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Bamberg: "Sozialer Frieden in Gefahr" - Stadt gegen Ausbau der Flüchtlingsunterkunft AEO

Die Stadt Bamberg stellt sich gegen den weiteren Ausbau der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken. Man lehne ein Anker-Zentrum ab. Derartige Massenunterkünfte für Asylbewerber gefährden laut einem Sprecher der Stadt den sozialen Frieden in Bamberg.
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Die Stadt Bamberg stellt sich gegen einen weiteren Ausbau der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken. Man lehne ein Anker-Zentrum ab. Derartige Massenunterkünfte gefährden laut einem Sprecher der Stadt den sozialen Frieden in Bamberg. Symbolfoto:Ronald Rinklef
Die Stadt Bamberg stellt sich gegen einen weiteren Ausbau der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken. Man lehne ein Anker-Zentrum ab. Derartige Massenunterkünfte gefährden laut einem Sprecher der Stadt den sozialen Frieden in Bamberg. Symbolfoto:Ronald Rinklef
Die Stadt Bamberg fürchtet einen weiteren Ausbau der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken für Flüchtlinge - und will sich dagegen wehren. Man lehne ein so genanntes Anker-Zentrum für Bamberg (Plus-Artikel) ab, sagte ein Sprecher der Stadt. Die bisherigen Erfahrungen mit der Aufnahmeeinrichtung hätten gezeigt, dass Massenunterkünfte den sozialen Frieden in der Stadt gefährden, betonte er weiter. "Die Konflikte innerhalb und außerhalb eines solchen Zentrums belasten alle Akteure stark." Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) werde sich Anfang Mai zu einem Gespräch mit Innenminister Joachim Herrmann (CSU) treffen und dabei das Thema ansprechen.


AEO: Platz für 3400 Asylsuchende

Seit 2015 sind auf dem ehemaligen Gelände der US-Armee in Bamberg Flüchtlinge untergebracht. Ursprünglich sollten hier Menschen unterkommen, deren Antrag auf Asyl in Deutschland kaum Erfolgschancen hat, inzwischen ist Bamberg die zentrale Aufnahmestätte für Flüchtlinge in Oberfranken. Plätze gibt es dort für 3400 Asylsuchende, nach Angaben der Regierung von Oberfranken leben derzeit 1357 Menschen dort.


1500 Bewohner sind das Maximum für Bamberg

Bei in etwa dieser Zahl soll es nach dem Willen der Kommune auch bleiben. "Gerade am Beispiel Bambergs kann nachvollzogen werden, dass die Flüchtlingsunterbringung in einer Stadt mit rund 76.000 Einwohnern keine höhere Belegung als 1500 Menschen verträgt", sagte der Sprecher.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will möglichst rasch sogenannte Anker-Zentren einrichten - dort sollen Asylbewerber ankommen, bis zur Entscheidung über ihren Asylantrag bleiben und im Fall einer Ablehnung von dort in ihre Heimat zurückgebracht werden. Bamberg gilt als möglicher Standort für ein solches Zentrum, ebenso Manching in Oberbayern.


Anker-Zentrum in Bamberg: Belegungszahl von unter 1000?

Erst kürzlich hatte Innen-Staatssekretärs Stephan Mayer (CSU) Bamberg besucht. "Die Trägerschaft für mögliche Ankerzentren würde beim Freistaat bleiben", erklärte im Anschluss daran die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml. Mit dem Freistaat Bayern wurde der bis 2025 gültige Vertrag für die Aufnahmeeinrichtung Oberfranken geschlossen. Thomas Silberhorn (ebenfalls CSU) sieht durch das Netz von 40 bundesweiten Ankerzentren, von denen wohl sechs in Bayern geplant sind, noch einen anderen, entlastenden Effekt: "Ich erwarte, dass wir bei der Belegungszahl auf unter 1000 kommen werden."

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