Baunach
2. Basketball-Liga ProA

Baunacher zeigen die richtige Reaktion

Die Young Pikes rehabilitieren sich mit dem 77:73-Erfolg gegen Hamburg.
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Leon Kratzer, der sich hier gegen die Hamburger Stefan Schmidt (l.) und Helge Baues (r.) durchsetzt, legte mit elf Punkten und elf Rebounds ein "double-double" auf.  Fotos: sportpress/Kilian Schmitt
Leon Kratzer, der sich hier gegen die Hamburger Stefan Schmidt (l.) und Helge Baues (r.) durchsetzt, legte mit elf Punkten und elf Rebounds ein "double-double" auf. Fotos: sportpress/Kilian Schmitt
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Die Wiedergutmachung ist geglückt. Eine Woche nach der deftigen 67:91-Abfuhr in Essen zeigten die ProA-Basketballer der Baunach Young Pikes am Samstag im Heimspiel gegen die Hamburg Towers ein ganz anderes Gesicht. Die Mannschaft von Trainer Fabian Villmeter setzte sich nach hartem Kampf mit 77:73 (33:33) durch und feierte den sechsten Saisonsieg.

"Wir haben unsere Lektion gelernt. Wir haben in dieser Woche sehr intensiv gearbeitet. Das Resultat hat man heute gesehen", freute sich Villmeter darüber, dass sich seine Spieler nicht noch einmal als Memmen, sondern als Männer präsentierten. Der Coach forderte aber auch: "Wir müssen jetzt genauso weiterarbeiten."


Vorteile unter den Körben

Auch wenn beileibe nicht alles rund lief, boten die Gastgeber gegen die in den vergangenen Wochen überzeugenden Hanseaten eine über weite Strecken gute Leistung. Klare Vorteile hatten sie unter den Körben, wo Johannes Thiemann (12 Punkte/7 Rebounds) und Leon Kratzer (11/11) gegen die bundesliga-erfahrenen Stefan Schmidt (5/4) und Michael Wenzl (0/1) dominierten. Zudem waren sie an der Drei-Punkte-Linie treffsicher und verschafften sich in der Partie, in der sie fast ständig führten, mit ihren Distanzwürfen immer wieder Luft. Die sehr gute Dreierquote von 64 Prozent übertraf sogar die der Freiwürfe (59 Prozent). Hier wackelte das Händchen insbesondere im letzten Viertel doch einige Male bedenklich (nur sechs Treffer bei 16 Versuchen), sodass die Gäste sich in der Schlussphase noch einmal herankämpfen konnten. Erst als Daniel Schmidt die Nerven behielt und zwei Sekunden vor der Schlusssirene zwei Freiwürfe versenkte, war der verdiente Erfolg unter Dach und Fach.

Dabei hätten die Baunacher in diesem Spiel schon viel früher für die Entscheidung sorgen können. Gelegenheit, sich abzusetzen, bestand beim 31:23 im zweiten und 60:47 im dritten Viertel. Doch mit insgesamt 22 Ballverlusten machten sie sich das Leben unnötig schwer.


Starkes drittes Viertel

Ihre beste Phase hatte die Heimmannschaft im dritten Spielabschnitt. Jordan Dumars sorgte mit zwei Dreiern für einen guten Start nach der Pause, und Moritz Sanders machte mit sieben Punkten, bei denen er ohne Fehlwurf blieb, auf sich aufmerksam.

Baunach Young Pikes:Obst (13 Punkte/1 Dreier), Thiemann (12), Kratzer (11), Schmidt (11/1), Nikolic (11/2), Dumars (7/2), Sanders (7/1), Müller (4), Kulboka (1), Dizdarevic / Hamburg Towers: Kone (17/2), Roberson (14/2), Williams (12/1), Canty (11/3), Kittmann (8), Schmidt (5), Baues (4), Warech (2), Wenzl / Zuschauer: 750


NBA-Legende Joe Dumars zu Gast

NBA-Nostalgie in der altehrwürdigen "Blauen" am Samstagabend: Mit Joe Dumars war eine lebende Legende des Basketballsports in der Graf-Stauffenberg-Halle zu Gast. Der 52-Jährige, der 1989 und 1990 zweimal NBA-Champion mit den Detroit Pistons wurde und als Vereinspräsident Detroits Meisterteam des Jahres 2004 zusammenstellte, saß in der ersten Reihe und verfolgte aufmerksam das Baunacher Heimspiel gegen die Hamburg Towers. Denn im Team der Young Pikes steht sein Sohn Jordan (24).

Haben Sie Ihren Sohn heute zum ersten Mal im Baunacher Trikot spielen sehen?
Joe Dumars: Ja, und ich freue mich, dass sie gewonnen haben.
War der Sieg Ihrer Meinung nach verdient?
Ich war sehr beeindruckt von der Mannschaft. Der Trainer hat einen exzellenten Job gemacht. Wenn du als Mannschaft das ganze Spiel lang so hart kämpfst wie die Baunacher, dann ist der Sieg verdient. Sie spielen sehr guten Teambasketball und bewegen den Ball gut. Es ist schön, dass mein Sohn ein Teil dieses Teams sein darf. Das wird ihm helfen, sich weiter zu verbessern.
Wie langen bleiben Sie in Bamberg?
Einen Monat. Das Weihnachtsfest werde ich hier zusammen mit meinem Sohn verbringen. Für einen Monat bin ich ein Bamberger Bürger.

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