Bastian Schorr ging in seinen beiden Paradedisziplinen Freistil und Schmetterling an den Start. Auf der 200 m-Distanz war er jeweils am stärksten. Über die 200 m Kraul schwamm er mit Bestzeit ins Juniorenfinale und steigerte sich hier nochmals, so dass er in 1:53,92 Min. die 1:54er-Marke knackte und auf Platz 11 schwamm. Für die große Überraschung sorgte er über die 200 m Schmetterling. Mit einem um 2,00 Sekunden verbesserten persönlichen Rekord kam er ins Finale. Dort bewies er Mut und Willenskraft und schmetterte in für SGB-Verhältnisse sagenhaften 2:04,02 Min. zur Bronzemedaille der Junioren und zudem noch zu einem neuen Vereinsrekord.
Christoph Meyer (92) meisterte sein Mammutprogramm, mit 400 m Freistil, 200 m Schmetterling, 800 m und 1500 m Freistil, bravourös. Vier Bestzeiten bei vier Starts sind seine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Auf den 800 m Freistil durchbrach er mit einer Steigerung von gut 26 Sekunden die Neun-Minuten-Grenze und schlug nach 8:46,02 Min. an. Am letzen Tag der Meisterschaften gelang ihm über die 1500 m Freistil noch ein Husarenstück. In einem klug eingeteilten Rennen ließ er seine Gegner in seinem Lauf nach und nach hinter sich. Den letzten Widersacher, mit dem er sich lange duellierte, besiegte er noch auf den letzten 50 m. Bärenstarke letzte 100 und 400 m - schneller sogar als bei den 800 m - waren das Ergebnis. Die Endzeit von 16:43,85 Min. ist gut 37 Sekunden schneller als seine vorherige Bestzeit. Über die 800 und 1500 m Freistil war er Deutschlands Zehntschnellster Junior.
Die Hoffnungen des Bamberger Brustschwimmers Leo Endres (93) erfüllten sich nicht ganz. Dennoch ist sein Ergebnis mit zwei Bestzeiten bei drei geschwommenen Strecken und einer Endlaufteilnahme nicht das Schlechteste. Zwei Zehntelsekunden knabberte er an seiner 200 m-Bestzeit und wurde damit Neunter. Um gut drei Zehntel verbesserte er seine 100 m-Zeit auf 1:05,07 Min. und wurde nach einem nicht ganz optimalen Finalrennen Zwölfter. Am letzten Tag in Berlin qualifizierte er sich in 29,64 Sek. über die 50 m Brust als Schnellster für das Junioren-Finale, in dem er Neunter wurde. Das offene Finale verfehlte er mit nur fünf Hundertsteln Rückstand knapp.
Gregor Spörlein (95) bewies seine Stärke trotz einer einwöchigen Trainingsunterbrechung in der Vorbereitung wegen einer Studienfahrt. Er startete auf allen Freistilstrecken bis zu den 400 m und noch auf den 50 m Schmetterling. Über 100, 200 und 400 m Freistil konnte er seine Bestzeiten bestätigen. Mit 24,49 Sek. unterbot er seine alte Bestzeit auf den 50 m Freistil knapp und wurde Zwölfter in seinem Jahrgang. Am letzten Tag zeigte er auf seiner Nebenstrecke, den 50 m Schmetterling, nochmals eine tolle Leistung und schwamm in 26,83 Sek. zu einer neuen Bestzeit.
Jan Düerkop (92) ging in seiner knapp bemessenen Freizeit zwischen den Abiturprüfungen über die 200 und 100 m Rücken sowie die 200 m Lagen an den Start. Er blieb nur minimal hinter seinen Bestzeiten zurück und erreichte über die 200 m Rücken in 2:13,63 Min. den 13. und über die 100 m Rücken in 1:00,13 den 14. Platz unter den Junioren. Auf den 200 m qualifizierte er sich sogar fürs Finale.
Für Isabel Linß (97) und Svenja Schorr (97) standen die 1500 m Freistil auf dem Plan. Linß stellte in 19:32,94 Min. einen neuen persönlichen Rekord auf. Svenja Schorr hatte Pech: Sie verlor Badekappe, Haargummi und Schwimmbrille. Sie bewies Charakter und beendete ihr Rennen, was ihr viel Applaus einbrachte. Katrin Krauß (97) kam auf den 1500 m und den 800 m Freistil nicht ganz an ihre Bestzeiten heran, wurde jedoch in 19:08,04 Min. (1500) 15. und in 9:54,17 (800) Min. 17. ihres Jahrgangs. Daniela Jeong (94) absolvierte in Berlin ein sehr gutes 200 m-Rücken-Rennen.
Nun stehen vom 24. bis 27. Mai vor der Sommerpause in Magdeburg noch die deutschen Jahrgangsmeisterschaften für Bambergs Nachwuchstalente Sofie Ehrlicher (2000), Corina Schwandner (00), Maria Wirth (99), Thomas Stuber (98) und Dennis Getmanenko (98) an. Betreut von Michael Schorr, wollen die Fünf in die Fußstapfen der "Großen" treten. Betreut wurden die Junioren in Berlin von Headcoach Manfred Höglauer und Physiotherapeut Dirk Cuno.