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Bamberg
Extremismus

Demos in Bamberg: Neonazis treffen auf "Fest der Demokratie"

Ein Tag der Haltung verspricht der Samstag, 15. Februar, in Bamberg zu werden, wenn "Der III. Weg" zum Aufmarsch lädt und sich gleichzeitig massiver Widerstand ankündigt.
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Am 15. Februar werden in Bamberg wohl rechtsextreme Demonstranten auf Verfechter der Demokratie treffen. Symbolfoto: Bernd Thissen/dpa
Am 15. Februar werden in Bamberg wohl rechtsextreme Demonstranten auf Verfechter der Demokratie treffen. Symbolfoto: Bernd Thissen/dpa

Die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Kleinstpartei "Der III. Weg" plant eine am 15. Februar 2020 eine Demonstration unter der Überschrift "Ein Licht für Dresden" und will den Luftangriff der alliierten Streitkräfte auf Dresden im Zweiten Weltkrieg thematisieren. Die Anmeldung wird aktuell noch von der städtischen Verwaltung geprüft. Gleichzeitig formiert sich Widerstand und so laden die Stadt Bamberg, Migranten- und Integrationsbeirat (MIB) und das "Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus" gemeinsam am gleichen Tag zu einem Fest der Demokratie in die Innenstadt ein.

Ein öffentliches Signal

Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) ruft alle demokratischen Kräfte, Kirchen und Religionsgemeinschaften zur Teilnahme an diesem Fest "mit einem bunten und friedlichen Programm" auf. Er wolle damit ein "klares und öffentliches Signal für Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit, Frieden und Demokratie" setzen, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung. Ohne den "III. Weg" zu erwähnen, bezieht sich Starke auf einen Antrag mit "demokratiefeindlicher Gesinnungen" und erklärt dazu: "Das werden wir nicht tatenlos hinnehmen." Auch weitere Verbände haben schon Gegendemonstrationen zu der rechten Gedenkveranstaltung angekündigt.

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