Bamberg
Basketball-Bundesliga

Brose Baskets gegen den FC Bayern: Weichenstellung im Süd-Gipfel

Die Brose Baskets müssen beim FC Bayern gewinnen, wenn sie den an Alba Berlin verlorenen ersten Platz zurückerobern wollen.
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Mit John Bryant (l./2,11 Meter und 127 Kilo) und Trevor Mbakwe (2,07 Meter und 111 Kilo) treffen zwei völlig unterschiedliche Center-Typen aufeinander. Auch von diesem Duell wird heute viel abhängen. Foto: sportpress
Mit John Bryant (l./2,11 Meter und 127 Kilo) und Trevor Mbakwe (2,07 Meter und 111 Kilo) treffen zwei völlig unterschiedliche Center-Typen aufeinander. Auch von diesem Duell wird heute viel abhängen. Foto: sportpress
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Wie haben die Brose Baskets die 70:72-Pleite im Pokalfinale in Oldenburg verdaut? Die Antwort auf diese Frage gibt es am heutigen Freitag (20 Uhr) im ausverkauften Audi Dome, wenn der Bundesliga-Zweite beim Tabellendritten Bayern München zu einem Schlüsselspiel im Rennen um die Vorderplätze der Basketball-Bundesliga antritt. "Dieses Spiel kommt für uns zu einem sehr heiklen Zeitpunkt, der mit keinem anderen in dieser Saison zu vergleichen ist. Wir müssen jetzt unsere Stärken, unsere mentale Energie bündeln. München ist ein großes Team, der amtierende Meister. Es wird mehr als schwer", blickt Bambergs Cheftrainer Andrea Trinchieri voraus.
Wenn die Brose Baskets, die die Tabellenführung am Mittwochabend an Alba Berlin (78:74-Sieg gegen Hagen) verloren, den Platz an der Sonne zurückerobern wollen, müssen sie heute in München gewinnen. Gelingt Brad Wanamaker und Co. ein Husarenstreich, läuft im Rennen um Platz 1 nach der Hauptrunde, der in allen Play-off-Runden Heimrecht in einem entscheidenden fünften Spiel beschert, alles auf einen Zweikampf zwischen Bamberg und Berlin hinaus. Die Bayern würden dann aller Voraussicht nach nur als Dritter in die Play-offs gehen.
"Bamberg hat sehr viel Athletik, wir erwarten ein echtes Spitzenspiel. Das Ziel ist es, gegen Bamberg zu gewinnen. Generell wollen wir jetzt vor den Play-offs unser Spiel, unsere physische Verfassung und das Zusammenspiel in der Defensive verbessern", betont Münchens Coach Svetislav Pesic vor dem Süd-Gipfel. Der schwere Prüfstein Bamberg komme da gerade recht: "Dann siehst du, wo du vor den Play-offs stehst."
Anton Gavel, Bambergs verlorener Sohn, der jetzt für die Bayern auf Korbjagd geht, fügt an: "Wenn wir vielleicht noch einen Schritt nach vorne machen wollen, ist das ein Schlüsselspiel. Allerdings sind alle fünf Partien wichtig, wenn wir uns in der Tabelle noch verbessern wollen."

Restprogramm hat es in sich

Die drei Topteams der Liga haben vor dem Play-off-Start am 9. Mai noch ein knallhartes Restprogramm (siehe Kasten), das über die endgültige Platzierung entscheiden wird. Das Hinspiel am 4. Januar gewannen die Bamberger mit 80:63 gegen die Bayern, kassierten aber in der Eurocup-Zwischenrunde zwei herbe Schlappen (52:90 daheim, 63:87 auswärts) gegen die Münchner.
"München und wir stehen an gegensätzlichen Polen. Deshalb wird grundlegend sein, was für ein Spiel es wird. Spielen wir unseres, gewinnen wir, können sie ihres durchziehen, gewinnen sie. Die Münchner gewinnen Spiele aus ihrer Verteidigung heraus, den daraus resultierenden Schnellangriffen und Eins-gegen-Eins-Situationen. Da müssen wir dagegen halten und schnelle und gute Entscheidungen in der Verteidigung und im Angriff treffen", fordert Trinchieri. Die Bamberger gestatten ihren Kontrahenten lediglich 68,2 Punkte im Schnitt und sind gegen den gefährlichsten Angriff der Liga (91,4 Punkte) voll gefordert. Nur mit einer aggressiven Verteidigung und guter Ballbewegung im Angriff ist im Audi-Dome etwas zu holen.
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