Hirschaid

Schülerzahl der Realschule Hirschaid stieg in halbem Jahrhundert von 92 auf 808

Die Staatliche Realschule Hirschaid feierte mit einem kurzweiligen Festakt in der Aula ihren 50. Geburtstag.
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Die Schüler der Realschule Hirschaid zeigten, wie viel Wert man an der Schule - neben dem klassischen Fächerkanon - auf die musische und sportliche Bildung legt. Foto: Andrea Spörlein
Die Schüler der Realschule Hirschaid zeigten, wie viel Wert man an der Schule - neben dem klassischen Fächerkanon - auf die musische und sportliche Bildung legt. Foto: Andrea Spörlein
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Neben den Gästen aus der Politik, der Schulverwaltung und der Schulfamilie waren viele ehemalige Lehrer und Schüler zum Festakt der Staatlichen Realschule Hirschaid gekommen. Sogar die erste Schulsekretärin, Juliane Spörlein, war an ihrem 81. Geburtstag gekommen, um mitzufeiern. Durch das Programm führte Konrektor Ulrich Moritz.

Zum Gratulieren waren auch Verantwortliche der Partnerschulen aus dem slowenischen Ivancna Gorica und dem polnischen Lesnica angereist. Bei allen Redebeiträgen wurde immer wieder betont, dass Schule mehr sein müsse, als der Maßstab für ein Bildungsranking. Dass es darüber hinaus darum gehe, "zwischen Tradition und Moderne Kurs zu halten und ihn vorzugeben". Das Dankeschön an den Freundeskreis der Realschule, an die Elternvertretung und an das Hausmeisterehepaar Saffer vergaß man nicht, ebenso wenig wie den Dank an die verschiedenen Kooperationspartner.

Den Festvortrag hielt der zuständige Ministerialbeauftragte Johannes Koller. Er spannte den Bogen von der Gründung der Realschule Hirschaid im Oktober 1968 mit zunächst 92 Schülern in drei Klassen bis hin in die Gegenwart mit 32 Klassen und 808 Schülern.

"Vor gewaltigen Aufgaben"

"Trotz aller gesellschaftlichen und pädagogischen Veränderungen ist es nach wie vor das Ziel", erläuterte Koller, "diese zu selbstbewussten, selbst denkenden und selbst handelnden Menschen zu erziehen." Die großen Herausforderungen unserer Zeit wie die Sicherung des Friedens in unserem Land, das Miteinander von Jung und Alt, das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und die Folgen der Digitalisierung stellten natürlich auch die Schulen vor gewaltige Aufgaben.

Für den Sachaufwandsträger, den Landkreis Bamberg, sprach Landrat Johann Kalb (CSU) Worte des Dankes und würdigte die Arbeit der gesamten Schulfamilie vor Ort. Für ihn "gibt es nichts Wichtigeres, als in die Bildung und Ausbildung der Kinder und Jugendlichen zu investieren". Die Investitionen in die Realschule Hirschaid, insbesondere in den geplanten Neubau, meinte der Landrat, "sind gut angelegtes Geld".

Schulleiter Michael Arnold dankte in seinem Redebeitrag allen, die mitgeholfen haben, die Schule am Standort Hirschaid als weiterführende Schule zu etablieren. Er wünschte sich, dass die Schulgemeinschaft an der Realschule wahrnehmbar bleibt und sich nicht im Bewerten, Messen, Vergleichen oder gar im Kompetenzgerangel verliert.

An diesem Vormittag zeigten die Schüler, wie viel Wert man an der Realschule - neben dem klassischen Fächerkanon - auf die musische und sportliche Bildung legt, und bekamen dafür viel Applaus. Großen Beifall erhielten darüber hinaus Emma Böhm, Chiara Kraus und Romina Ruppert für ihren Vortrag des Gedichts "Lokomotywa" von Julian Tuwim. Nicht nur, dass sie das Gedicht in polnischer Sprache vortrugen, sondern zusätzlich imitierten sie das Tempo und die Geräusche einer Lokomotive.

Die Schülersprecher Gordon Collie und Niklas Müller nahmen die Gäste mit auf eine kleine Zeitreise. Dabei erklärte der Schüler aus der Gegenwart einem Schüler aus dem Gründungsjahr 1968, dass unter anderem heute iPad und Dokumentenkamera zum Unterricht gehören.

"Soziales Miteinander wichtig"

Uli Striegel, der Vorsitzende des Elternbeirats, sprach in seinem Grußwort davon, dass man an der Schule besondere Aufmerksamkeit auf das soziale Miteinander lege. Der Elternbeirat hatte im Vorfeld das Schularchiv durchstöbert und eine kleine Ausstellung zu "50 Jahre Elternbeirat an der Realschule Hirschaid" zusammengestellt.

Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es beim Buffet noch die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen und vielleicht in diesem Zusammenhang die eine oder andere Anekdote aus dem eigenen Schulleben zum Besten zu geben.

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