Bamberg

Brose Bamberg hofft auf den zweiten Heimsieg

Das Brose-Team erwartet am Donnerstag den italienischen Meister Armani Mailand, der mit Rakim Sanders nach Bamberg kommt.
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Findet Andrea Trinchieri den Schlüssel zum Erfolg gegen die Mannschaft aus seiner Heimatstadt Mailand?  Foto: dpa
Findet Andrea Trinchieri den Schlüssel zum Erfolg gegen die Mannschaft aus seiner Heimatstadt Mailand? Foto: dpa
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Die Verteidigung spielt wohl eine Schlüsselrolle, wenn sich am Donnerstag (20 Uhr) der deutsche und der italienische Meister in der Brose Arena am fünften Euroleague-Spieltag gegenüberstehen. EA7 Emporio Armani Mailand stellt mit 87,8 Punkten in der europäischen Königsklasse den drittbesten Angriff und erzielt im Schnitt fast zehn Punkte mehr als die Bamberger.
Allerdings sieht der Vergleich auf der anderen Seite des Spielfelds ganz anders aus: Das Brose-Team erlaubte den vier Kontrahenten im Schnitt "nur" 78,8 Zähler, während die Italiener 92,3 Punkte pro Partie zuließen und zuletzt bei der Heimniederlage gegen Real Madrid (90:101) sogar einen "Hunderter" kassierten.
"Wir müssen uns genau an unser Konzept halten und dabei speziell an die defensiven Details", fordert deshalb Mailands Trainerfuchs Jasmin Repesa.
Der 55-jährige Kroate weiß nämlich genau, dass sein Team, in Bamberg nur bestehen kann, wenn es in der Verteidigung besser arbeitet.
Nach den beiden knappen Erfolgen gegen Maccabi Tel Aviv (99:97) und bei Darussafaka Istanbul (81:80) mussten sich die Jungs aus der norditalienischen Metropole am ersten Doppelspieltag in der vergangenen Woche sowohl bei Olympiakos Piräus (81:91) als auch gegen Real deutlich geschlagen geben.
Brose Bamberg hat zwar erst einen Sieg gegen Kasan auf dem Konto, verlor jedoch dreimal außerordentlich knapp. Zusammengenommen nur sechs Punkte trennten die Bamberger von Erfolgen gegen Panathinaikos Athen sowie bei Fenerbahce Istanbul und in Barcelona.
"Wir haben zuletzt gegen zwei Final-Four-Kandidaten knapp verloren und können ruhig bleiben, denn es ist erst November. Es kommen noch 26 Spiele, da kann viel passieren. Was wir nötig haben, ist Zeit zum Trainieren - aber die gibt es nicht. Das Wichtigste ist, dass wir solide auftreten und mental auf der Höhe sind", zog Bambergs Trainer Andrea Trinchieri Bilanz nach einer Horror-Woche mit vier Spielen in acht Tagen.


"Ärger in Intensität ummünzen"

"Wir müssen am Donnerstag mit viel Energie und hohem Tempo spielen. Wichtig wird sein, den Ärger über die knappen Niederlagen in noch mehr Intensität umzumünzen. Das ist der einzige Weg. Wir müssen aus diesen Lektionen lernen und uns auf die nächsten Aufgaben fokussieren", ist Trinchieri auch als Psychologe gefordert.
Um den Ansprüchen gerecht zu werden, wäre gerade in eigener Halle ein Sieg sehr hilfreich. Doch der Italiener warnt: "Das Spiel gegen Mailand wird sehr schwer. Wir spielen gegen eine exzellente, große Mannschaft. Wir müssen uns auf uns konzentrierten und versuchen, das Maximale herauszuholen."
Topwerfer der Italiener ist Ricky Hickman (12,8 Punkte). Mit Maccabi Tel Aviv sicherte er sich 2014 den Euroleague-Titel. Milan Macvan (12), Krunoslav Simon (11) und der Ex-Bamberger Rakim Sanders (10) punkten im Schnitt zweistellig. Toprebounder ist der frühere Berliner Jamel McLean (5).
"Wir müssen besser rebounden und über 40 Minuten, nicht nur über 37, voll dagegenhalten", fordert Trinchieri. Er blickt dabei auf die Partie vor einer Woche gegen Panathinaikos zurück, in der sein Team in den letzten drei Minuten einen Zehn-Punkte-Vorsprung herschenkte.
An seine Heimatstadt verschwendet er keine Gedanken: "Mailand ist die Vergangenheit. Ich lebe hier in der Gegenwart, und ich hoffe, das bleibt auch in der Zukunft so."
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