Pettstadt
Dorfgemeinschaft

Pettstadts attraktiver Treffpunkt für Jung und Alt

Der neue Mehr-Generationen-Spielplatz an der Bahnstraße in Pettstadt wurde seiner Bestimmung übergeben.
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Wasser marsch! Das Schöpfrad ist die Attraktion für Kinder auf dem neu gestalteten Mehr-Generationen-Spielplatz an der Pettstadter Bahnstraße. Fotos: Werner Baier
Wasser marsch! Das Schöpfrad ist die Attraktion für Kinder auf dem neu gestalteten Mehr-Generationen-Spielplatz an der Pettstadter Bahnstraße. Fotos: Werner Baier
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Einen vorläufigen Ersatz für den im Zuge der Stadtsanierung geplanten Bürgertreff im Hopfengarten stellt der neue Mehr-Generationen-Spielplatz an der Bahnstraße dar: Der wegen maroder Geräte etwas in Vergessenheit geratene, jahrzehntealte Spielplatz wurde mit einem Aufwand von rund 50 000 Euro zu einem attraktiven Treffpunkt für Jung und Alt umgewandelt.

Kürzlich wurde das neu "möblierte" Gelände von Diakon Georg Bauer dem Schutz des Allmächtigen anvertraut und von Bürgermeister Jochen Hack seiner Bestimmung übergeben. Strahlender Sonnenschein ermöglichte einen furiosen Start in eine neue Form, Dorfgemeinschaft zu erleben: Krabbel- und Kleinkinder, deren Eltern sowie in Ehren ergraute Omis und Opas freuten sich miteinander an den modernen Spiel- und Freizeitangeboten.

Wettkampfgerechtes Spielfeld

Während die Kinder ihre helle Freude an der Wiederbelebung des vorher verschütteten Wasserlaufes hatten und mit Hilfe eines Schöpfrades rasch gebuddelte Kanäle fluteten, taten es die älteren Pettstadter in Erinnerung an ihre Urlaube in mediterranen Gefilden dem unvergessenen Bundeskanzler Konrad Adenauer gleich und spielten Boccia. Mit Baumstämmen ist dafür ein wettkampfgerechtes Spielfeld abgeplankt worden, ein Set Boccia-Kugeln steuerte die Gemeinde bei. Und flugs ging es los: Schweinchen geworfen und Kugeln zielgenau hinterher, Abstände gemessen und Sieger ermittelt - ein ums andere Mal, schier unermüdlich. Dank einiger Boccia-erfahrener Pettstadter prägten sich die Spielregeln unter den Mitspielern rasch ein, so dass sich alsbald ein reger Betrieb auf der Boccia-Bahn entwickelte.

Ab sofort sind alle Pettstadter eingeladen, die Anlage zu nutzen. Dazu gehören auch eine Cross-Laufmaschine, ein Gleichgewichts- und ein Rudertrainer für die Fitness (Gebrauchsanweisungen direkt an den Geräten). Zwischen Kinder- und Erwachsenenbereich steht ein verbindender Pavillon, von dem das Geschehen auf dem gesamten Spielplatz überblickt werden kann. Unter dem Schutzdach wird noch ein Spieltisch für Schach, Dame und andere Spiele in den Sitzbereich integriert.

Bürgermeister Hack würdigte die Rolle des Helferkreises und der Projektmanagerin Annika Eckert sowie den Landschaftsbauer Andi Rebhan bei der Entwicklung und Durchführung des Projekts. Sein Dank galt besonders einem gut 15-köpfigen Team von Auszubildenden des Bamberger Bosch-Werkes: Die jungen Azubis hatten fünf Tage lang Mechanik und Maschinenbau mit Schaufel, Pickel und hölzernen Werkstoffen getauscht.

Höchstes Lob geerntet

Das Ergebnis ihrer trotz Kälte und scharfem Wind Schweiß treibenden sozialen Fleißarbeit in frischer Luft erntete höchstes Lob. Immerhin wurden 30 Tonnen Boden, 20 Tonnen Bauschutt, 40 Tonnen Sand, 25 Tonnen Schotter und 25 Tonnen Beton überwiegend von Hand bewegt. Die Gemeindearbeiter wären mit diesem Umbau überfordert gewesen, denn zu guter Letzt wurde auch noch der rostige Maschendrahtzaun durch eine schmucke Einzäunung aus Lärchenholz ersetzt.

Bürgermeister Hack und ein Sprecher des Pettstadter Helferkreises luden alle Dorfbewohner ein, von dem neuen Treffpunkt nach Herzenslust Gebrauch zu machen, auch wenn noch Restarbeiten wie die Rasenansaat ausstehen.Werner Baier

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