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Fanfahrt

Brose Bamberg Fans nach Pokalsieg: Sonderzug wird zum Triumphzug

350 Bamberger Fans fahren auf der Schiene nach Berlin und wieder zurück. Im Partywaggon wird kräftig gefeiert.
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Nach fünf Jahren hatten die Bamberger Fans bei einem Top-Four-Turnier wieder einmal Grund zum Jubeln. Foto: Daniel Löb
Nach fünf Jahren hatten die Bamberger Fans bei einem Top-Four-Turnier wieder einmal Grund zum Jubeln. Foto: Daniel Löb
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Restlos begeistert waren 350 der insgesamt 700 Bamberger Fans am Pokal-Wochenende schon vor dem Finalsieg. "Das war alles ganz hervorragend organisiert. Besser kann man es nicht machen", sagte Rudi Güthlein vom Fanclub Faszination Bamberg. Anstatt wie üblich mit Bussen den Weg in die Hauptstadt anzutreten, fuhr am Samstag ein Sonderzug die Brose-Anhänger nach Berlin. Und als Triumph-Zug machte er sich am Sonntag um 18.56 Uhr vom Ostbahnhof aus zurück auf den Weg nach Oberfranken.

Vor dem Endspiel gegen die Bayern machte das Gerücht die Runde, die Bamberger Mannschaft würde im Falle eines Finaltriumphes die Heimfahrt zusammen mit den Fans im Zug antreten. Dies bewahrheitete sich zwar nicht, aber den Fans war das am Ende herzlich egal. "Hauptsache, wir haben das Ding", meinte Güthlein. Zu diesem Zeitpunkt war noch geplant, das "Ding", die Pokaltrophäe, im Teambus mit zurück nach Bamberg zu bringen.

Am Samstagfrüh hatte sich der 350-köpfige Reisetross um 7.52 Uhr im Zug eines privaten Anbieters am Bamberger Bahnhof in Bewegung gesetzt. Auf der fünfstündigen Fahrt nach Berlin nahm das etwas altertümlich anmutende Gefährt nicht die kürzeste Route. Hinter Leipzig ging es auf teils eingleisiger Strecke in Richtung Hauptstadt, der sich die Fans mit Blick auf die Baustelle des geplanten neuen Flughafens von Osten her näherten.


Krapfen mit Basketball-Dekor

Nicht alle hatten ein Auge für die Streckenumgebung. Im verdunkelten Partywaggon in der Mitte des Zuges ging bei Discobeleuchtung und Unterhaltungsmusik schon am Vormittag die Post ab. Für flüssige Nahrung war reichlich gesorgt. Dosenbier und antialkoholische Getränke standen palettenweise bereit. Weiter hinten ließen es die "älteren Semester" in ihren Abteilen etwas ruhiger angehen. Dank eines Sponsors gab es Faschingskrapfen in der Dreierbox - mit dem Vereinslogo von Brose Bamberg oder mit Basketball-Dekor verziert.

Busse sorgten nach der Ankunft in Berlin für den Transfer der Bamberger Fans zwischen Ostbahnhof, der rund sechs Kilometer entfernten Hotelunterkunft im Bezirk Neukölln und der Arena. Dort waren auch Container angemietet, in denen die Brose-Anhänger am Finaltag bis zur Heimfahrt am Sonntagabend ihr Gepäck deponieren konnten. Kurz vor der Abfahrt des Zuges brachte Thorsten Vogt, Pressesprecher von Brose Bamberg, noch ein weiteres Gepäckstück an Bord: Das "Ding" fuhr dann doch im "Triumphzug" mit nach Bamberg.
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