Bamberg
Postvorplatz

Nun auch am Bahnhof: Bamberg verhängt Alkoholverbot

Bamberg will alkoholisierte Bettler und Obdachlose vom Postvorplatz am Bahnhof vertreiben. Ab Januar gilt auch dort das Alkoholverbot.
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Neue Alkoholverbotszone in Bamberg: Das Plätzchen vor dem Postgebäude am Bahnhof.  Foto: Ronald Rinklef
Neue Alkoholverbotszone in Bamberg: Das Plätzchen vor dem Postgebäude am Bahnhof. Foto: Ronald Rinklef
Wer am so genannten Post-Vorplatz gegenüber des Bahnhofs ein Bierchen zischt oder andere Alkoholika konsumiert, verstößt künftig gegen eine Sondernutzungssatzung, die bereits an mehreren Stellen in der Innenstadt für Diskussionen sorgt. Unter anderem ist Biertrinken in der Oberen Sandstraße nicht erlaubt, das heißt auch vor dem Schlenkerla.

Jeder der es trotzdem tut, riskiert einen Platzverweis oder ein Verwarnungsgeld. Im Wiederholungsfall kann auch ein Bußgeld in dreistelliger Eurohöhe verhängt werden.

Warum wird nun das kleine Plätzchen am Bahnhof in den illustren Kreis der No-Alk-Zonen aufgenommen? Eigentümer der Fläche ist der Landkreis Bamberg, dem auch die angrenzenden Gebäude gehören. Vertreter des Landkreises bemängeln schon seit Jahren den wenig ansehnlichen Zustand, in dem sich der Platz mit seinen zusammengewürfelten Bestandteilen aus mehreren Jahrzehnten und Bauphasen befindet. Die Kritik hat auch mit der Zahl der Fahrräder zu tun, die hier in dichten Trauben abgestellt sind.

Aber es geht auch um die teilweise stark alkoholisierten Personen, die, so teilt die Stadt mit, "Passanten anbetteln und anpöbeln und häufig auch in den Grünflächen schlafen und urinieren".

Mittlerweile gibt es zwar einen Sicherheitsdienst, der unter anderem das Postgebäude bewacht, in dem sich unter anderem Tegut befindet. Doch das hat offenbar nicht gereicht.

Um auf die Klagen des Landkreises einzugehen, hat der Stadtrat mit den Stimmen von CSU,SPD und Bamberger Allianz beschlossen, die Verbotssatzung auch auf den Platz und den gegenüberliegenden Gehweg auszudehnen. Dagegen haben die Bamberger Grünen gestimmt.

Wie die Parteien argumentiert haben und warum der grüne Stadtrat Ralf Dischinger wenig von diesem Verbot hält, erfahren Sie in einem ausführlichen Artikel im Premiumbereich von infranken.de.

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