Bamberg
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"Ostbar" in Bamberg: Eine Bar mit kleinem Imbiss

Eine Stadtteil-Bar mit kleinem Imbiss im Osten der Stadt: Mit diesem Konzept wollen zwei Bamberger einen Anlaufpunkt in der Zollnerstraße schaffen. Sie sprechen von einem "Experiment".
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Gemütlich soll man sitzen in der Ostbar. Das wünschen sich die beiden Inhaber Moritz Niederstrasser und Roland Krefft. Foto: Ronald Rinklef
Gemütlich soll man sitzen in der Ostbar. Das wünschen sich die beiden Inhaber Moritz Niederstrasser und Roland Krefft. Foto: Ronald Rinklef
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"Ostbar". So heißt es, das Experiment von Moritz Niederstrasser (32) und Roland Krefft (35), Spitzname "Kermit". Geht man nach den Facebook-Likes, wird das Experiment ein erfolgreiches: Die Bar hatte schon vor ihrer Eröffnung rund 1800 Likes. In der Nacht von Montag auf Dienstag war es dann soweit: Ein kurzer Beitrag auf Facebook, dass die Türen nun offen stehen. Das "Experiment" konnte beginnen.

Das Interview mit dieser Zeitung findet kurz vor der Eröffnung statt. Die Bar ist noch leer, die Theke riecht nach neuem Holz. Dahinter steht Moritz und erklärt: "Diese Theke ist eine Symbiose aus Bar und Imbiss." Denn in der Ostbar soll es nicht nur Drinks, sondern auch Snacks geben. Zum Beispiel? "Leberkäsbrötchen, Schmalzbrot, Butterbrot, vegetarische Panini oder einen Eintopf", zählt Moritz auf. Auch Kiosk-Klassiker wie Süßes oder Salziges sollen die Nachtschwärmer hier bekommen.
Gerne auch direkt über eine Durchreiche von der Bar direkt auf die Zollnerstraße.


Vorbilder aus der Großstadt

Inspiriert ist das Ganze laut Moritz von so genannten "Spätis" und "Urban-Bars" aus Großstädten. Daraus haben sich die beiden Männer ein Mischkonzept aus Imbiss und Bar ausgedacht.

Aber, und das betont Mit-Inhaber Kermit, in erster Linie sei die Location eine Bar. An einem Standort, den die beiden Chefs schon länger im Visier haben. Denn die zwei Bamberger schmeißen noch eine andere Bar, den "Plattenladen" in der Sandstraße. Als sie auf der Suche nach einer Location für diesen waren, sind ihnen die Räume in der Zollnerstraße schon einmal begegnet. Nun also Bar Nummer 2."Die Entscheidung, nach Bamberg-Ost zu gehen und eine neue Bar zu eröffnen, hat im ersten Moment schon für viele Fragezeichen gesorgt", erzählt Moritz. Und Kermit ergänzt: "Das hier ist ein Experiment."

Eines, das nach dem Vorbild einer "Urban Bar" funktionieren soll, wie es sich Moritz vorstellt. "Nicht piekfein und geschniegelt, sondern ein Ort, wo man sich abends hinbegibt, um gemütlich sein Bier zu trinken." Oder einen Cocktail. Und dazu ein Snack.

"Viele junge Leute wohnen hier in Bamberg Ost", stellt Kermit fest. "Wenn in der Innenstadt die Sperrzeit greift, fahren sie hier raus. Wir haben festgestellt, dass es Bedarf an einer regulären Bar gibt", fügt Moritz hinzu. Aber, und das hebt er hervor: Die Ostbar sei kein Ort für die After-Hour. "Es geht hier nicht darum, sich lautstark zu profilieren", so Moritz. Es soll eine ruhige, gemütliche Bar sein, ohne Band-Auftritte oder DJs.


Bis fünf Uhr morgens

Von acht Uhr abends bis morgens um fünf können Nachtschwärmer in der Ostbar Halt machen. Oder sich im Straßenverkauf eine Dose Bier mitnehmen. Oder einen Snack. "Denn wir wollen nicht etwas machen, was wir nicht können - kochen", sagt Moritz und grinst.

Er und Geschäftspartner Kermit haben sich auf die langen schwarzen Polster-Bänke an der Wand gelümmelt. Bald werden dort Gäste sitzen und Cocktails schlurfen, oder das letzte Bier, um den Abend ausklingen zu lassen - auch um halb fünf morgens.

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Landesweite Sperrzeitregelung

Das ist möglich, weil die Bar "sich nicht mehr im räumlichen Geltungsbereich der Sperrzeitverordnung" befindet. Das erklärt Christine Feldbauer, Leiterin des Bamberger Ordnungsamtes. Anders als in der Innnenstadt, gilt in Bamberg-Ost die landesweite Sperrzeitregelung. Und die erlaubt eben auch den Gaststätten-Betrieb bis morgens um fünf. "Natürlich muss die Lärmverordnung eingehalten werden", sagt Feldbauer. Außerdem gelte auch für die neue Bar die Order, dass vor stillen Feiertagen ab zwei Uhr nachts nur leise Musik gespielt wird.

Aber Krawall wollen Moritz Niederstrasser und Roland Krefft eh keinen machen. Es soll eine ruhige Bar sein. "Und wir gehen davon aus, dass auch unsere Raucher vor der Tür sensibel mit dem Thema "Lärm" umgehen.
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