Adelsdorf
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Pater Jeremias hat in Adelsdorf Indien begreifbar gemacht

Pater Jeremias referierte über seine Heimat und Unterstützungsmöglichkeiten im Süden des indischen Subkontinents.
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Friedrich Diller begrüßt die Gäste, daneben Pater Jeremias
Friedrich Diller begrüßt die Gäste, daneben Pater Jeremias
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Der Pfarrsaal von St. Stephanus war am Dienstagabend voll. Pater Jeremias George hatte zusammen mit Friedrich Diller zu einem Informationsabend über seine Heimat im südlichsten Zipfel von Indien eingeladen.

Der Pater erzählte über sein Leben und seine Familie: Fischer, die in großer Armut leben. Etliche Bilder verdeutlichten die Armut des Landes.

Nach einer kurzen Pause ergriff Friedrich Diller das Wort. Auch er berichtete anschaulich mit vielen Fotos von den Reisen, die er zusammen mit einer Gruppe um den Stegauracher Pfarrer Walter Ries jährlich im November unternimmt. Auch Adelsdorfer sind oft dabei.

Bilder, die die Armut der Menschen, aber auch die Schönheit der Landschaft zeigen. "So eine Reise muss man selbst erleben, man kann sie einfach nicht beschreiben", meinte Diller.

Er erläuterte auch die Möglichkeit, Patenschaften zu übernehmen. Es gibt die Kinderpatenschaft, bei der man zehn Euro im Monat bezahlt. Weiter kann man eine Seniorenpatenschaft übernehmen, was fünf Euro im Monat bedeutet. Neu ist die Patenschaft für die dreijährige Ausbildung von Krankenschwestern, die gesamt etwa 2000 Euro (50 Euro pro Monat) kostet.

Außerdem kann man auch mit Geldspenden helfen. Davon werden zum Beispiel kleine Häuser gebaut. "In Indien leben 600 Millionen Menschen von einem Dollar am Tag und liegt man im Krankenhaus, muss die Familie für Essen und Trinken sorgen", erklärt Diller.

Altbürgermeister Armin Goß war tief beeindruckt von Pater Jeremias. Der habe es verstanden, seinen Lebenslauf und seine missionarischen Aktivitäten zu zeigen. Pater Jeremias sei dankbar für das, was er bekommen habe und wolle alles weitergeben: Er lebe den Auftrag für die Armen.

Günther Müller war ebenfalls tief bewegt, wie Pater Jeremias alles aus dem Glauben heraus bewältigt: "In Indien ist es wie in Afrika. Es gibt viele arme Menschen. Aber hier können wir mit wenig Geld viel bewirken."

Ein leuchtendes Beispiel

Thomas Röckelein schwärmte von dem authentischen, ja fröhlichen Priester. Er strahle Lebensfreude und Energie aus, lege sein Leben in Gottes Hände: "Er erdet uns, die wir hier leben, und zeigt, was wichtig ist im Leben."

Ein Aspekt zieht sich durch wie ein roter Faden: Ohne die Tat dahinter ist ein christliches Leben zu hinterfragen." Alle Spenden und Patenschaften laufen über den Verein "Zukunft für Menschen in Südindien e.V." mit Sitz in Stegaurach. Viele der Zuhörer wollten spontan ein Patenkind "adoptieren" und sie nahmen die Infos über ihr Kind mit nach Hause und werden es sicher bei Friedrich Diller in Aisch ausgefüllt einwerfen. Er leitet alle Patenschaftszusagen und Spenden nach Stegaurach weiter. Wer eine Patenschaft übernehmen möchte, kann sich an Christine Höllein wenden unter patenschaften@zms-ev.de.

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