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Bamberg
Corona-Krise

So ist die Lage am Klinikum Bamberg

Auch nach dem ersten Todesfall versucht das Personal an den Kliniken in Stadt und Landkreis, bestmöglich mit der Situation umzugehen. Die Mitarbeiter stehen zusammen, sie begleitet aber die allgemeine Verunsicherung der Krise. Vorerst steigen die stationären Zahlen wohl nur leicht an.
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Mit Bildern aus verschiedenen Abteilungen versucht das Klinikum in den sozialen Netzwerken zu beruhigen und die Bamberger um Vernunft zu bitten. Hier ein Foto aus der Kardiologie Foto: Sozialstiftung Bamberg
Mit Bildern aus verschiedenen Abteilungen versucht das Klinikum in den sozialen Netzwerken zu beruhigen und die Bamberger um Vernunft zu bitten. Hier ein Foto aus der Kardiologie Foto: Sozialstiftung Bamberg

Die Kliniken in Stadt und Landkreis sind für den Corona-Ernstfall gerüstet. Noch hat sich an der Zahl der Infizierten in stationärer Behandlung nichts geändert - weiterhin sind drei Personen betroffen. Überschattet wird die Lage aber durch den ersten Todesfall einer Infizierten im Landkreis. Die 84-Jährige hatte wohl mit Vorerkrankungen zu kämpfen. Doch dürften sich nach dem Anstieg der allgemeinen Infizierten-Zahlen um 37 auf 146 Betroffenen in Stadt und Landkreis (Sand: 25. März, 15 Uhr) die stationären Zahlen nun allen Anzeichen nach ebenso langsam weiter nach oben bewegen. Auch das Pflege- und Medizinpersonal hofft dabei, dass der Anstieg an intensiv zu Betreuenden nicht zu schnell erfolgt.

Ein Pfleger am Klinikum Bamberg berichtet: "Die Kollegen haben auch Angst, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Wir hatten eine solche Situation noch nie." Die allgemeine Verunsicherung der Corona-Krise geht am Klinikpersonal nicht spurlos vorbei. Soweit läuft aber derzeit wohl alles routiniert in der Versorgung der weiteren Patienten ab. Zwar wünsche er sich einen noch besseren Informationsfluss im Haus, die grundlegende Ausstattung sei dagegen gut, berichtet der Mitarbeiter, doch brauche es in Zukunft auch noch weitere Schutzausrüstung.

Das Krisenteam tagt am Klinikum nahezu jeden Tag, je nach Bedarf sogar zwei Mal am Tag, berichtet Sozialstiftungssprecherin Brigitte Dippold. "Wir haben ein Stufenkonzept für Intensivbetreuungsplätze." Details würden laufend aktualisiert. Je nach Entwicklung der Situation kann die Zahl der Quarantäne-Betten von 14 Zimmern (für 28 Patienten) nach und nach um bis zu weitere 85 Betten in separatem Isolierbereich mit separatem Eingang und separater Infrastruktur erhöht werden. 28 Intensivbetten verfügen über Beatmungsgeräte. Die Sozialstiftung hat weitere 30 Beatmungsgeräte bestellt, auch Schutzmasken sollen noch geliefert werden. Ein generelles beziehungsweise eingeschränktes Besuchsverbot gilt weiterhin.

Nicht nur das Klinikum in Bamberg hat sich präventiv für eine Verschärfung der Corona-Krise gerüstet, das gilt auch weiterhin für die Häuser der gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft des Landkreises (GKG) in Scheßlitz und Burgebrach. Zusammen halten beide bisher 16 Intensivbetten bereit, davon neun in der Juraklinik in Scheßlitz und sieben in der Steigerwaldklinik Burgebrach. In beiden Betrieben gibt es derzeit insgesamt acht Beatmungsplätze. In Scheßlitz wird auch eine Station vorsorglich geräumt, um Platz zur Versorgung von Covid-19 Patienten zu machen, die keine intensivmedizinische Betreuung benötigen, erklärt Landratsamtssprecher Frank Förtsch.

Die Kliniken in Stadt und Landkreis sehen sich derzeit insgesamt gut gerüstet. Allerdings hoffen die Verantwortlichen, dass die größeren Kapazitäten gar nicht erst gebraucht werden.

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