Bamberg
Wohltätigkeitsaktion

Runde Sache: Klöße statt Bälle

Mit 450 bedürftigen Gästen hatte das Benefiz-Dinner auf Einladung von Brose Bamberg wieder eine große Anziehungskraft in der vorweihnachtlichen Zeit.
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Die Basketballstars Elias Harris, Augustine Rubit und Nikos Zisis beweisen ihre Qualitäten als Servierkräfte. Foto: Bertram Wagner
Die Basketballstars Elias Harris, Augustine Rubit und Nikos Zisis beweisen ihre Qualitäten als Servierkräfte. Foto: Bertram Wagner
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Für 450 Bedürftige, davon ein Drittel Kinder und Jugendliche, fand im VIP-Raum der Brose-Arena eine vorweihnachtliche Bescherung der ganz besonderen Art statt. Bereits zum achten Mal fand dort das traditionelle Benefiz-Dinner statt, das einmal mehr von Brose Bamberg in Zusammenarbeit mit Caritas, Bamberger Tafel, Lions Club Bamberg Residenz, Rewe, BAB & BSG, Simba Dickie, dem Brose Bamberg e. V. und dem Brose Bamberg Business Club verwirklicht werden konnte.

Das Festessen wurde von ganz besonderen Service-Kräften aufgetischt, nämlich den Profi-Basketballern. Als Zugabe erhielten die Gäste Geschenke, wobei vor allem die Augen der Jüngsten angesichts der Spielsachen besonders leuchteten.

Noch ehe die Korbjäger die Bühne betraten, sorgte die Gaustadter Blaskapelle St. Josef für vorweihnachtliche Stimmung. Brose-Bamberg-Präsident Norbert Sieben betonte in seiner Begrüßungsansprache die immense Bedeutung dieses schönen Festes und erläuterte das "Teilen" mit Hinweis auf St. Martin und den Nikolaus.

Fortführung zugesichert

Als dann Martin Pristl (Vizepräsident Lions Club Bamberg Residenz) zusicherte, dass diese Veranstaltung, die heuer von Sebastian Böhnlein moderiert wurde und bei der Marcus Endres (Marketing) die Federführung inne hatte, auch für die nächsten zwei Jahre gesichert sei, brandete großer Applaus im Saal auf. Wilhelm Dorsch, der vor 26 Jahren die Bamberger Tafel gründete, sprach an diesem "Abend der Nächstenliebe" von großer Dankbarkeit. "Für diese Menschen in schwierigen Lebenssituationen ist dies eine außergewöhnlich große Freude. Es ist wahrlich sehr schön, dass dieses Fest weiter zustande kommt, das ist gar nicht so selbstverständlich. Für die Tafel ist es auch eine gute Werbung, einerseits brauchen wir Menschen, die uns unterstützen, andererseits sollen Menschen, unabhängig ihrer Herkunft und ihres Glaubens, sehen, dass wir uns darum kümmern. Viele Leute finden oft nicht den Mut und haben eine gewisse Hemmschwelle."

Wertschätzung

Nicht nur für Hallen-Chef Horst Feulner ("diejenigen haben etwas davon, die sonst wenig haben") ist dieser Abend die "wichtigste Weihnachtsfeier". Dies unterstrichen auch die namhaften (Basketball)-"Kellner" bei der Essensausgabe und nahmen mit den bedürftigen Gästen Kontakt auf. "So zu helfen ist eine schöne Sache! Es ist auch gewisse Wertschätzung für die Menschen, die es im Alltagsleben nicht so gut haben. Damit kann man etwas zurückgeben und man sieht erst einmal wie gut es einem selbst geht", betonte Maurice Stuckey, während er Rinderbraten verteilte.

Sein Teamkollege Elias Harris stieß ins gleiche Horn: "Von den vielen PR-Terminen ist dies einer der wichtigsten und angenehmsten. Ich mache das sehr gerne und man sieht, dass das Leben nicht nur aus Saus und Braus besteht. Da kann man anpacken und es ist auch sehr wichtiger Dienst für die Gesellschaft."

In Zahlen ausgedrückt: Harris und Co. verteilten im VIP-Raum 500 Klöße, servierten fast 100 Kilo Rinderbraten sowie große Mengen an Sauer- und Blaukraut. Und es bleibt die Nachhaltigkeit festzuhalten, dass die Organisatoren und Profis auch in den nächsten Jahren wieder diesen Schmankerl-Abend fest im Visier haben. Solche Abende sind für alle Beteiligten wahrlich "unvergesslich".



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