Bamberg

Mit 35 Bussen von Bamberg nach Berlin

Rund 1400 Bamberger Boschler gingen in Berlin für einen sozialverträglichen Wandel in der der Automobilwirtschaft auf die Straße.
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Protest am Brandenburger Tor in Berlin: 50000 Menschen demonstrierten für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Dem Aufruf der IG Metall folgten rund 1400 Boschler aus Bamberg. Mit dabei waren auch Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke und MdB Andreas Schwarz (beide SPD).  Foto: p.
Protest am Brandenburger Tor in Berlin: 50000 Menschen demonstrierten für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Dem Aufruf der IG Metall folgten rund 1400 Boschler aus Bamberg. Mit dabei waren auch Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke und MdB Andreas Schwarz (beide SPD). Foto: p.

Trotz großer Hitze gingen sie auf die Straße. In Berlin demonstrierten am Samstag 50 000 Menschen unter dem Motto "Fairwandel" für sichere Arbeitsplätze und eine umsichtige Digitalisierung. Nach Gewerkschaftsangaben nutzten auch 1800 Industriebeschäftigte aus Franken die bundesweite Bühne, die meisten von ihnen Mitarbeiter von Bosch in Bamberg. "Das ist ein riesiger Mobilisierungserfolg für die Gewerkschaft", sagte Matthias Gebhardt von der IG Metall.

Mit rund 35 Bussen war die Delegation aus Bamberg angereist, um am Brandenburger Tor auf die Auswirkungen des digitalen Wandels hinzuweisen. Zu den rund 1400 Boschlern sowie den Mitarbeitern von Wieland, Brose, der Grupo Antolin, FTE Valeo in Ebern und den beiden Schaeffler Werken in Hirschaid und Höchstadt gesellten sich prominente Mitstreiter: Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und MdB Andreas Schwarz.

"Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit in dieser schwierigen Zeit an der Seite unserer Boschmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zu stehen. Es ist wichtig, die Zukunft des Standorts zu sichern und die Arbeitsplätze zu wahren", sagte der OB über seine Motive.

Wohl und Wehe in der Stadt

Starke weiß als Stadtoberhaupt nur zu gut, wie viel in Bamberg vom Wohl und Wehe des größten Arbeitgebers abhängt: "Das Boschwerk in Bamberg steht vor besonderen Herausforderungen. Nahezu 100 Prozent der Produkte in Bamberg sind auf den Verbrennungsmotor ausgerichtet."

Wie ist die Kundgebung aus Bamberger Sicht gelaufen? Matthias Gebhardt von der IG Metall zog eine positive Bilanz: "Wir konnten unsere Botschaft platzieren. Die Stimmung bei unseren Leuten war gut."

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