Bamberg
Basketball-Bundesliga

Sieg in München - Brose Baskets sind bereit für die Play-offs

Die Bamberger gewinnen das Gipfeltreffen bei den Bayern trotz eines 17-Punkte-Rückstands mit 97:90 nach Verlängerung und haben Rang 1 damit sicher.
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Brad Wanamaker (mit Ball) unterstrich im Spitzenspiel mit 29 Punkten einmal mehr seine Extraklasse. Hier setzt er sich gegen Bayern-Center Deon Thompson durch. Foto: Daniel Löb
Brad Wanamaker (mit Ball) unterstrich im Spitzenspiel mit 29 Punkten einmal mehr seine Extraklasse. Hier setzt er sich gegen Bayern-Center Deon Thompson durch. Foto: Daniel Löb
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Das war erneut Werbung für den deutschen Basketball. Das Spitzenspiel zwischen München und Bamberg hielt, was es versprach - und das nicht nur 40 Minuten. Die Fans in Deutschland bekamen eine Zugabe der hochintensiven Schlacht. Nach Verlängerung gewannen die Brose Baskets mit 97:90 (41:41, 83:83) nach einem zwischenzeitlichem 17-Punkte-Rückstand im dritten Viertel.


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Damit haben sich die Bamberger den ersten Platz in der Tabelle vor den beiden Abschlussspieltagen gesichert und genießen in den in zwei Wochen beginnenden Play-offs um die deutsche Meisterschaft in allen drei Runden in einem möglichen fünften Spiel Heimvorteil. Die Münchner müssen dagegen noch um Platz 2 zittern. Verfolger Oldenburg (90:75-Sieger über Ulm) hat am letzten Spieltag, 1. Mai, die Bayern zu einem Endspiel um den zweiten Rang zu Gast.


Trinchieri: Ein lustiges Spiel

"Das war ein lustiges Spiel für die Zuschauer, mit vielen Comebacks", kommentierte Brose-Coach Andrea Trinchieri das Match. "Wir haben großen Charakter gezeigt nach dem hohen Rückstand und dem Ausgleich mit der Schlusssirene. In der Verlängerung haben wir die Partie dann kontrolliert." Ein Extra-Lob zollte der Italiener seinen beiden Energizern, Patrick Heckmann (20 Punkte) und Elias Harris. "Beide haben mit für dem Umschwung gesorgt. Patrick war zudem sehr effektiv in Angriff und Abwehr."

Trinchieris Gegenüber, Svetislav Pesic, sah einen verdienten Bamberger Sieg. "Am Ende hatten wir gegen die drei Guards des Gegners Probleme." Die 6700 Zuschauern in der ausverkauften Rudi-Sedlmayer-Halle sahen nach gutem Beginn des deutschen Meisters (4:10, 4. Min.) ein ausgeglichenes erstes Viertel (20:20).


Ständiges Auf und Ab

Das Auf und Ab ging im zweiten Abschnitt weiter. Die Bayern fanden danach in der Defensive nun mehr Zugriff auf den Brose-Angriff, der ins Stocken geriet. Eine Auszeit Trinchieris verpuffte. Drei Ballverluste später sorgte Dusko Savanovic per Dreier für das 29:20 und zwang den Italiener zu seiner zweiten Auszeit. Elf Punkte betrug der Rückstand.

Es dauerte 5:05 Minuten, bis der überragende Brad Wanamaker (29 Punkte) mit Freiwürfen für die ersten Gästezähler im zweiten Viertel sorgte. Nun trafen Patrick Heckmann und Darius Miller aus der Distanz (38:38), ehe der clevere Nikos Zisis mit drei Freiwürfen zum 41:41-Pausenstand ausglich.

Und weiter ging's - nun wieder Richtung Bayern, die aus der Distanz sehr stark trafen. Von 49:43 über 63:51 zogen Taylor, Savanovic & Co. auf 68:51 davon. Doch der Gast kämpfte sich zurück. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende brachte Alex Renfroe beim 75:70 mit einem Foul plus einem "Technischen" den Gast wieder ins Spiel. Wanamaker bestrafte dies mit fünf Punkten (3 Freiwürfe plus Halbdistanzwurf). "Man muss dem besten Spieler in einer solchen Situation kein Technisches pfeifen", kritisierte Coach Pesic.

Bamberg bog auf die Siegesstraße ein, ließ aber in den Schlusssekunden Freiwürfe liegen, sodass Maxi Kleber per Tip-in 0,6 Sekunden vor Schluss die Verlängerung erzwang.

Hier dominierte der Meister. Trotz einiger Fehler war Bamberg nun obenauf. Dafür sorgte auch Nicolo Melli, der hier dreimal Würfe der Münchner blockte. Den schnellen Fünf-Punkte-Vorsprung ließ sich das Brose-Team nicht mehr nehmen.


Die Statistik

Bayern München - Brose Baskets n. V. 90:97
(20:20, 21:21, 27:13, 15:29, 7:14)
München Savanovic ( 16 Punkte/3 Dreier), Bryant (15/1), Taylor (14/2), Djedovic (13/2), Kleber (10/1), Renfroe (7/1), Cobbs (7/1), Zipser (5/1), Thompson (3)
Bamberg Wanamaker (29/2), Heckmann (20/3), Zisis (16/2), Miller (10/2), Melli (8), Strelnieks (6), Harris (5/1), Theis (3/1), Radosevic, Staiger
SR M. Reiter, Fritz, Madinger
Zuschauer: 6700 (ausverkauft)
Gesamtwurfquote München 40 Prozent (27 Treffer/68 Versuche), Bamberg 41 (26/64)
Dreierquote München 39 Prozent (12/31), Bamberg 39 (11/28)
Freiwurfquote München 77 Prozent (24/31), Bamberg 85 (34/40)
Rebounds München 42 (33 defensiv/9 offensiv), Bamberg 39 (32/7)
Ballgewinne/-verluste München 4/11, Bamberg 4/11
Assists München 19/ Bamberg 16
Fouls München 33/ Bamberg 31

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