Bamberg
Musikinstrumente

Pfeifenreinigen mal ganz anders

Die Jann-Orgel der Konzert- und Kongresshalle Bamberg wird nach 25 Jahren gründlich instandgesetzt.
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Die Instandsetzung der Orgel in der Konzert- und Kongresshalle ist in vollem Gange, davor (von links) Finanzreferent Bertram Felix, OB Andreas Starke, Heinrich Kemmer (Freunde der Bamberger Symphoniker), Intendant Marcus Rudolf Axt, Christine Schnörer (Oberfrankenstiftung), Natalie Zitzmann (Immobilienmanagement) und Hallenmanager Horst Feulner.  Foto: Stadtarchiv Bamberg, Maria Deutsch
Die Instandsetzung der Orgel in der Konzert- und Kongresshalle ist in vollem Gange, davor (von links) Finanzreferent Bertram Felix, OB Andreas Starke, Heinrich Kemmer (Freunde der Bamberger Symphoniker), Intendant Marcus Rudolf Axt, Christine Schnörer (Oberfrankenstiftung), Natalie Zitzmann (Immobilienmanagement) und Hallenmanager Horst Feulner. Foto: Stadtarchiv Bamberg, Maria Deutsch
Aus über 5800 Orgelpfeifen besteht die große Konzertorgel des Orgelbauers Georg Jann in der Bamberger Konzert- und Kongresshalle. Nach genau einem Vierteljahrhundert - 1993 war die Heimstatt der Bamberger Symphoniker eröffnet worden - werden in diesem Sommer alle 5800 ausgebaut, gereinigt und wo erforderlich repariert. Möglich gemacht haben dies neben der Stadt Bamberg als Eigentümerin der Konzert- und Kongresshalle die Freunde der Bamberger Symphoniker und die Oberfrankenstiftung. Beide steuern stolze 50 000 Euro für die Instandsetzung der Jann-Orgel bei. Die Gesamtkosten liegen bei rund 200 000 Euro, wie die Stadt Bamberg in einer Mitteilung schreibt.

Bei einem Treffen im Joseph-Keilberth-Saal nahmen Oberbürgermeister Andreas Starke, Intendant Marcus Rudolf Axt, Christine Schnörer, Stellvertretende Geschäftsführerin der Oberfrankenstiftung, sowie Heinrich Kemmer für die Freunde der Bamberger Symphoniker gemeinsam mit Hallenmanager Horst Feulner und Finanzreferent Bertram Felix den Stand der Arbeiten in Augenschein. Begonnen haben diese mit dem Gerüstaufbau und dem Entfernen erster Pfeifen. Zahlreiche konnten vor Ort gereinigt werden, andere mussten ins Orgelbauwerk nach Alkofen in Niederbayern zur Überholung gebracht werden.


Wiedereinweihung am 13. Oktober

Aber nicht nur die Orgelpfeifen, sondern die gesamte Orgelanlage wurde auf den Prüfstand gestellt. So muss auch das Gehäuse gereinigt und Teile der Mechanik sowie der Elektronik erneuert werden, wie Intendant Rudolf Axt erläuterte. Dies alles in einem engen Zeitfenster in der Sommerpause. Für den 13. Oktober ist das große Konzert zur Wiedereinweihung der Jann-Orgel mit Martin Haselböck und Christian Schmitt angesetzt. Kein Wunder daher, dass für die Instandsetzung auch Wochenendarbeit und Nachtschichten anfallen.

"Wir sind der Stadt Bamberg, der Oberfrankenstiftung und den Freunden der Bamberger Symphoniker sehr dankbar für ihre Unterstützung", so Axt. Die starke Geräuschbildung der 25 Jahre alten Orgel sei zuletzt auch von Laien deutlich hörbar gewesen. Ein Gutachten mündete dann in einen entsprechenden Maßnahmenkatalog, der nun unter der Bauleitung des städtischen Immobilienmanagements mit Unterstützung durch den Organisten der Symphoniker, Christian Schmitt, und der Bamberg Congress & Event GmbH umgesetzt wird.


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