Bamberg
Am Rande

Politiker am Steuer? Das wird teuer!

Norwegens Ministerpräsident Stoltenberg hat sich als Taxifahrer versucht. Das soll Volksnähe demonstrieren und Stimmen bringen. Aber unsere Politiker sollten dem Beispiel nicht unbedingt folgen.
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Norwegens Ministerpräsident Stoltenberg fährt Taxi - um mal ganz nah am Volk zu sein. Foto: dpa
Norwegens Ministerpräsident Stoltenberg fährt Taxi - um mal ganz nah am Volk zu sein. Foto: dpa
Im Wahlkampf machen Politiker so ziemlich alles, was sie nicht gerade hinter Gitter bringt. In Norwegen fährt zum Beispiel der Ministerpräsident Taxi, um Volkes Stimme nah ans Ohr und anschließend auch auf dem Wahlzettel zu bekommen.

Nicht auszudenken, wenn das bei uns Schule macht. Man stelle sich einen Christian Ude am Steuer vor, dessen geografische Kenntnisse leider kurz hinterm Münchner Marienplatz enden. Oder an Angela Merkel, die sich nicht so recht für eine bestimmte Richtung entscheiden mag - und aufs Navi schon gar nicht hört. Horst Seehofer würde vielleicht rasant anfahren. Aber was sich da rechts und links oder gar hinter ihm abspielt, interessiert den Ministerpräsidenten leider überhaupt nicht.
Peer Steinbrück käme hingegen als etwas grantiger, aber doch gesprächiger Fahrer daher - um dann am Ziel eine fünfstellige Rechnung für seinen Vortrag zu präsentieren.

Deutlich günstiger wird's in der von Claudia Roth und Cem Özdemir gelenkten Tandem-Rikscha. Aber spätestens sobald die beiden "Im Wagen vor mir" schmettern, weiß der Fahrgast, dass er am falschen Ende gespart hat. Wenn dann abermals Ude und Seehofer vorbeischlingern, wünscht man sich vielleicht einen Fahrer aus der alten Politikergarde zurück, Norbert Blüm zum Beispiel. Denn das Steuer ist sicher, oder?
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