Bamberg
Basketball-Play-offs

Brose Baskets-Coach Trinchieri warnt: Es wird hart für Bamberg

Die Brose Baskets stellen sich auf eine intensive Viertelfinalserie gegen die MHP Riesen Ludwigsburg ein. Zum Auftakt haben die Bamberger Heimvorteil.
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Mit allem, was sie haben, werden sich die Ludwigsburger den Bambergern in den Weg stellen. Hier versuchen Adam Waleskowski (M.) und Jon Brockman (r.) Brose-Center Trevor Mbakwe am Korberfolg zu hindern.  Foto: sportpress
Mit allem, was sie haben, werden sich die Ludwigsburger den Bambergern in den Weg stellen. Hier versuchen Adam Waleskowski (M.) und Jon Brockman (r.) Brose-Center Trevor Mbakwe am Korberfolg zu hindern. Foto: sportpress
Bei seinen Teamkollegen ist Karsten Tadda in diesen Tagen ein begehrter Gesprächspartner. Als vierfacher deutscher Meister hat der Gundelsheimer schon so manch heiße Play-off-Schlacht in der "Frankenhölle" geschlagen. Dagegen betreten Brad Wanamaker, Janis Strelnieks, Ryan Thompson und Co. Neuland, wenn sie am Samstag im Trikot der Brose Baskets das Auftaktspiel der entscheidenden Saisonphase in der Basketball-Bundesliga bestreiten. "Viele wollen wissen, was in Bamberg in den Play-offs passiert", erzählt der Co-Kapitän. Und er sagt ihnen dann, dass sich "Freak City" verwandelt. Dass die Fans alle in roter Kleidung zu den Heimspielen kommen, und dass es in der Brose-Arena noch lauter ist als sonst. So dürfte es am Samstag sein, wenn die Brose Baskets um 14.45 Uhr - im Liveticker bei infranken.de - das erste Spiel der Viertelfinal-Serie gegen die MHP Riesen Ludwigsburg bestreiten.

Trotz des Triumphs in Berlin, der ihnen Platz 1 nach Ende der Hauptrunde und damit die bestmögliche Ausgangssituation mit Heimrecht in allen drei Play-off-Runden beschert hatte, sehen sich die Bamberger nicht als Favorit auf die Meisterschaft. "Wir sind nur die Jäger. Bayern München hat den Titel", sagt Tadda.

An der Grenze des Erlaubten

Noch deutlicher wird Andrea Trinchieri. Der Coach der Brose Baskets hat den Fokus ausschließlich auf den Play-off-Auftakt gerichtet, denn: "Jedesmal, wenn wir schon an den nächsten Schritt gedacht haben, haben wir versagt. " Vor den unorthodoxen Ludwigsburgern hat der Italiener gehörigen Respekt. Schon im Hinspiel beim knappen 65:59-Heimerfolg hatten die Bamberger ihre liebe Mühe, das Rückspiel verloren sie Ende März mit 73:83, weil sie sich von der Gangart des Gegners den Schneid abkaufen ließen. "Ludwigsburg spielt immer an der Grenze des Erlaubten. Es wird hart ", meint Trinchieri.

Aufschwung in der Rückrunde

Die Schwaben haben sich nach einer schwachen Vorrunde, in der sie zeitweise bis auf Platz 16 abgerutscht sind, gewaltig gesteigert und am letzten Spieltag mit dem 85:81-Sieg in Göttingen noch das Play-off-Ticket gesichert. Großen Anteil am Aufschwung in der Rückrunde haben die beiden Nachverpflichtungen D.J. Kennedy und Jon Brockman. Flügelspieler Kennedy ist mit 18 Punkten im Schnitt bester Korbschütze der Bundesliga, Center Brockman (12,2 Punkte/9,6 Rebounds) angelt sich die meisten Abpraller. Geführt wird das Team vom ebenfalls korbgefährlichen Kerron Johnson (14,4). Trainer John Patrick sieht dem Duell gegen die Brose Baskets zuversichtlich entgegen: "Der Druck liegt bei Bamberg. Wir haben nichts zu verlieren." Centerhüne Brockman freut sich bereits auf "eine echte Schlacht gegen Bamberg".

Auf dem Weg zum ersten Sieg in der Viertelfinalserie nach dem Modus "best of five" setzt Brose-Coach Trinchieri auch auf die "Rote Wand". "Unsere Fans haben mehr Play-off-Erfahrung als meine Spieler und ich. Das gibt ihnen die Chance, uns mit ihrer Leidenschaft zu führen. Und davon brauchen wir eine ganze Menge", meint der Italiener. Schließlich geht es auch darum, die makellose Bilanz in der Brose Arena zu wahren. Die erste Heimniederlage ausgerechnet zum Play-off-Start zu kassieren, könnte böse Folgen haben.

Ob Josh Duncan nach seiner im Derby gegen Bayreuth erlittenen Schulterprellung ins Team zurückkehrt, ließ Trinchieri offen. Der US-Amerikaner trainierte in dieser Woche zwar schon wieder, aber noch ohne Körperkontakt. Über einen möglichen Einsatz soll erst am Spieltag entschieden werden.

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