Bamberg
OB-Kandidatur

Mit diesen Themen will Starke bei der Wahl punkten

Warum hat Andreas Starke die Bamberger so lange warten lassen auf die Ankündigung, dass er wieder kandidiert? Die Antwort fällt verblüffend einfach aus.
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Andreas Starke kündigt im "Brauhaus Sternla" an, im März 2020 noch einmal für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren zu wollen. Foto: Michael Memmel
Andreas Starke kündigt im "Brauhaus Sternla" an, im März 2020 noch einmal für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren zu wollen. Foto: Michael Memmel
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"Ich halte nichts von einem überlangen Wahlkampf, das nervt auch die Bürger", sagte der Amtsinhaber nach seiner Rede am Montagabend im "Brauhaus Sternla". Darin hatte der 62-Jährige seine Bereitschaft erklärt, sich im März 2020 um eine dritte Amtszeit bewerben zu wollen. Bereits Anfang des Jahres habe er "eine Idee von seiner Entscheidung" gehabt, wollte aber auf den richtigen Zeitpunkt für die Verkündigung warten. Nun sei er froh, dass Klarheit herrsche. In den verbleibenden über sechs Monaten bis zur Wahl sei genug Zeit für einen "Wettstreit der Ideen".

 

Indirekte Bezüge auf seine Herausforderer

Und diesen Wettstreit eröffnete er gleich und lieferte zehn Vorschläge, die er den Wählern unterbreiten möchte. Da geht es um eine Transformation des Wirtschaftsstandorts weg von der starken Abhängigkeit von Automobilzulieferern, aber auch um die Verwirklichung von neuen Wohnformen, intensive Demokratiebildung und eine Verkehrswende. Ganz konkret möchte er sich für eine "Internationale Schule" einsetzen, um so "qualifizierte Fachkräfte für Bamberg zu gewinnen" - womit er im Zuständigkeitsbereich von Bildungsreferent und Bürgermeister Christian Lange, gleichzeitig sein Herausforderer von der CSU, gleich eine Duftmarke setzt.

Auch in Richtung von Jonas Glüsenkamp, dem Bewerber der Grünen, signalisierte er mit zwei Punkten, dass er auch die ökologisch denkenden Bürger für sich gewinnen möchte. Zum einen will er "Nachhaltigkeit als zentrales Steuerungsinstrument in der Kommunalpolitik" verankern, zum anderen möchte er den "Klimaschutz stärken" und deshalb bald die Initiative "Bamberg ohne Plastik" ins Leben rufen. Beides sei für ihn einfach "ein Gebot der Vernunft".

Die SPD atmet auf

Nach Starkes Rede herrschte Hochstimmung bei den SPDlern, eine Nominierung durch die Partei, für die es keinen Zeitplan gibt, wurde nur als formaler Akt gesehen. Der Fraktionsvorsitzende Klaus Stieringer vernahm ein "Aufatmen in der Stadt", MdB Andreas Schwarz sprach von einer "logischen Konsequenz, weil er noch vor Ideen sprudelt", und Stadtrat Heinz Kuntke zeigte sich erleichtert: "Gottseidank! Das ist sehr gut für Bamberg. Alles andere wäre auch eine Katastrophe für die SPD gewesen."

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