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Oberhaid
Corona

Kreis Bamberg: Bürgermeister und vier Mitarbeiter mit Coronavirus infiziert

Der Bürgermeister sowie vier Mitarbeiter der Verwaltung in Oberhaid sind mit dem Coronavirus infiziert. Das Rathaus läuft nun im Not-Betrieb.
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Der Bürgermeister von Oberhaid, Carsten Joneitis (SPD), hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Foto: Archiv
Der Bürgermeister von Oberhaid, Carsten Joneitis (SPD), hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Foto: Archiv

Das Coronavirus legt das Oberhaider Rathaus weitgehend lahm. Vier Mitarbeiter der Verwaltung sind bereits positiv getestet worden, ein weiterer befindet sich ebenso wie Zweiter Bürgermeister Peter Deusel (UBV) zur Sicherheit in häuslicher Quarantäne. Außerdem berichtet Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD): "Auch ich bin infiziert worden. Ich bin freiwillig zum Test gegangen, nachdem ein enger Mitarbeiter positiv getestet worden war."

Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, berichtet Joneitis von seinem Gesundheitszustand. "Man hat Husten, beziehungsweise Halsschmerzen. Und man hat so einen Druck auf dem Oberkörper. Aber im Großen und Ganzen geht es." Nun hofft er, dass sich nicht weitere Familienmitglieder angesteckt haben.

Für seine Gemeinde zahle es sich nun immerhin aus, dass man im Oberhaider Rathaus auf Schichtbetrieb umgestellt hatte, als sich die Corona-Krise abgezeichnet hat. Somit sind aktuell noch vier Mitarbeiter übrig, um eine Notfall-Erreichbarkit zu sichern.

Nur Notdienst am Telefon

Einige Dienstleistungen wie das Meldewesen, Pass- und Ausweis-Bearbeitung, Rentenangelegenheiten, Straßensperrungen, Anmeldung von Veranstaltungen, Hundehaltungsfragen sowie soziale Angelegenheiten wie Anträge auf Elterngeld können aktuell deshalb nicht angeboten werden. Im Standesamt können derzeit lediglich Sterbefälle beurkundet werden.

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Die Mitarbeiter des Rathauses versuchen, Bürgeranfragen von zu Hause aus zu bearbeiten, so gut es geht. Allgemeine Fragen und Anliegen sollen daher telefonisch unter der Nummer 09503/92230 oder per E-Mail an das Rathaus gerichtet werden.

"Das ist eine Notsituation", bringt es Joneitis auf den Punkt. Dennoch gelte es nun, die Stichwahl des Landrates in der Gemeinde geregelt über die Bühne zu bekommen. Für die Auszählung der Briefwahlunterlagen hat Oberhaid laut Bürgermeister Sicherheitsmaßnahmen vom Abstandhalten bis zur Schutzkleidung vorbereitet. "Meine Verwaltung macht das Beste draus", richtet der Chef ein Lob an seine Mitarbeiter. Die Belastung sei groß.

"In den letzten 14 Tagen waren rund 1300 Menschen im Rathaus, die Briefwahlunterlagen oder andere Dokumente geholt haben", berichtet Joneitis, der vermutet, dass die Infektion daher rührt.

Über verschiedene Kanäle haben seine infizierten Mitarbeiter und er schon zahlreiche herzliche Genesungswünsche erhalten.

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