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Polizeistandort am Tännig in Bamberg: Minister Herrmann zuversichtlich

Minister Herrmann befindet den neuen Polizeistandort am Tännig in Bamberg als gut geeignet. Der Freistaat will 25 Millionen Euro investieren.
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Noch liegt die  Fläche am Tännig (im Hintergrund) brach - auf dem Grundstück im Süden von Bamberg sollen  Verkehrs- und Landpolizei unterkommen.  Innenminister Herrmann (Mitte) bekräftigte mit Ministerin Melanie Huml und Polizeivizepräsident Udo Skrzypczak die Pläne.  Foto: Barbara Herbst
Noch liegt die Fläche am Tännig (im Hintergrund) brach - auf dem Grundstück im Süden von Bamberg sollen Verkehrs- und Landpolizei unterkommen. Innenminister Herrmann (Mitte) bekräftigte mit Ministerin Melanie Huml und Polizeivizepräsident Udo Skrzypczak die Pläne. Foto: Barbara Herbst

Momentan wirkt die rund 1,8 Hektar große Fläche am Tännig im Süden von Bamberg nicht gerade wie ein Minister-Magnet: Überall wuchert Unkraut auf der Brache zwischen B22 und Bahn. Dennoch freute sich am Freitag bei einem Ortsbesuch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) über die Aussichten, dass dort ein neuer Polizeistandort entstehen könnte.

Zuversicht beim Minister

"Wir gehen das Ganze im Moment sehr zuversichtlich an", sagte Herrmann. Die Staatsbauverwaltung überprüfe derzeit das Gelände. Aber von der Lage her sei das Grundstück für die Zwecke der Polizei sehr gut geeignet, die damit schnell auf der Autobahn sein könnte. Wenn auch bei den Prüfungen keinerlei Einwände bestünden, könnte man sich den Standort sehr gut vorstellen, so Herrmann.

Die Polizei hat schon länger Platzprobleme am Standort in der Schildstraße, wo nahezu alle Polizeidienststellen vereint sind. Kriminalpolizei und die Inspektion Bamberg-Stadt würden dort bleiben, am neuen Standort könnten die Inspektion der Verkehrspolizei und der Polizei Bamberg-Land sowie ein neues Einsatztrainingszentrum mit Schießgelände und eine Waage für Schwerlastverkehrskontrollen unterkommen.

"Wir hatten zunächst das Gelände am Hauptsmoorwald von der Stadt benannt bekommen", erklärte Herrmann. Dann kam der Widerstand der Bürgerinitiative "Für den Hauptsmoorwald". Und die Stadt schlug den neuen Standort am Tännig vor.

Das Gelände am Hauptsmoorwald hätte dem Freistaat gehört, die Fläche am Tännig muss der Freistaat von der Stadt erst noch kaufen. Doch sehen sowohl der Innenminister als auch Udo Skrzypczak, Vizepräsident des Polizeipräsidiums Oberfranken, darin kein Hindernis.

Mehrere Jahre bis zum Bezug

Laut Skrzypczak will man die Verhandlungen mit der Stadt bis Ende des Jahres abgeschlossen haben. Dennoch könnte der Neubau noch dauern. Laut Florian Mayer, Leiter der Abteilung Polizeiverwaltung, dauert die Umsetzung eines solchen Neubaus in der Regel sechs bis sieben Jahre. Je nachdem, wie zügig die Haushaltsmittel bereitgestellt werden, könnte es auch schneller vorangehen.

Der Freistaat wird laut Herrmann mindestens 25 Millionen Euro investieren. Insgesamt sollen einmal etwa 220 Beschäftigte am neuen Standort arbeiten.



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