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Basketball-Bundesliga

Nervenstark: Brose Bamberg siegt gegen Oldenburg

Brose Bamberg muss hart kämpfen, um die starken Oldenburger knapp mit 83:77 zu bezwingen. Am Mittwoch ist gegen Panathinaikos Athen eine Steigerung nötig.
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Elias Harris (mit Ball) war Bambergs Topwerfer. Nur einen Fehlwurf leistete sich der Kapitän bei seinen 15 Punkten. Hier setzt er sich gegen Rickey Paulding (l.) und Dirk Mädrich durch. Foto: Daniel Löb
Elias Harris (mit Ball) war Bambergs Topwerfer. Nur einen Fehlwurf leistete sich der Kapitän bei seinen 15 Punkten. Hier setzt er sich gegen Rickey Paulding (l.) und Dirk Mädrich durch. Foto: Daniel Löb
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Am 17. April haben die Brose-Basketballer ihr letztes Bundesliga-Spiel verloren - mit 97:102 in Oldenburg. Und die EWE Baskets wären am Sonntagnachmittag beinahe erneut zum Stolperstein für den deutschen Meister geworden. Nikos Zisis, Janis Strelnieks, Darius Miller, Nicolo Melli und Daniel Theis schafften es am Ende dann aber doch, den siebten Sieg in Folge über die Ziellinie zu retten und mit dem 83:77 (42:36) den Saison-übergreifend 20. Erfolg in Serie einzufahren.



"Wenn wir so weitermachen, droht uns eine Niederlage - egal gegen welchen Gegner", betonte Bambergs Cheftrainer Andrea Trinchieri, den vor allem ärgerte, dass es seinen Jungs nach einer zweistelligen Führung (70:59) im Schlussviertel nicht gelungen war, den Sack zuzumachen. "Unsere Verteidigung in der zweiten Halbzeit war einfach schwach." Rickey Paulding, der in der ersten Halbzeit ohne Punkte geblieben war, drehte nach der Pause auf und sorgte mit 17 Zählern zusammen mit dem starken Chris Kramer (17) dafür, dass die EWE Baskets immer wieder zurückkamen und 70 Sekunden vor dem Ende bei einem Drei-Punkte-Rückstand (77:80) drauf und dran waren, das Blatt endgültig zu wenden. Der Paulding-Dreier verfehlte aber sein Ziel.

Das war es aber dennoch noch nicht für den deutschen Meister, denn 4,8 Sekunden vor dem Ende hatten die Norddeutschen eine letzte Chance, schafften es aber nicht, innerhalb der vorgeschriebenen fünf Sekunden den Ball einzuwerfen. Ein Foul an Darius Miller und ein "Technisches" gegen Paulding bescherten den Hausherren drei Freiwürfe, die der Bamberger US-Amerikaner allesamt verwandelte und den Sieg sicherte.

Während Trinchieri anmerkte, dass es seiner Mannschaft derzeit schwer falle, alle zwei Tage eine gute Leistung abzuliefern, war sein Gegenüber Mladen Drijencic trotz der Niederlage sehr zufrieden mit seinen Jungs: "Die Tatsache, dass ich hier sitze, während Andrea Trinchieri noch mit seinem Team in der Kabine redet, zeigt, dass wir den Bambergern Probleme bereitet haben. Das Ergebnis ist für uns hoch einzuschätzen. Wir haben zwei Viertel gewonnen, nehmen also einen Punkt mit", präsentierte Drijencic eine Rechnung, die zwar so nicht aufgeht, ihn aber für die folgenden zwei Heimspiele hoffen lässt.


Theis: wichtige Stopps am Ende

"Oldenburg ist eine gute Mannschaft, das wussten wir. Wir haben in der ersten Halbzeit gut verteidigt, in der zweiten etwas nachgelassen. Am Ende haben wir dann aber die ein, zwei Stopps gekriegt, die wichtig waren. Und in der Offensive ist es uns gelungen, freie Würfe zu kreieren", zog Bambergs Center Daniel Theis Bilanz.

Jetzt gilt es , schnell die Akkus aufzuladen, denn mit Panathinaikos Athen kommt am Mittwoch (20 Uhr) ein Euroleague-Schwergewicht in die Brose Arena - und zwei Tage später ist der Meister in Barcelona gefordert.


Die Statistik

Brose Bamberg - EWE Baskets Oldenburg 83:77
(23:13, 19:23, 26:20, 15:21)
Bamberg Harris (15 Punkte), Melli (12/1 Dreier), Causeur (9/1), Theis (9/1), Zisis (9/1), Miller (8/1), Strelnieks (7/1), Veremeenko (6), Heckmann (5), Staiger (3/1), Lo
Oldenburg C. Kramer (17/1), Paulding (17/1), Qvale (11), Schwethelm (11/3), D. Kramer (9/1), Massenet (6/2), de Zeeuw (4/1), Lockhart (2), Wimberg, Mädrich
SR Lottermoser, Kovacevic, J. Reiter
Zuschauer 6580 ausverkauft
Gesamtwurfquote Bamberg 48 Prozent (26 Treffer/54 Versuche), Oldenburg 52 (27/52)
Dreierquote Bamberg 44 Prozent (7/16), Oldenburg 36 (9/25)
Freiwurfquote Bamberg 92 Prozent (24/26), Oldenburg 82 (14/17)
Rebounds Bamberg 37 (22 defensiv/ 15 offensiv), Oldenburg 17 (13/4)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 3/15, Oldenburg 8/9
Assists Bamberg 24/ Oldenburg 20
Fouls Bamberg 20/ Oldenburg 27

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