Oberhaid
Einweihung

Meilenstein für Oberhaid

Das neue Kinder-, Jugend und Kulturzentrum in der Gemeinde erfüllt die Wünsche verschiedenster Gruppen.
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Auch das gehört zu einer Einweihungsfeier: Landrat Kalb testet den neuen Billardtisch des Zentrums.Joseph Beck
Auch das gehört zu einer Einweihungsfeier: Landrat Kalb testet den neuen Billardtisch des Zentrums.Joseph Beck
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Der Sommer war zurückgekehrt und die Sonne schien auf den Platz zur Eröffnung des Kinder-Jugend- und Kulturzentrums (KJK) in Oberhaid in der Schulstraße. Ideale Bedingungen, um das von Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD) und seinen Gemeinderäten gewünschte und nun vollendete Idealgebäude für Kinder und Jugendliche, aber auch für die Gesamtgemeinde zu eröffnen.

Joneitis begann mit dem Hinweis auf die Pusteblume: "Ihre Samen tragen zwar die Gene der Ursprungsblume, das Leben aber ist Veränderung und manchmal entwickelt sich eine Sache in eine neue Richtung." So war es sicherlich auch beim KJK, das vier Jahre lang alle Beteiligten einband. Galt es doch, fünf Einrichtungen unter einem Dach zu vereinen: die Bücherei, die aus Gemeinde- und Schulbücherei zusammengelegt wurde; den neue Jugendtreff; die neuen Räume für die Mittagsbetreuung,neue Zimmer für die offene Ganztagesschule und de neue Schulmensa mit einer großen Küche. Die Leiterinnen dieser Einrichtungen, Sabine Jahn, Steffi Stretz-Jeltsch, Erika Förtsch, Melanie Dierauf, Heike Beckert, Sabine Neuß und Jugendpfleger Oli Schulz brachten sich bei Planung und Bauausführung kreativ ein.

900 Quadratmeter Nutzfläche

"Kosten von rund 2,3 Millionen Euro wurden für Bildung, Betreuung und Kultur investiert", so der Rathauschef, "und alles vernetzt in einem Gebäude!" Ziel sei es von vorneherein gewesen, eine Kooperation mit den entsprechenden Veränderungsmöglichkeiten zu erreichen. Auf rund 900 Quadratmetern Nutzfläche könne nun Bildungs- und Betreuungsarbeit geleistet werden. Des weiteren: Alle Räume sind barrierefrei. 300 Quadratmeter Außenfläche können zum Mittagessen, Spielen, als Lesecafé oder für diverse Veranstaltungen genutzt werden. Und in allen Räumen und Gruppen werde Inklusion und Integration großgeschrieben.

Bei der Förderung von circa 50 Prozent waren die Regierung von Oberfranken, die Oberfrankenstiftung, der Bayerische Jugendring, der Landkreis für das Leaderprojekt und der St. Michaelsbund für die Bücherei sowie die Firmen Stark, Schmolke, die Dr.-Robert-Pfleger-Stiftung und andere Firmen beteiligt.

Lang war die Liste der Ehrengäste, die nicht nur wegen des Wahlkampfes gekommen waren, sondern die sich dieses bisher im weiten Umkreis einmalige Objekt ansehen wollten. Der Bürgermeister begrüßte die Geistlichen, die Vertreter der Politik aus dem Landtag, Kreistag und die benachbarten Bürgermeister Thoma Söder aus Hallstadt und Johann Pfister aus Bischberg mit denen Oberhaid einen Schulverband unterhält. Seitens der Schulen waren Rektor Winfried Schnitzer und Schulrat Wolfgang Zeis anwesend und mit Bürgermeister Egon Langgut der Vertreter der Partnergemeinde aus Thüringen.

Sie alle und die vielen Gäste hieß Joneitis willkommen, dankte aber in seiner Rede besonders auch seiner Verwaltung, dem Bauhof, der Schule und dem Hausmeister und den Nachbarn für ihre Geduld während der vierjährigen Bauzeit, nicht zuletzt dem Architekten für die eingehaltenen Kosten.

Ein Lied der Kinder vom Kindergarten Regenbogen erfreute die Zuhörer ebenso wie die musikalischen Beiträge des Saxophonquartettes "Ohio Sax".

"Gut angelegtes Geld"

In ihrem Grußwort sprach Staatsministerin Melanie Huml (CSU) das wegweisende Projekt an. Trotz der großen Förderung sei der Bau ein finanzieller Kraftakt. "Es ist aber gut angelegtes Geld für Kinder und junge Familien, somit für die Zukunft der Gemeinde." Weitere Grußworte sprachen Landrat Johann Kalb (CSU), Stellvertretender Bezirkstagspräsident und Bamberger Oberbürgermeister Andras Starke (SPD), Stefan Eß als Direktor des St. Michaelsbundes München, AWO-Geschäftsführer Werner Dippold und Architekt Peter Schneider. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und übergab Joneitis symbolisch den Schlüssel der neuen Anlage.

Den kirchlichen Segen spendeten Dekan Christoph Uttenreuther, Pfarrerin Susanne Wittmann-Schlechtweg und Abbe Patrice aus dem Senegal, der jetzt Oberhaider Pfarrer ist.

Beim Rundgang durch die neuen Räume gab es viel Lob für die modern gestalteten Räume, die große Terrasse im ersten Stock, die mit großen Bildschirmen ausgestatteten Jugendräume und die Bibliothek. Huml und Kalb versuchten sich spontan und zum Erstaunen der Kids nicht schlecht am Billardtisch, während Abbe Patrice im Musikraum lieber trommelte. Super fanden alle die angebotenen Happen in der neuen Küche.

Lob der Besucher

Auf dem Vorplatz trommelten später auch die Mädchen der Tanzgruppe des Jugendzentrums mit ihrer Leiterin Elenie Merklein unter dem Motto: "Trommel dich fit!" Jugendpfleger Oli Schulz berichtete, dass ins Haus natürlich auch die Jugendlichen aus Unterhaid und Staffelbach kämen. Svenja und Tamia sagten: "Das JUZ-Ohio" (Jugendzentrum-Oberhaid) finden wir super. Endlich sind wir raus aus den Containern. Wir werden hier sicher tolle Stunden verbringen." In höchsten Tönen schwärmte auch Sabine Neuß über ihre neue Küche: "Das ist vom Trappi zum Ferrari".

Die Seniorinnen Maria Geuß und Gretel Fösel kamen bei der Besichtigung aus dem Staunen nicht mehr heraus: "So etwas Tolles und Schönes ist für unsere Enkel hier geschaffen worden. Da kommen wir sicherlich noch öfter her." Oberhaid hat einen Meilenstein erreicht.



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