Würgau

Sperrung des Würgauer Bergs: Biker sind sauer auf Raser

Die Reaktionen auf die Entscheidung des Landratsamts Bamberg, den Würgauer Berg für Motorradfahrer an Wochenenden zu sperren, fallen eindeutig aus.
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Zu diesem Schild wird ein weiteres am Würgauer Berg kommen: Das Landratsamt Bamberg hat die Sperrung der Strecke für Motorradfahrer an Wochenenden und Feiertagen angeordnet. Die meisten Reaktionen darauf sind positiv. Archivbild: Barbara Herbst
Zu diesem Schild wird ein weiteres am Würgauer Berg kommen: Das Landratsamt Bamberg hat die Sperrung der Strecke für Motorradfahrer an Wochenenden und Feiertagen angeordnet. Die meisten Reaktionen darauf sind positiv. Archivbild: Barbara Herbst
Das Landratsamt Bamberg greift durch und ordnet die Sperrung des Würgauer Bergs für Motorradfahrer an Wochenenden und Feiertagen an. Der am Dienstag bekanntgemachte Beschluss der Behörde wird heiß diskutiert und kommentiert. Allein auf der Facebookseite des Fränkischen Tags kamen knapp 200 Stimmen zusammen. Diese fallen eindeutig aus: Die Mehrheit findet die Sperrung richtig. Doch teilen sich die Meinungen auch in enttäuschte Motorradfahrer, die sauer auf die Raser sind. Viele glauben an eine Verlagerung des Problems.

Die meisten reagieren erleichtert, wie Christoph W.: "Na endlich. Wenn es nicht mehr anders geht, dann halt so. Das soll keine Schikane sein, sondern Schutz. Auch wenn viele das nicht verstehen werden." Und Armin L. schreibt: "Voll schön. Kein Lärm am Wochenende." Thomas A. findet: "Das wird endlich Zeit, dass er für Motorradfahrer gesperrt wird - endlich."


Verlagert sich das Ganze?

Carsten K. ist selbst Biker und von den Rasern ohnehin nicht begeistert: "Dass der Berg gesperrt wurde, ist richtig. Ich bin mit einer MV Agusta F3 dort gefahren und von einem "Tiefflieger" mit Mittelfinger überholt worden. Ich war mit fast 60 unterwegs, was in einer 50er-Zone schon grenzwertig war - aber der wird schon seine 80+ drauf gehabt haben. Auch wenn es nur 5 Prozent sein sollen, die zu schnell unterwegs sind, sind es Biker, die zu schnell sind, und dadurch einen Unfallschwerpunkt bilden - ich finde es gut."

Viele Biker, die sich als vernünftige Fahrer ausgeben, reagieren sauer auf ihre rasenden Kollegen. Das zeigt auch die Reaktion von Thomas R.: "Na super!!! Haben es wieder mal ein paar Idioten geschafft, eine schöne Strecke sperren zu lassen! Nur weil ein paar wenige gemeint haben, dass der Würgauer Berg ihre persönliche Rennstrecke ist, müssen jetzt alle anderen darunter leiden!"

Das findet auch Sascha B.: "Freilich gibt es Leute die es übertreiben. Aber Bestrafung für eine komplette Gruppe aufgrund einiger weniger ist einfach nur ungerechtfertigt." Er glaubt, dass das Problem nur woanders wieder auftauchen wird: "Das wird der nächste Schuss ins eigene Knie für die Würgauer. Jetzt verlagert sich das Ganze in die Woche, bis spät abends. Bin gespannt was ihnen als nächste glorreiche Idee einfällt." Ähnlich sieht das Roland A.: "Mag sein, dass es ein Unfallschwerpunkt ist, aber durch Sperrung wird nur das Problem verlagert!"


Polizei soll mehr durchgreifen

Tobias D. ist von der Vorgehensweise des Landratsamts ebenso nicht begeistert: "Alternativen schaffen anstatt Verbotspolitik! Wer rasen will rast! Und wenn der Berg gesperrt ist, wird sich eine andere Strecke gesucht."
Jürgen F. findet, dass die Behörden noch strenger sein sollten: "Das war absehbar und ist meiner Meinung nach nur gerecht. Die Anwohner werden darüber froh sein und das ganze Raservolk muss sich halt andere Strecken suchen.Trotzalledem nütz alles nichts, wenn die Ordnungshüter nicht durchgreifen. Ich bin der Meinung..... zu laut oder zu schnell..... Stilllegen und für nen guten Zweck versteigern."

Und Werner S. freut sich auf ruhigere Tage am Würgauer Berg, um seinem Hobby nachzukommen: "Endlich am Wochenende wieder mit dem Rennrad hoch, ohne dass einer dieser Pfosten von vorne oder hinten angedonnert kommt."
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