamberg Zisis (12/2), Wanamaker (11/1), Harris (11), Melli (10/2), Miller (7/1), Heckmann (6/1), Theis (4), Radosevic (3), Staiger (3/1), Strelnieks (3), Nikolic
SR Belosevic (Serbien),
Latisevs (Lettland), Hordov (Kroatien)
Gesamtwurfquote Moskau 56 Prozent (33 Treffer/59 Versuche), Bamberg 42 (25/59)
Dreierquote Moskau 40 Prozent (9/22), Bbg. 34 (8/23)
Freiwurfquote Moskau 76 Prozent (16/21), Bamberg 85 (12/14)
Rebounds Moskau 36 (27 defensiv/9 offensiv), Bamberg 23 (18/5)
Ballgewinne/-verluste Moskau 3/10, Bamberg 5/12
Assists Moskau 19/ Bbg . 14
Fouls Moskau 17/ Bamberg 19
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