Bamberg
Nach rechtem Terror

Spontane Mahnwache in Bamberg zum Gedenken der Opfer von Halle

Am Donnerstagabend haben sich knapp 200 Menschen am Gabelmann zu einer spontanen Mahnwache für die Opfer des Anschlags in Halle getroffen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Am Donnerstag fand eine spontane Mahnwache in Bamberg für die Opfer rechten Terrors statt. UNter den Rednern war auch Martin Arie Rudolph von der Israelitischen Kultusgemeinde. Foto: Sebastian Martin
Am Donnerstag fand eine spontane Mahnwache in Bamberg für die Opfer rechten Terrors statt. UNter den Rednern war auch Martin Arie Rudolph von der Israelitischen Kultusgemeinde. Foto: Sebastian Martin

Der Donnerstagabend stand in Bamberg im Zeichen der Solidarität. Rund 200 Menschen haben sich am Gabelmann zu einer von der Bamberger Linken mit dem Bündnis gegen Rechtsextremismus und anderen Vereinigungen organisierten Mahnwache getroffen.

In einer Schweigeminute gedachte man der Opfer des rechtsextremistischen Anschlags in Halle. Die Redner, unter denen Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) war, riefen dazu auf, sich gegen Antisemitismus und Rassismus deutlich zu positionieren.

Es war auch ein Zeichen an die jüdischen Gemeinden in Bamberg. Auch in Bamberg müssten deren Einrichtungen noch besser geschützt werden, so OB Starke. Laut Angaben der Polizei Bamberg sollen die Schutzmaßnahmen nach Halle weiter verstärkt werden.

Die Israelitische Kultusgemeinde in Bamberg sei geschockt von den Ereignissen, sagte Vorsitzender Martin Arieh Rudolph. Rabbinerin Antje Yael Deusel von der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Bamberg erklärte: "Wir werden uns nicht verstecken, wir werden unseren Gottesdienst weiter halten."

Wie steht es um den Antisemitismus in Bamberg? Mehr dazu lesen Sie im Premiumbereich.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren