Bamberg
Nachruf

Richard Eichfelder ist tot

Bambergs vielseitiger Musiker starb am Samstag im Alter von 88 Jahren.
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Foto: Michael Gründel, Archiv
Foto: Michael Gründel, Archiv
Wenn jemand schnell noch die passende Musik für die Umrahmung einer Feier benötigte, war man bei ihm genau richtig. Kaum einer in Bamberg konnte so gut Laieninstrumentalisten oder -sänger samt dem passenden Programm auf die Beine stellen wie Richard Eichfelder, selbst ein musikalisches Multitalent. Am vergangenen Samstag ist der ehemalige Leiter der städtischen Musikschule im Alter von 88 Jahren gestorben.


Aus der Wunderburg

Eichfelder, in der Wunderburg geboren, war in seinem musikalischen Wirken geprägt durch den Bamberger Komponisten und Kirchenmusiker Hans Kulla, dessen Bamberger Singkreis er nach Kullas Tod 1956 übernahm. Diesen gemischten Chor führte er unter gleichem Namen zwischenzeitlich auch an seinem Wohnort Baiersdorf weiter, wo Eichfelder als Volksschullehrer wirkte. 1982 wurde er Leiter der städtischen Musikschule, die damals noch Singschule hieß. Vielseitigkeit und Tatendrang zeigten sich auch nach dem Ruhestand 1993. Als Posaunist und Leiter des Bläserkollegiums Bamberg, eines Blechbläserquartetts, spielte er bei kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen, pflegte Volksmusik und Mundart - gerne auch in der Buger Hoffmannsklause, unweit seines Hauses.


Städtepartnerschaften, Sommerserenaden, Seniorenkonzerte

Er befeuerte Bambergs Städtepartnerschaften, allen voran mit Rodez, aber auch mit Esztergom oder Feldkirchen. Unvergessen ist er als Initiator der Sommerserenaden der Katholischen Erziehergemeinschaft (Pommersfelden, Ebrach, Banz), der Seniorenkonzerte der Stadt und als Kontrabassist der Altstadtmusikanten. Trauergottesdienst ist am Freitag um 10 Uhr in St. Otto, Beerdigung um 12.15 Uhr.
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