Bamberg
Proteste

Neonazi-Kundgebung am Maxplatz - Gegendemo geplant

Der Domstadt steht der nächste Aufmarsch Rechtsextremer bevor: Für Samstag, 24. Januar, ist eine Kundgebung der Gruppe "Bamberg wehrt sich - Asylmissbrauch nein danke" geplant. Das "Bündnis gegen Rechtsextremismus" ruft zur Gegendemo auf.
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Am Samstag haben Rechtsextreme eine Kundgebung auf dem Maxplatz angekündigt. Widerstand formiert sich bereits. Foto: Ronald Rinklef
Am Samstag haben Rechtsextreme eine Kundgebung auf dem Maxplatz angekündigt. Widerstand formiert sich bereits. Foto: Ronald Rinklef
Die Kundgebung Rechtsextremer soll nach jetzigen Informationen am Samstag, 24. Januar, um 11 Uhr auf dem Maxplatz beginnen. Ursprüngliche Pläne der Anmelder sahen vor, die Kundgebung am Gabelmann abzuhalten. Doch das sei aufgrund der beengten Situation durch den Marktbetrieb in diesem Bereich der Innenstadt nicht möglich, sagte Stadtsprecherin Ulrike Siebenhaar.

Zirka 20 Personen wollen sich an der Kundgebung beteiligen. Wie sich im vergangenen Herbst gezeigt hat, steckt hinter der vermeintlich bürgerlichen Fassade das rechtsextreme Lager.

Kein Demonstrationszug
Damals waren zirka 150 Neonazis nach Bamberg gekommen, um gegen Asylbewerber zu demonstrieren. Unter ihnen waren bekannte Gesichter der rechtsextremen Partei NPD zu sehen.

Anders als im Oktober 2014 soll die für Samstag angekündigte Kundgebung stationär am Maxplatz stattfinden. Ein Demonstrationszug ist nicht geplant. Dennoch ist sicher mit einem größeren Polizeiaufgebot und Einschränkungen zu rechnen.

Gegendemo bereits früher
Wie im vergangenen Jahr ruft das Bündnis gegen Rechtsextremismus zu einer Gegendemonstration auf. Laut Angaben von Organisator Werner Schnabel wird es wohl eine Kundgebung "gegen Rechts" bereits ab zirka 10 Uhr auf dem Maxplatz geben. Genaueres will Schnabel noch im Lauf der Woche bekannt geben.

Bei der Gegenveranstaltung im vergangenen Jahr waren weit über 1000 Demonstranten gekommen, um sich mit Flüchtlingen zu solidarisieren und für Demokratie und eine freie Gesellschaft zu werben. Das Bündnis gegen Rechtsextremismus hofft auch für Samstag wieder auf ein ähnlich deutliches Zeichen, das die Bamberger gegen Nazis setzen.


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