Bamberg
Basketball-Finalserie  

Brose Baskets in München gefordert: Die Rebounds sind der Knackpunkt

Wenn die Brose Baskets in München gewinnen und sich den Heimvorteil zurückholen wollen, dann dürfen sie den Bayern nicht so viele zweite Wurfchancen ermöglichen wie in Spiel 1.
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Trevor Mbakwe (r.), der hier John Bryant den Ball wegschnappt, war mit sieben Rebounds bester Bamberger in dieser Kategorie. In München benötigt er aber mehr Unterstützung von seinen Teamkollegen. Foto: sportpress
Trevor Mbakwe (r.), der hier John Bryant den Ball wegschnappt, war mit sieben Rebounds bester Bamberger in dieser Kategorie. In München benötigt er aber mehr Unterstützung von seinen Teamkollegen. Foto: sportpress
Gelingt den Brose Baskets die Revanche? Das erste Finalspiel um die deutsche Basketball-Meisterschaft war ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri, sich die erste Bundesliga-Heimniederlage der Saison zu leisten. Nach der 73:84-Pleite muss nun am Mittwoch (20 Uhr/Public Viewing auf dem Bamberger Maxplatz) im Münchner Audi Dome ein Sieg her, sonst ist der Traum vom siebten Titelgewinn schnell ausgeträumt. Einen 0:2-Rückstand hat in einer best-of-five-Serie in den letzten zehn Jahren noch keine deutsche Mannschaft aufgeholt.

Aber den Brose Baskets ist es in der Halbfinalserie 2013 gelungen, nach der Heimniederlage gegen die Bayern in München zurückzuschlagen, die Serie mit 3:2 für sich zu entscheiden und kurz darauf den vierten Titelgewinn in Folge zu feiern.

Das beherrschende Thema waren am Sonntag nach dem Erfolg der Bayern in der Frankenhölle die Rebounds. Mit 41:33 entschied der Meister das Duell an den Brettern für sich. 14 Offensivrebounds angelten sich u.a. Vladimir Stimac (4) und John Bryant (3) unter dem Bamberger Korb. Die fünf zusätzlichen Wurfchancen - Bamberg holte neun Offensivrebounds - besiegelten am Ende die Niederlage, denn in allen anderen statistischen Kategorien gab es keine markanten Unterschiede zwischen beiden Mannschaften.

Trinchieri nahm dabei in Sachen Rebounds vor allem auch die kleineren Spieler in die Verantwortung: "Rebounds gehören auch zum Aufgabenbereich der Guards. Man schaue sich nur an, wie viele Rebounds Bryce Taylor und Nihad Djedovic uns auf den Positionen zwei und drei weggeschnappt haben."

Kaum Punkte durch Fastbreaks

Die Probleme am defensiven Brett wirkten sich aber auch auf den Angriff der Bamberger aus. "Wir hatten uns vorgenommen, schnell zu spielen, das war auf Grund unserer Reboundprobleme aber nicht möglich. Und in der zweiten Halbzeit haben wir dann auch vorne keinen guten Team-Basketball gespielt", begründete Center Daniel Theis die Niederlage. "Wir haben nicht so verteidigt, wie wir das bisher getan haben und den Münchnern zudem viele Offensiv-Rebounds gestattet. Vielleicht waren wir auch ein bisschen nervös oder übermotiviert, weil von uns noch nicht so viele eine Finalserie gespielt haben. Außerdem haben wir auch unsere freien Würfe nicht getroffen", analysierte Karsten Tadda und betonte im gleichen Atemzug: "Jetzt gilt es, die Fehler abzustellen, in München zu gewinnen und den Heimvorteil zurückzuholen."

Die 300 Fans aus Freak City, die die Mannschaft heute begleiten, werden alles geben, um "ihre Jungs" anzutreiben. Damit sie im Audi Dome feiern dürfen, bedarf es aber einer deutlichen Steigerung des gesamten Bamberger Teams.

Die Finalserie im Überblick

FC Bayern München - Brose Baskets Bamberg 1:0
(Mittwoch, 20 Uhr, Audi Dome)

Die nächsten Spiele Sonntag, 14. Juni, 19 Uhr: Bamberg - München - falls erforderlich: Mittwoch, 17. Juni, 20 Uhr: München - Bamberg; Sonntag, 21. Juni, 15 Uhr: Bamberg - München)

Übertragungen telekombasketball.de zeigt alle Spiele live/Spiel 3 und 4 sind auch im Fernsehen bei Sport1 zu sehen

Die bisherigen Saisonspiele Bundesliga: Brose Baskets - Bayern München 80:63, Bayern München - Brose Baskets 96:90
Eurocup-Zwischenrunde: Bayern München - Brose Baskets 87:63, Brose Baskets - Bayern München 52:90
Finalserie - Spiel 1: Brose Baskets - Bayern München 73:84
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