Bamberg
Denkmal

Schandfleck in der Sandstraße: Stadt Bamberg mit Investor einig

Das einsturzgefährdete Gebäude in der Sandstraße in Bamberg, in dem auch das "Sound-n-Arts" beheimatet war, scheint gerettet: Die Stadt hat sich mit dem bisherigen Investor auf einen Kauf geeinigt.
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Ist das denkmalgeschützte und akut einsturzgefährdete Haus in der Oberen Sandstraße in Bamberg gerettet? Die Stadt hat zumindest einen  Durchbruch bei den Kaufverhandlungen erreicht.  Foto: Ronald Rinklef
Ist das denkmalgeschützte und akut einsturzgefährdete Haus in der Oberen Sandstraße in Bamberg gerettet? Die Stadt hat zumindest einen Durchbruch bei den Kaufverhandlungen erreicht. Foto: Ronald Rinklef

Das Drama um das denkmalgeschützte Gebäude in der Oberen Sandstraße 20 scheint ein Ende zu nehmen - ohne Enteignung oder anderen Zwangsmaßnahmen: Wie Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) am Mittwoch bestätigt, hat es nun eine Einigung zwischen der Stadt Bamberg und dem Investor Dolphin Capital (German Property Group) gegeben.

Einsturzgefährdetes Gebäude in der Sandstraße: Stadt Bamberg und Investor einigen sich

Ein notariell von beiden Seiten beglaubigter Kaufvertrag berechtigt demnach die Stadt bis zum 31. Mai 2020 zum Erwerb des stark einsturzgefährdeten Gebäudes. "Endlich gibt es eine echte Perspektive zur Beseitigung des Schandflecks in der Oberen Sandstraße 20", freut sich Starke. Er gehe davon aus, dass das Denkmal nun gerettet werden könne.

Die Genehmigung dieser Vereinbarung soll nun auch im Stadtrat am 11. Dezember Thema sein. Starke: "Wir wollen so schnell wie möglich das Optionsrecht ziehen." Das Denkmal könne schließlich nur dann gerettet werden, wenn die Stadt Herr des Verfahrens werde.

Intensive Verhandlungen: Stadt kann Kaufpreis deutlich drücken

Die Verhandlungen sollen intensiv und hart geführt worden sein: So konnte laut Starke der Kaufpreis von zwischenzeitlich 1,3 Millionen Euro auf 550.000 Euro gedrückt werden. Auch der Investor habe Interesse gezeigt, dass die Immobilie durch den Verkauf erhalten werden kann. Wenn das Rechtsgeschäft abgeschlossen ist, will Starke auch den Ankauf des zweiten Objekts in Besitz der Investorengruppe, dem ehemaligen Roten Ochsen in der Unteren Königstraße, in Angriff nehmen.

Die German Property Group (Dolphin Capital) steht heftig in der Kritik, dass sie denkmalgeschützte Häuser verfallen lasse und als Spekulationsobjekte missbrauche - nicht nur in Bamberg. Der Immobilienentwickler weist die Kritik zurück.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es für das Gebäude in der Oberen Sandstraße? Wie fallen die Reaktionen auf die neuen Entwicklungen aus? Mehr dazu bei inFranken.dePLUS.

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