Frensdorf
Gesundheit

Noro-Viren und Blaualgen in fränkischem Badesee: Zahlreiche Menschen krank

Ende Juli wurde der Badesee in Frensdorf gesperrt. Nun gibt es erste Erkenntnisse zum Badewasser: Noro-Viren und Blaualgen wurden gefunden.
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Der Badesee in Frensdorf wurde gesperrt. Grund waren mehrere Beschwerden über Erbrechen und Fieber. Foto: Landratsamt Bamberg
Der Badesee in Frensdorf wurde gesperrt. Grund waren mehrere Beschwerden über Erbrechen und Fieber. Foto: Landratsamt Bamberg

Update (07.08.2019): Blaualgen und Noro-Viren - Badesee weiter im Fokus

Ende Juli wurde der Badesee in Frensdorf (Kreis Bamberg) gesperrt. Mittlerweile haben Experten das Wasser des Sees untersucht und nun das Ergebnis veröffentlicht: Die Wasserprobenwiesen in der Analyse eine hohe Konsistenz an giftigen Blaualgen als auch eine Belastung mit Noro-Viren auf, wie das zuständige Landratsamt Bamberg mitteilt.

Zuvor war es zu vielen gesundheitlichen Beschwerden bei Badegästen gekommen. Übelkeit, Durchfall, Fieber oder Bauchschmerzen war die Folgen. In manchen Berichten ist von über hundert Kranken die Rede. Das will die Behörde gegenüber inFranken.de allerdings nicht bestätigen - "Mehrere Dutzend" Menschen seien betroffen gewesen.

Noroviren gelten als äußerst unangenehm und gefährlich: So schützen Sie sich dagegen.Im März 2019 brach in einer fränkischen Klinik das Norovirus aus. Dutzende Patienten und Mitarbeiter wurden krank.

Erstmeldung (29.07.2018): Badesee in Frensdorf gesperrt - Kinder klagen über Beschwerden

Nachdem mehrere Kinder am Wochenende über Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Fieber geklagt haben, hat da Landratsamt Bamberg am Montag eine Sperrung des Frensdorfer Badesees veranlasst. Laut Pressemitteilung war es zu einer Häufung von gastrointestinalen Beschwerden, wie zuvor beschrieben, gekommen. Bereits vor einigen Tagen wurden andere Badeseen im Landkreis Bamberg gesperrt, da sich gefährliche Blaualgen ausgebreitet hatten.

Wasserproben werden entnommen

Diese Beschwerden könnten mit einem Besuch des Badesees in Verbindung stehen. Die genaue Ursache konnte bislang jedoch nicht ermittelt werden. Der Fachbereich Gesundheitswesen des Bamberger Landratsamtes prüft derzeit die Gegebenheiten vor Ort und nimmt erneut Wasserproben. Wie das Landratsamt am Montag weiter mitteilt, waren die letzten routinemäßigen Proben von Mitte Juli unauffällig. Ein Zusammenhang der Beschwerden mit Lebensmitteln sei im Moment unwahrscheinlich, aber weiterhin möglich.

Alle Betroffenen, sollen sich bei Beschwerden mit dem Fachbereich Gesundheitswesen des Landratsamtes Bamberg unter der Telefonnummer 0951 - 85 651 in Verbindung setzen.

 

dn/tu

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