Scheßlitz
Wirtschaft

Scheßlitz wird (noch) attraktiver

Die Stadt Scheßlitz hat ihre Hausaufgaben gemacht. Nun soll der neue Aldi kommen. Und ein Drogeriemarkt.
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Zu neue Zufahrtsstraße ist fertig, der neue Aldi-Markt kann kommen. In wenigen Wochen beginnen die Erdarbeiten. Fotos: Ronald Rinklef
Zu neue Zufahrtsstraße ist fertig, der neue Aldi-Markt kann kommen. In wenigen Wochen beginnen die Erdarbeiten. Fotos: Ronald Rinklef
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Ivon Udo Billen

n Kürze beginnen die Arbeiten für den neuen Aldi-Markt in Scheßlitz. "Aktuell läuft die Ausschreibungsphase", so Matthias Schaad, zuständig für diese Baumaßnahme bei Aldi Süd. Der Discounter will bekanntlich am Standort Scheßlitz erweitern und sich mit neuem Konzept präsentieren, um für die Bevölkerung noch attraktiver zu werden. Das neue Gebäude wird auf Erweiterungsflächen im hinteren Teil des jetzigen Geländes errichtet, das zum Bebauungsplan "Brandäcker-Nord" gehört. Dazu wurde seitens der Stadt Scheßlitz das Gebiet als "Sonstiges Sondergebiet" entwickelt. Zur Anwendung ist das Bauleitverfahren als Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren gekommen. Am 30. Mai des vergangenen Jahres hatte der Stadtrat dem Bauantrag einstimmig zugestimmt.


Alles ist vorbereitet

Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht. Inzwischen ist das Baugebiet für den Neubau voll erschlossen. Mit dem Straßenneubau "Zur Au" wurde von der Austraße her eine zweite Zufahrt zum Gelände des Neubaus geschaffen, eine Bedingung des Bauherren für die Errichtung. Somit kann der neue Aldi künftig sowohl von der Austraße, als auch von der Bamberger Straße angefahren werden. Alle Leitungen sind für die Anschlüsse des neuen Marktes an Ort und Stelle. Dem Baubeginn steht nichts mehr im Wege.

Mit den Erdarbeiten wird laut Schaad in knapp vier Wochen begonnen. Daran schließt sich eine vier- bis fünfmonatige Planungsphase an und dann geht es los mit dem Hochbau. Dafür sind circa sechs Monate veranschlagt. Da die Baustelle in den Winter reicht, könnten sich die Arbeiten bei schlechtem Wetter aber auch entsprechend verlängern, sollten diesbezüglich Unterbrechungen notwendig sein. Im Frühjahr kommenden Jahres soll dann die Eröffnung des neuen Marktes stattfinden.

Alles wird größer. Der neue Markt wird eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern besitzen. Im neuen Markt soll der Kunde "sich wohl fühlen und sich gerne darin aufhalten", wie Schaad ausführt. Dafür erhalte der neue Bau einen Marktcharakter. Mit großer Glasfront und Oberlicht, die natürliches Tageslicht im Markt verbreiten sollen, kombiniert mit einer anderen Deckengestaltung und Farbgebung als im alten Markt. "Der neue Markt wird ein ganz anderes Einkauferlebnis gewährleisten", so Schaad. Auf dem Dach der neuen Filiale will Aldi Photovoltaik einzusetzen. 80 Prozent des darüber gewonnenen Stroms nutzt das Unternehmen selbst und knapp 20 Prozent werden nach eigenen Aussagen ins öffentliche Stromnetz eingespeist.


Platz für neues Gebäude

Nahtlos und für den Verbraucher fast unmerklich wird sich der Umzug vom alten Markt in den neuen vollziehen, der sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden soll. Der alte Markt wird am Wochenende geschlossen und der neue Markt am darauf folgenden Wochenbeginn eröffnet. Da alter und neuer Markt zu nah beieinander gewesen wären und kein stimmiges Gesamtkonzept ergeben hätte, wird anschließend der alte Markt abgerissen. Ferner ist der jetzige Markt noch aus dem Jahr 1989 und damit für heutige Ansprüche überholt. Das macht sich allein schon in den Heizkosten bemerkbar. Außerdem passt der alte Markt heute nicht mehr in das Unternehmenskonzept von Aldi Süd.

Mit Abriss und anderer räumlicher Aufteilung wird Platz geschaffen für ein weiteres neues Gebäude, in das später die Drogeriemarktkette dm einziehen wird. Dann wird erstmals nach der Schlecker-Schließung auch wieder ein größerer Drogeriemarkt am Ort angesiedelt sein und Scheßlitz künftig noch attraktiver machen. Auf die Frage, wann es soweit sein wird, antwortet der Projektleiter von dm, Marc Michaelis: "Ich gehe von Ende 2019 aus." Genauere Aussagen könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht treffen.


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