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Stegaurach
Faschingsumzug

Platz eins geht nach Mühlendorf

Stegaurach feiert ausgelassen die närrische Zeit. Die Feuerwehrgarde glänzt in der Aurachtalhalle.
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Mit diesem Wagen überraschte die Mühlendorfer Dorfjugend beim Umzug in StegaurachRüdiger Klein
Mit diesem Wagen überraschte die Mühlendorfer Dorfjugend beim Umzug in StegaurachRüdiger Klein
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Schlechtes Wetter gibt es nicht, wenn man am Faschingssonntag in Stegaurach mit Feierlaune und Rosenmontagsstimmung unterwegs ist. Hunderte von Narren säumten die Straßen der Aurachtal-Metropole, als die Großmeister der Ausgelassenheit, des Jeckentums, der Heiterkeit und des mehr oder weniger trockenen Humors sich von Mühlendorf her auf den Weg zur Aurachtalhalle hoch über Stegaurach machten.

Stegaurach ist eben doch die Narrenhochburg im Zeichen der benachbarten Altenburg. Die schönsten Motivwagen hatten dann auch das beinahe schon märchenhaft schöne Leben im Aurachtal zum Thema. Vom Publikum belohnt wurde jedoch einmal mehr die wegen ihrer sprühenden Kreativität aus dem Rahmen fallende Dorfjugend von Mühlendorf.

Reservisten auf Platz zwei

So konnte Zeremonienmeister und Gemeindearbeiter Thilo Wagner, der im Fasching immer ganz ohne die Fesseln der Amtskette unterwegs ist, am Ende der großen Showveranstaltung in der Aurachtalhalle den fast schon gewohnheitsmäßigen Sieger des Wagen-Schönheitswettbewerbs verkünden. Den ersten Platz bekam der Rock'n'Roll-Truck der Mühlendorfer Jugend mit stolzen 243 von 639 abgegebenen Stimmen zugesprochen. Deutlich dahinter kam die "Ritter-Welt" der Reservistenkameradschaft Aurachtal und Platz drei ging an den SV Waizendorf.

Mit dem undankbaren vierten Platz musste sich die Stegauracher Feuerwehr begnügen. Die hatte aber davor einmal mehr die Aurachtalhalle erbeben lassen, als die Feuerwehrgarde ein Showtanzevent auf den Nadelfilz zauberte, der märchenhaft akrobatisch, tollpatschig und spektakulär in einem war.

Natürlich gab`s auch nach diesem Highlight des Stegauracher Faschings wie davor schon bei den Garden der Minis und der Damen frenetische Rufe nach Zugaben. Die Floriansjünger ließen sich dann auch nicht lange bitten und durften regelrecht in der Begeisterung des Publikums baden. Da verschmerzt man den vierten Platz bei der Wagenprämierung sowieso.

Ehe Bürgermeister Thilo Wagner das Ergebnis der Wagenprämierung verkünden konnte, wurde er von den DJs Fabian Hollet und Jörg Wagner erst noch dazu verurteilt, die große Schlusspolonaise anzuführen. Und ein bisschen sah es dann doch aus, als sei Wagner nicht nur der "Gemeindevorarbeiter" im Narrenkostüm. Ganze Menschentrauben scharten sich um Wagner, der da recht glückselig dreinguckte.