Bamberg
Ganztagsangebote

Räume für Betreuung geschaffen

In Gaustadt zieht man künftig auch ins frühere Rathaus, an Rupprecht- und Trimbergschule fanden sich Lösungen vor Ort.
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In der Rupprechtschule liegt die Lösung nur wenige Türen von der bisherigen Mittagsbetreuung entfernt: Dort, wo sonst Filme vorgeführt und Musikstunden abgehalten werden, überbrücken künftig Schüler von der letzten Stunde bis sie abgeholt werden. Da sich die Betreuungszeiten sehr unterschiedlich gestalten, konnten so zwei weitere Gruppen geschaffen werden, werden künftig insgesamt 85 Schüler der Rupprechtschule mittags betreut.
Immer mehr Eltern fordern Ganztagesangebote für ihre Kinder und es sind mitunter kreative Lösungen gefragt, um dieser Nachfrage gerecht zu werden. Solche Lösungen präsentierten Bürgermeister Christian Lange (CSU), der Leiter des Bildungsbüros Matthias Pfeuffer und Awo-Kreisgeschäftsführer Werner Dippold an der Rupprechtschule nicht ohne Stolz.
In Gaustadt hatten Eltern schon vor Monaten auf ihr Dilemma hingewiesen, wohl keinen Betreuungsplatz für das kommende Schuljahr zu bekommen. Nun gibt es auch für sie eine Lösung, die schon seit einiger Zeit im Gespräch ist: Im früheren Rathaus an der Gaustadter Hauptstraße, nur 100 Meter von der Grund- und Mittelschule entfernt, wird künftig ein zusätzlicher Raum für die Mittagsbetreuung zur Verfügung stehen. Damit können weiterhin 67 Kinder betreut werden, nachdem ein bislang genutzter Raum künftig für Unterricht benötigt wird.
An der Trimbergschule (offene Ganztagsschule) und an der Kunigundenschule werden in den Schulgebäude weitere Räume umgenutzt, um die dortigen Betreuungslücken zu schließen. "Es ist uns als Stadt ein Anliegen, dass möglichst jedem Kind ein solches Angebot unterbreitet werden kann", sagte Lange. Er würdigte die gemeinsame Lösungssuche von Schulfamilien, Schulamt und Trägern und insbesondere Pfeuffers Engagement in dieser Sache. Die vorgestellten Lösungen seien zunächst für das Schuljahr 2018/19 gedacht, für die Zeit danach arbeite man an "nachhaltigen, langfristigen" Konzepten.
Werner Dippold von der Awo, dem Träger der Mittagsbetreuung an den genannten Schulstandorten, sprach von einem "extrem wichtigen Signal", gerade für die Eltern, die ohne Betreuungsangebote vor großen Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie stehen würden. "Die Nachfrage ist enorm", sagt Heike de Wit, die für die Awo die Mittagsbetreuung im Stadtgebiet koordiniert. Bildungsbüro-Leiter Pfeuffer lobte die Flexibilität der Awo und berichtete von vielen Vor-Ort-Terminen und langfristigen Schülerprognosen. Zusätzliche Kapazitäten für Ganztagsangebote seien gefragt, was sich nicht zuletzt durch kluge Raumnutzung bewerkstelligen lasse. "So ein Saal braucht auch schulische Nutzungen", sagt Pfeuffer etwa über den Raum, den die Rupprechtschule künftig auch für die Mittagsbetreuung nutzt. Idealerweise finde man auf dem Schulgelände Lösungen, "nur dort, wo es nicht anders geht, gehen wir nach außen". Er freue sich, dass man für das kommende Schuljahr an einigen Schulen zusätzliche Möglichkeiten schaffen konnte. "Nur an der Wunderburgschule haben sich leider keine weiteren Kapazitäten ergeben."


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