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Treffen

Protest: Viktor Orban zu Gast in Bamberg

Die Landtags-CSU setzt am Mittwoch ihre Herbstklausur im oberfränkischen Kloster Banz fort - mit einem umstrittenen Gast: Die Christsozialen wollen mit dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban über die aktuelle Flüchtlingspolitik diskutieren. Am Dienstagabend bereits weilte Orban in Bamberg.
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Fotos: Ronald Rinklef
Fotos: Ronald Rinklef
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Am Mittwoch ist Viktor Orban zu Gast bei der CSU-Klausur auf Kloster Banz, am Dienstag weilte er bereits in Bamberg. Das Treffen mit Vertretern der CSU wurde vorab nicht offiziell angekündigt, die Antifa Bamberg hat jedoch am Abend zu einer spontanen Kundgebung gegen die Flüchtlingspolitik von Ungarn und der CSU aufgerufen.


Etwa 60 Demonstranten folgten dem Aufruf und brachten ihre Kritik zum Ausdruck. Die Polizei kündigte auf Nachfrage an, die Demonstration gegen 20 Uhr wieder aufzulösen.


Proteste am Mittwoch angekündigt

Die Opposition will am Mittwoch vor dem Tagungsort in Banz gegen Orbans Gastauftritt protestieren, der wegen seines Umgangs mit Flüchtlingen in der Kritik steht. CSU-Chef und Ministerpräsident Horst Seehofer und CSU-Landtagsfraktionschef Thomas Kreuzer haben die Einladung dagegen wiederholt verteidigt. Ihre Argumentation: Eine Lösung der Flüchtlingskrise könne nur zusammen mit Ungarn erreicht werden.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann blickt mit Unverständnis auf den geplanten Gastauftritt des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban bei der Herbstklausur der CSU-Landtagsfraktion.

"Ich weiß nicht, warum die CSU Herrn Orban eingeladen hat", sagte Oppermann am Dienstag in Berlin. "Zu unserer Klausurtagung hätte der keine Einladung bekommen, weil ich glaube, wir können von ihm nichts lernen. Aber jeder lädt sich die Referenten ein, die am besten zu einem passen." jgö/dpa

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